Central Asian Desert Initiative (CADI) - Schutz und angepasste Nutzung winterkalter Wüsten in Zentralasien

Stand: September 2021

Die winterkalten Wüsten Zentralasiens sind wichtige Zug- und Wandergebiete für Vögel und die letzten wildlebenden Huftierherden des Nordens, darunter die Saiga-Antilopen. Für die lokale Bevölkerung sind die Weidegründe in den Gebieten eine wichtige Lebensgrundlage. Die einzigartigen Naturräume binden zudem große Mengen Kohlenstoff aus der Atmosphäre und verlangsamen den fortschreitenden Prozess der Wüstenbildung. Das Projekt hilft den Partnerinstitutionen bei einer nachhaltigen Landnutzungsplanung, die die Bevölkerung einbindet. Zudem unterstützt das Vorhaben die Einrichtung von Schutzgebieten und Weltnaturerbestätten. Das Vorhaben vernetzt Schlüsselakteure und unterstützt die Partnerländer, ihre internationalen Verpflichtungen aus der CBD und UNFCCC umzusetzen. Das geschieht durch Politikberatung, Wissenschaftskooperationen, Ausbildungsmaßnahmen und Initiierung der regionalen Wüsteninitiative CADI - Central Asian Desert Initiative. /

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Veröffentlichung des Expeditionsberichts über die Ustjurt-Expeditionen in Kasachstan von 2017-2019. (cadi.uni-greifswald.de/…)
  • CADI-Fellowship-Programm: Förderung von insgesamt sechs Stipendiatinnen und Stipendiaten aus dem Iran, Kasachstan, der Mongolei und Usbekistan (fünf Publikationen bislang).
  • Ausarbeitung und Umsetzung einer CADI-Kommunikationsstrategie durch die MSS und Online-Stellung der dreisprachigen CADI-Projekthomepage.
  • Neues Infoplakat zur Biodiversität in der Aralregion. (cadi.uni-greifswald.de/…)
  • Erstellung eines Projekt-Flyers, halbjährlicher Versand eines CADI-Newsletters sowie Erstellung eines CADI-Instagram- (www.instagramm.com/…) und Facebook-Accounts (www.facebook.com/…).
  • Entwicklung eines exemplarischen Biodiversitätsmonitoringkonzepts für das Biom „winterkalte Wüsten“ in Kasachstan.
  • Biodiversitätsexpeditionen zum südlichen Ustjurt-Plateau in Kasachstan und Usbekistan.
  • Durchführung von IPBES-Workshops in Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan.
  • Publikation von Ergebnissen der CADI-Biodiversitätsexpeditionen zum Ustjurt-Plateau in Uzbekistan: The Caracal Caracal caracal Schreber, 1776 (Mammalia: Carnivora: Felidae) in Uzbekistan, Autorin Mariya Gritsina. (threatenedtaxa.org/…).
  • Medien: Online-Clips über die Wüsten Zentralasiens des YouTube-Kanals „Vse Kak U Zverei“ wie zum Beispiel „Die acht furchtbarsten Tiere der Wüste“ (www.youtube.com/…;feature=emb_title), „Lifehacks, die einem das Leben retten“ (www.youtube.com/…;feature=emb_title) und „Warum finden wir einige Tiere so süß?“ (www.youtube.com/…;feature=emb_title).
  • Online-Stellung digitaler Herbarien der Floren Kasachstans (flora-kaz.botanik.uni-greifswald.de) und Turkmenistans (flora-tm.botanik.uni-greifswald.de).
  • Durchführung von Capacity Building-Workshops in Usbekistan zur Verbesserung der Ernährungssicherheit von Kleinbauern in winterkalten Wüsten. (www.fao.org/…)

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
China, Iran, Kasachstan, Mongolei, Turkmenistan, Usbekistan

Durchführungs­organisation:
Universität Greifswald / University of Greifswald

Politische Partner:
  • Ministry of Agriculture - Kazakhstan
  • Ministry of Agriculture and Environmental Protection - Turkmenistan
  • State Committee on Forestry of the Republic of Uzbekistan / Staatliches Komitee für Forstwesen der Republik Usbekistan - Usbekistan

Durchführungspartner:
  • Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) - Uzbekistan
  • Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) Subregional Office for Central Asia - Türkei
  • Michael-Succow-Foundation / Michael Succow Stiftung

BMU-Förderung:
3.811.831,00 €

Laufzeit:
07/2016  bis  06/2022


Internetauftritt(e):



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