Biodiversitätsschutz und Inwertsetzung von Ökosystemdienstleistungen in grenzüberschreitend relevanten Feuchtgebieten des Nilbeckens - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Biodiversitätsschutz und Inwertsetzung von Ökosystemdienstleistungen in grenzüberschreitend relevanten Feuchtgebieten des Nilbeckens

Stand: June 2020

Ziel und Maßnahmen

Der Nil durchströmt mehrere große Feuchtgebietslandschaften. Viele dieser Gebiete sind Biodiversitäts-Hotspots von globaler Bedeutung. Das Projekt unterstützt die Nile Basin Initiative (NBI) und ihre Mitgliedstaaten beim Biodiversitätsschutz und der Nutzung der Ökosystemdienstleistungen in grenzüberschreitenden Feuchtgebieten im Nilbecken. Regionale Maßnahmen für den Aufbau von Wissen und Ressourcen kombiniert das Vorhaben dabei mit Umsetzungsmaßnahmen in ausgewählten Feuchtgebieten. Dazu zählen unter anderem, Managementpläne und Modellprojekte. Neben dem Schutz der biologischen Vielfalt trägt die Projektarbeit auch zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung bei. Gleichzeitig sichert es die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung. Die Projekterfahrungen bringt das Vorhaben in den internationalen Biodiversitätsdialog ein. Sie sollen zudem als Vorbild für andere Länder in der Region dienen.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Regionale Zusammenarbeit: Ein Panel von Experten aus allen zehn NBI-Mitgliedländern finalisiert derzeit einen TEEB Bericht (The Economics of Ecosystems and Biodiversity) für Feuchtgebiete in der Nilregion. Nach der Auswertung von Studien zur Ökonomie des Feuchtgebietsschutzes sind hierfür Fallstudien in vier Feuchtgebietslandschaften erfolgt.
  • Die NBI hat im Rahmen der Regional-Environmental-Flow-Expert-Working-Group erstmalig eine Analyse der erforderlichen ökologischen Mindestabflüsse entlang der Hauptgewässer des Nils durchgeführt. Dies ist besonders relevant für den Beckenplanungsprozess und ein beachtlicher Schritt angesichts des politischen Vorbehaltes vieler Nil-Anrainer wegen der vermeintlichen Auswirkungen auf die Verhandlung von Wasserrechten. So werden erste gemeinsame Erfahrungen mit diesem Instrument gesammelt.
  • Auf Grundlage der Beprobung von Torfkörpern verschiedener Landschaften hat die NBI eine Studie zum Treibhausgasspeicherpotential der Feuchtgebiete im Nilbecken durchgeführt; darauf basierend werden nun politische Handlungsempfehlungen entwickelt.
  • Die Regional Wetlands Working Group hat ein Inventar der regional signifikanten Feuchtgebiete und deren Status erhoben.

Projektdaten

Länder:
Burundi, Demokratische Republik Kongo, Kenia, Ruanda, Sudan, Süd Sudan, Tansania, Uganda, Ägypten, Äthiopien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Nile Basin Initiative (NBI)
  • Nile Basin Initiative (NBI)

Laufzeit:
10/2015  bis  03/2021


Internetauftritt(e):

Video



Meldungen zum Projekt

24.08.2015Schutz von Feuchtgebieten im Nilbecken
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