Biodiversitätsfinanzierungsinitiative (BIOFIN II)

Stand: Oktober 2021

Die Finanzierung des Biodiversitätsschutzes ist ein zentrales Thema bei der Umsetzung der Konvention zur Erhaltung der Biodiversität (CBD). Die meisten Staaten verfügen über keine verlässlichen Informationen über die tatsächlichen Kosten für die Umsetzung ihrer Biodiversitätsstrategien. Die BIOFIN-Initiative, die mittlerweile in über 37 Ländern aktiv ist, ist eine globale Partnerschaft, die seine Partnerländer dabei unterstützt, diese Wissenslücken mit der BIOFIN-Methodik zu schließen. In einem zweiten Schritt werden dann Finanzierungslösungen entwickelt und umgesetzt. Die BIOFIN Phase II, die über das IKI-Corona-Response Paket finanziert wird, konzentriert sich auf vier Lösungsansätze: Unterstützung der Länder bei der Bewältigung der Auswirkungen von COVID-19, Ergebnisbasierte und effektive Budgetierung, Abbau biodiversitätsschädlicher Ausgaben/Subventionen sowie die Integration von Biodiversität in den Finanzsektor.
Vorgängerprojekt(e)
BIOFIN - Biodiversitätsfinanzierungsinitiative

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • COP 12: Beschluss zur Mobilisierung von Ressourcen (UNEP/CBD/COP/DEC/XII/3), seitdem fördern die Mitgliedstaaten die Ausweitung und Anwendung von BIOFIN.
  • Die BIOFIN-Methodologie wird inzwischen in 37 Ländern umgesetzt.
  • BIOFIN-Länder haben die drei BIOFIN- Assessments fertiggestellt (Phase I) und begonnen eine konkrete Finanzierungsplanung für nationale Biodiversitätspläne zu entwickeln und Instrumente umzusetzen.
  • Der BIOFIN-Katalog der Finanzierungslösungen umfasst über 150 Finanzierungslösungen.
  • BIOFIN hat eine sehr umfassende Online-Plattform zum Austausch und Lernen entwickelt.
  • Der erste BIOFIN MOOC fand im April 2019 mit über 3300 Teilnehmenden statt und ist nun auf der Webseite zugänglich.
  • Neue Publikation Anfang 2020 veröffentlicht: 'Moving Mountains: Unlocking Private Capital for Biodiversity and Ecosystems'.
  • Die Philippinen verabschiedeten einen Haushaltsentwurf mit 43,6 Mio. US-Dollar für Schutzgebiete.
  • Indonesien investiert über einen Islamic Bond 2,8 Millionen US-Dollar für ein Vogelschutzzentrum.
  • In Mexiko wurden zwei Umweltfonds umgestaltet, wobei ein Klimafonds nun stärker auf Ökosysteme ausgerichtet ist und um 4,8 Mio. US$ aufgestockt wurde. Ein grüner Fonds für Mexiko-Stadt generierte eine Einsparung von 3 Mio. US$ pro Jahr.
  • Das Kabinett von Botswana genehmigte die Überarbeitung des Gebührensystems für Schutzgebiete mit dem Potenzial, zusätzliche Einnahmen von über einer Million US-Dollar pro Jahr zu erzielen.-- Sambia verabschiedete sein erstes Rahmenwerk für grüne Anleihen.
  • Sri Lanka führte eine nachhaltige Finanzstrategie für einen grünen Finanzsektor ein.
  • Georgien hat einen neuen Haushalt genehmigt, mit einer Erhöhung der Investitionen in die biologische Vielfalt um über 200.000 Dollar.
  • Das Kabinett der Seychellen verabschiedete im April 2019 viele neue Finanzierungslösungen für die biologische Vielfalt, darunter eine neue Finanzierungseinheit für die biologische Vielfalt, Biosicherheitsgebühren und tourismusbezogene Gebühren.
  • Am 20. Januar 2021 unterzeichnete der kasachische Präsident ein neues Umweltgesetzbuch, das Rechtsvorschriften für Ausgleichsmaßnahmen für die biologische Vielfalt enthält.
  • BIOFIN hat an der neuen Version des "Little Book of Investing in Nature: a simple guide to financing life on Earth" mitgewirkt.
  • Das Projekt hat drei Folgen der Podcast-Serie Finance for Nature ausgestrahlt, in denen es um grüne Anleihen in Sambia, grüne Finanzierungen in Mexiko und Crowdfunding zur Rettung von Tamaraws auf den Philippinen geht.
  • Die Crowdfunding-Kampagne "Keep Conservation Heroes in their Job", die Anfang 2020 in vier Ländern (Philippinen, Thailand, Ecuador und Costa Rica) gestartet wurde, hat insgesamt über 929.000 US-Dollar an Spenden erreicht. In Costa Rica wird die Kampagne vom Präsidenten und Vizepräsidenten sowie vom Kabinett unterstützt.

Projektdaten

Länder:
Argentinien, Belize, Bhutan, Botsuana, Brasilien, Chile, China, Costa Rica, Ecuador, Fidschi, Georgien, Guatemala, Indien, Indonesien, Kambodscha, Kasachstan, Kirgisistan, Kolumbien, Kuba, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Mexiko, Mongolei, Mosambik, Nepal, Peru, Philippinen, Ruanda, Sambia, Seychellen, Sri Lanka, Südafrika, Tansania, Thailand, Uganda, Vietnam

Durchführungs­organisation:
United Nations Development Programme (UNDP)

Politische Partner:
  • Diverse biodiversity relevant institutions in the respective partner countries/Diverse biodiversitätsrelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern

BMU-Förderung:
40.000.000,00 €

Laufzeit:
01/2018  bis  12/2025




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