Aufbau eines effektiven Mechanismus zur Überarbeitung und Umsetzung der jordanischen NDC

Stand: May 2020

Ziel und Maßnahmen

Das Vorhaben hat zum Ziel, Jordaniens Kapazitäten für Umsetzung, Fortentwicklung und Nachverfolgung seiner NDC zu stärken. Die technischen Kapazitäten des Umweltministeriums (MoEnv) und Partner werden verbessert und institutionelle Steuerungsstrukturen gestärkt. Zur Nachverfolgung der NDC Fortschritte fördert das Vorhaben die Vorbereitung eines nationalen Transparenzsystems. Dabei werden mit der Stärkung bestehender Informationsgrundlagen und einem verbesserten Datenmanagement wichtige Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der NDC und für die Vorbereitung eines langfristigen nationalen Minderungsziels geschaffen. Des Weiteren unterstützt das Projekt das Mainstreaming der NDC in nationale Politikprozesse und Sektor-Politiken, insbesondere auf subnationaler Ebene: Lokale Akteure werden integriert, gewonnene Projekterfahrungen werden in Themenforen eingespeist und Austausch gefördert.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Ein technisches Training zur Inventarisierung von THG-Emissionen im Abfallsektor hat stattgefunden.
  • Ein internationales Netzwerk von Klima-Kommunen aus Marokko, Libanon und Deutschland zum Erfahrungsaustausch mit jordanischen Gemeinden ist initiiert.
  • Als deutsche Partnergemeinde wurde die mehrfach für ihren Klimaschutz ausgezeichnete Gemeinde Saerbeck ausgewählt.
  • Das Projekt hat ein nationales Planungsforum zu kommunalem Klimaschutz (Jordanian Local Climate Change Planning Forum (JLCCPF)) in Kooperation mit dem jordanischen Umweltministerium (MoEnv) ins Leben gerufen.
  • Im Oktober 2019 fand ein zweitägiger Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern des JLCCPF, lokaler NGOs, internationalen Geberorganisationen, Ministerien (nationale und regionale), privaten und öffentlichen Sektors sowie Gemeinden statt (insgesamt 79 Teilnehmende).
  • Im Oktober 2019 wurde der vom IKI-Projekt geleitete NDC-Überarbeitungsprozess vorgestellt.
  • Eine Handreichung für Kommunalvertreterinnen und -vertreter sowie und Klimaexpertinnen und -experten zur Erarbeitung eines LKAP liegt als Entwurf vor. Die Erfahrungen aus den Pilotgemeinden wurden in dieses Handbuch eingearbeitet. Es vermittelt in praktischen Schritten die Entwicklung einer kommunalen Klimaschutzstrategie und entsprechender Maßnahmenpläne sowie möglicher Finanzierungsquellen.
  • Seit November 2019unterstützt das Projekt die jordanische Delegation für die UNFCCC-Verhanldungen und NGOs durch Trainings zu aktuellen Schlüsselthemen.
  • Das Pilotprojekt „Öko-Park“ in der Gemeinde Al-Oyoun wird vom GIZ-Team beraten und mit Unterstützung der JLCCPF-Mitglieder vorbereitet.
  • Das Projekt unterstützte in einem partizipativen Prozess drei jordanische Gemeinden bei der Entwicklung eines lokalen Klimaaktionsplans. Daraus wurde eine Pilotmaßnahme entwickelt. Dazu gehören u. a. die Erstellung von Emissionsinventaren auf dem Gebiet der Gemeinde (soweit Daten verfügbar), Identifikation von Minderungspotentialen und Anpassungsbedarfen und eine Priorisierung von Maßnahmen. Darüber hinaus wurden Empfehlungen für institutionelle Anpassungen und Maßnahmen zur Kapazitätsentwicklung in den Gemeinden zur Umsetzung dieser Pläne entwickelt. Außerdem wurden Programme und Instrumente zur Sensibilisierung der Bevölkerung entwickelt.
  • Das Projekt begann seine Zusammenarbeit mit der Royal Scientific Society (RSS). Ein nationaler Auftakt-Workshop fand im Februar 2020 statt.

Projektdaten

Länder:
Jordanien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment - Jordan
  • Royal Scientific Society (RSS) - Jordan

BMU-Förderung:
2.000.000,00 €

Laufzeit:
07/2018  bis  12/2020


Internetauftritt(e):



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