Biodiversitäts- und Klimaschutz in der Mata Atlântica (TZ Modul) - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Biodiversitäts- und Klimaschutz in der Mata Atlântica (TZ Modul)

Stand: July 2020

Ziel und Maßnahmen

Das Projekt trägt zum Erhalt der Biodiversität, zur Minderung von Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an den Klimawandel in der Mata Atlântica bei. Dazu werden ausgewählte, teils fragmentierte Schutzgebiete gesichert und verbunden. Die Gebiete liegen im Hinterland von Rio de Janeiro, im Süden des Bundesstaates Bahia und in der Küstenregion zwischen den Bundesstaaten São Paulo und Paraná. Das Projekt arbeitet mit lokalen Gemeinden an der Registrierung von kleinen Grundbesitzern im ländlichen Umweltkataster. Zudem berät es Landesumweltbehörden beim Aufbau von Referenzzentren zur Wiederherstellung von degradierten Flächen. Entwicklungsszenarien werden entwickelt, die den Klimawandel, seine Folgen und Vulnerabilitätsanalysen einbeziehen. So können Möglichkeiten der nachhaltigen Nutzung von Ökosystemen identifiziert werden, die zur Treibhausgasminderung und zur Anpassung an den Klimawandel beitragen. Diese Erkenntnisse können dann in die Entwicklungsplanung des Landes einfließen.
Verbundprojekt
Biodiversitäts- und Klimaschutz in der Mata Atlântica
Vorgängerprojekt(e)
Waldschutz Mata Atlântica II Schutz der atlantischen Küstenwälder

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • In den drei Projektregionen wurden in partizipativen Prozessen Klimarisiken identifiziert und Chancen durch ökosystembasierte Anpassungsstrategien auf mehr als 2,5 Millionen Hektar herausgearbeitet sowie auf einer Fläche von mehr als 210.000 Hektar ökosystembasierte Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen konzipiert (www.mma.gov.br/…).
  • Eine Strategie zur Förderung von Kapazitäten im Bereich der ökosystembasierten Anpassung (Ecosystem-based Adapation, EbA) wurde entwickelt, wozu Training of Trainers (ToT) und die Institutionalisierung des EbA-Ansatzes in mehreren Aus- und Fortbildungsinstitutionen in Brasilien gehören (www.mma.gov.br/…). Zumindest 25% der neuen Trainer nutzen ihre Kenntnisse über EbA im Kontext von Ausbildungsmaßnahmen oder in Beratungen, sowohl zu Aktivitäten der TZ als auch der FZ-Komponente des Vorhabens.
  • Der Ansatz der ökosystembasierten Anpassung wurde in nationale und regionale Politiken, z.B. NAP (www.mma.gov.br/…) und Raumordnungsinstrumente integriert. Es wurden Klimarisiken für das Biom Mata Atlântica modelliert.
  • Folgende Regelwerke des brasilianischen Umweltministeriums MMA berücksichtigen EbA: Nationaler Plan zur Anpassung an den Klimawandel, Nationaler Plan zur Wiederherstellung natürlicher Vegetation, Neues Waldgesetz, Nationale Biodiversitätspolitik, Aktionsplan für Biodiversität. Im Bundesstaat Paraná wurde ein innovatives System für die Bezahlung von Umweltdienstleistungen privater Schutzgebiete eingeführt.
  • EbA wird in Managementpläne für Schutzgebiete sowie in Gemeindeschutzpläne der Mata Atlântica integriert. Eine Strategie zur Entwicklung individueller Kapazitäten für die Integration von EbA in Raumordnungsinstrumente (learning by doing) wird unter Beachtung der von Friends of EbA – FEBA vorgeschlagenen Methodik für Qualifizierung und Monitoring von EbA-Maßnahmen. umgesetzt.
  • Lernerfahrungen und Ergebnisse des Vorhabens wurden aufgearbeitet und dokumentiert und stehen zusammen mit didaktischem Material über EbA auf der Homepage des MMA zur Verfügung (www.mma.gov.br/…ântica_emdesenvolvimento/projeto-biodiversidade-e-mudanças-climáticas-na-mata-atlântica) und werden fortlaufend in nationale und internationale Wissensnetzwerke eingebracht, z.B.: - Beiträge für die Wissensplattform PANORAMA-Solutions (GIZ und IUCN) zur Integration von Vulnerabilität und EbA in Gemeindeplanung (panorama.solutions/…) und in Managementpläne von Schutzgebieten (panorama.solutions/…).
  • Vom Vorhaben entwickelte Empfehlungen und Schulungsmaterialien zu EbA und zu Gemeindeschutzplänen der Mata Atlântica werden für die Stärkung von Kapazitäten auf lokaler Ebene genutzt.

Projektdaten

Länder:
Brasilien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment - Brazil
  • Chico Mendes Institute for Biodiversity Conservation - Brazil,The Atlantic Forest Restoration Pact

BMU-Förderung:
3.035.000,00 €

Laufzeit:
04/2013  bis  12/2020


Internetauftritt(e):



Meldungen zum Projekt

11.10.2017Auszeichnung für IKI Projekt in Brasilien
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