Aufbau eines effektiven Mechanismus zur Überarbeitung und Umsetzung der jordanischen NDC

Stand: December 2020

Jordanien hat das Pariser Klimaschutzabkommen ratifiziert und will mit seinem NDC mit internationaler Unterstützung bis 2030 mindestens 14 Prozent der Emissionen gegenüber dem Business-as-usual-Szenario einsparen. Zur NDC-Umsetzung unterstützt das Vorhaben das jordanische Umweltministerium und weitere Partnerinnen und Partner, um technisches Know-how und Kompetenzen zu verbessern und Steuerungsstrukturen zu stärken. Zur Nachverfolgung der NDC-Fortschritte fördert das Vorhaben die Vorbereitung eines nationalen Transparenzsystems. Dazu schafft es mit der Stärkung bestehender Informationsgrundlagen und einem verbesserten Datenmanagement wichtige Voraussetzungen. Des Weiteren unterstützt das Projekt das Mainstreaming der NDC in nationale Politikprozesse und Sektorpolitiken, insbesondere auf subnationaler Ebene. Es hilft lokalen Gemeinden bei der Planung und Umsetzung lokaler Klimaschutzpläne, speist gewonnene Erfahrungen in Themenforen ein und fördert den Austausch.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Im Oktober 2020 fand ein von der Royal Scientific Society (RSS) entwickeltes bedarfsorientiertes Training zur Nutzung von Software des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zur Inventarisierung von Treibhausgasen sowie NDC-Tracking statt.
  • Der Aufbau eines Universitätsnetzwerks für Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen im Klimabereich wird 2020 beginnen.
  • Von der European Capacity Building Initiative (ECBI) veröffentlichte „NDC Pocket Guides“ werden vom Vorhaben ins Arabische übersetzt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
  • Ein Workshop für kommunale Klimaberater und -beraterinnen konnte im September 2020 durchgeführt werden. Vermittelt wurde die Erarbeitung eines LCAP mit Maßnahmen zu Minderung, Anpassung und Gender Mainstreaming sowie die Kalkulation der Treibhausgasemissionen gemäß IPCC-Richtlinien.
  • Auf der internationalen Online-Konferenz „Accelerating Building Efficiency in Sahab City“ präsentierte das Vorhaben im Juni 2020 seinen Ansatz für lokale Klimaschutzpläne (LCAP).
  • 2019 hat ein technisches Training zur Inventarisierung von THG-Emissionen im Abfallsektor stattgefunden.
  • Ein internationales Netzwerk von Klima-Kommunen zum Erfahrungsaustausch mit jordanischen Gemeinden ist initiiert.
  • Das Projekt hat ein nationales Planungsforum zu kommunalem Klimaschutz (Jordanian Local Climate Change Planning Forum (JLCCPF)) in Kooperation mit dem jordanischen Umweltministerium (MoEnv) ins Leben gerufen.
  • Im Oktober 2019 fand ein zweitägiger Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern des JLCCPF, lokaler NGOs, internationalen Geberorganisationen, Ministerien (nationale und regionale), privaten und öffentlichen Sektors sowie Gemeinden statt.
  • Im Oktober 2019 wurde der vom Projekt geleitete NDC-Überarbeitungsprozess vorgestellt.
  • Eine Handreichung für Kommunalvertreterinnen und -vertreter sowie Klimaexpertinnen und -experten zur Erarbeitung eines LCAP liegt vor. Die Erfahrungen aus den Pilotgemeinden wurden in dieses Handbuch eingearbeitet. Es vermittelt in praktischen Schritten die Entwicklung einer kommunalen Klimaschutzstrategie und entsprechender Maßnahmenpläne sowie möglicher Finanzierungsquellen.
  • Seit 2019 unterstützt das Projekt die jordanische Delegation für die UNFCCC-Verhandlungen und NGOs durch Trainings zu aktuellen Schlüsselthemen.
  • Das Pilotprojekt „Öko-Park“ in der Gemeinde Al-Oyoun wird weiterhin beraten und mit Unterstützung der JLCCPF-Mitglieder vorbereitet. Die Wiederherstellung der Grünanlagen erfolgt in enger Kooperation mit den BMZ-finanzierten „Cash for Work“ Vorhaben „Verbesserung grüner Infrastruktur in Jordanien durch beschäftigungsintensive Maßnahmen“.
  • Das Projekt unterstützte in einem partizipativen Prozess drei jordanische Gemeinden bei der Entwicklung eines LCAP. Daraus wurde eine Pilotmaßnahme entwickelt. Die definierten Maßnahmen der Gemeinden würden bei Umsetzung eine Minderung von Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber einem BAU Scenario in Al Oyoun 16%, Busira 13,5%, und Deir Alla 18% bewirken.

Projektdaten

Länder:
Jordanien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Politische Partner:
  • Ministry of Environment - Jordan

Durchführungspartner:
  • Royal Scientific Society (RSS) - Jordan

BMU-Förderung:
2.000.000,00 €

Laufzeit:
07/2018  bis  12/2020




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