Anpassung an den Klimawandel in humanitären Situationen in Subsahara-Afrika - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Anpassung an den Klimawandel in humanitären Situationen in Subsahara-Afrika

Stand: November 2021

Das Projekt hatte zum Ziel die Kapazitäten zur Klimaanpassung von vertriebenen und gefährdeten Bevölkerungsgruppen in Burundi, Sudan und Tschad zu stärken. Länderspezifische Untersuchungen haben das Mainstreaming von Umweltschutz und Klimawandel bei humanitären Maßnahmen bewertet. In Burundi und Sudan wurde eine "No regrets"-Strategie angewendet, um die Anpassungsfähigkeit von Haushalten und Gemeinden in bestehenden humanitären Programmen zu verbessern. So wurde der Bevölkerung der Zugang zu Brennstoffen, Kochmöglichkeiten und zu nachhaltigen Wasserquellen erleichtert. Für die Gemeinden wurde die Nutzung von erneuerbaren Energien verbessert, die für die Gesundheits- und Bildungsdienste benötigt werden. Technische Unterstützung und Wissenstransfer haben die Kapazitäten der Regierungen und ihrer Partner zur Bewältigung von Umwelt- und Klimarisiken erhöht.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt ist abgeschlossen.
  • Verbesserte Kochherde wurden an ca. 48.500 Haushalte und 109 Schulen verteilt, vor allem Frauen wurden in der Nutzung, Herstellung und Vermarktung von verbesserten Kochherden geschult
  • Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen wurden mit Solarenergiemaßnahmen verbessert
  • Durch Aufforstungsmaßnahmen wurden ca. 2.907 Hektar Land wiederhergestellt, das zuvor zur Gewinnung von Brennholz abgeholzt worden war, und fast drei Millionen Bäume wurden gepflanzt
  • Repräsentantinnen und Repräsentanten von Flüchtlingen und Aufnahmegemeinschaften wurden in der Anpflanzung von Bäumen geschult und nahmen an Sensibilisierungsveranstaltungen über die Bedeutung der Wälder für den Lebensunterhalt und die Energieversorgung sowie für die Anpassung an den Klimawandel und den Umweltschutz teil.
  • Burundi:
    • Eine positive Veränderung ist vor allem auf die Verwendung verbesserter Kochherde und Briketts zurückzuführen. Auch bei der Wiederaufforstung und der Bewirtschaftung von Wassereinzugsgebieten ist eine positive Veränderung zu verzeichnen.
    • Im Rahmen des Projekts wurden die Bodenkontur der fünf Flüchtlingscamps gereinigt und Bäume an überschwemmungsgefährdeten Hängen auf einer Fläche von 25,2 ha in Nyankanda und 4 ha in Kavumu gepflanzt.
    • UNICEF Burundi hat in Busangana (Provinz Gitega) eine Schule mit ökologischen Ziegeln gebaut. Etwa 630 Schülerinnen und Schüler sowie sechs Lehrerende und Verwaltende nutzen die neuen Einrichtungen. Der Schulhof ist mit Hecken eingezäunt, die von den Schülerinnen und Schülerm gepflanzt wurden.
    • Das Solarprojekt wurde ebenfalls abgeschlossen und ist für 3.150 Schülerinnen und Schüler in fünf Schulen und vier Gesundheitseinrichtungen mit einer Kapazität von 80 Krankenhausbetten und vier Entbindungsstationen bestimmt.
    • Alle zehn Zielgemeinden, 30 Lehrende und 20 medizinische Fachkräfte sowie Assistentinnen und Assistenten wurden über die Auswirkungen des Klimawandels und Fragen der Anpassung geschult.
    --Sudan
    • In den Bundesstaaten Ost-Darfur und Weißer Nil hat das UNHCR die Verwendung von Ethanol als umweltfreundlichen Brennstoff zum Kochen eingeführt und gefördert, um Brennholz in den Flüchtlingsgebieten und den umliegenden Gebieten zu ersetzen und so die Abhängigkeit der Flüchtlinge von Brennholz zum Kochen zu verringern, um die Umwelt und die natürlichen Ressourcen zu erhalten und die Verwendung von umweltfreundlichem Brennstoff zum Kochen zu fördern.
    • UNHCR investierte in Zusammenarbeit mit der Nationale Vereinigung der sudanesischen Wälder (Forests National Corporation, FNC) in die Aufforstung und die Wiederherstellung der natürlichen Umwelt durch direkte Aussaat, die Produktion von Setzlingen und die Einführung der „Cocoon tree planting“ Technologie in einer gut ausgebauten Baumschule, die den Flüchtlingen und der Gastgemeinde in der Gegend von Aljabalian dient, um sie mit Setzlingen von Obstbäumen zu versorgen.
    • Die Baumpflanzaktion wurde in den beiden Bundesstaaten Weißer Nil und Ost-Darfur abgeschlossen. Die Maßnahme umfasste die Mobilisierung der Gemeinschaft, die Sensibilisierung für die Intervention und die Übernahme und Beteiligung auf allen Ebenen von der Vorbereitung des Bodens bis zur eigentlichen Pflanzung durch Männer und Frauen in den Zielgebieten.
    • Insgesamt wurden 215.000 Setzlinge auf 1.500 Fedans (entspricht 630 Hektar) gepflanzt.

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
Burundi, Sudan, Tschad

Durchführungs­organisation:
United Nations World Food Programme (WFP)

Politische Partner:
  • Ministry of Environment, Natural Resources and Physical Development (MENRPD) - Sudan
  • Ministry of Environment and Fisheries (MEF) - Chad
  • Ministry of Water, Environment, Land Management and Urban Planning (MEEATU) - Burundi

Durchführungspartner:
  • UN Environment/OCHA Joint Unit (JEU)
  • United Nations Children’s Fund (UNICEF)
  • United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR)

BMU-Förderung:
3.499.522,00 €

Laufzeit:
09/2018  bis  04/2021


Internetauftritt(e):



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