Central Asian Desert Initiative (CADI) - Schutz und angepasste Nutzung winterkalter Wüsten in Zentralasien

Stand: July 2020

Ziel und Maßnahmen

Die winterkalten Wüsten Zentralasiens sind wichtige Zug- und Wandergebiete für Vögel und die letzten wildlebenden Huftierherden des Nordens, darunter die Saiga-Antilopen. Für die lokale Bevölkerung sind die Weidegründe in den Gebieten eine wichtige Lebensgrundlage. Die einzigartigen Naturräume binden zudem große Mengen Kohlenstoff aus der Atmosphäre und verlangsamen den fortschreitenden Prozess der Wüstenbildung. Das Projekt hilft den Partnerinstitutionen bei einer nachhaltigen Landnutzungsplanung, die die Bevölkerung einbindet. Zudem unterstützt das Vorhaben die Einrichtung von Schutzgebieten und Weltnaturerbestätten. Das Vorhaben vernetzt Schlüsselakteure und unterstützt die Partnerländer, ihre internationalen Verpflichtungen aus der CBD und UNFCCC umzusetzen. Das geschieht durch Politikberatung, Wissenschaftskooperationen, Ausbildungsmaßnahmen und Initiierung der regionalen Wüsteninitiative CADI - Central Asian Desert Initiative. /

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Veröffentlichung des Expeditionsberichts über die Ustjurt-Expeditionen in Kasachstan von 2017-2019. (cadi.uni-greifswald.de/…)
  • CADI-Fellowship-Programm: Förderung von insgesamt sechs Stipendiatinnen und Stipendiaten aus dem Iran, Kasachstan, der Mongolei und Usbekistan, Ausarbeitung und Umsetzung einer CADI Kommunikationsstrategie durch die MSS, Online-Stellung der dreisprachigen CADI Projekthomepage
  • Erstellung eines Projekt-Flyers, halbjährlicher Versand eines CADI-Newsletters sowie Erstellung eines CADI-Instagram- (www.instagramm.com/…) und Facebook-Accounts (www.facebook.com/…).
  • Entwicklung eines exemplarischen Biodiversitätsmonitoringkonzepts für das Biom „winterkalte Wüsten“ in Kasachstan.
  • Biodiversitätsexpeditionen zum südlichen Ustjurt-Plateau in Kasachstan und Usbekistan.
  • Durchführung von IPBES-Workshops in Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan.
  • Publikation von Ergebnissen der CADI-Biodiversitätsexpeditionen zum Ustjurt-Plateau in Uzbekistan: The Caracal Caracal caracal Schreber, 1776 (Mammalia: Carnivora: Felidae) in Uzbekistan, Autorin Mariya Gritsina. (threatenedtaxa.org/…).
  • Medien: Online-Clips über die Wüsten Zentralasiens des YouTube Kanals „Vse Kak U Zverei“:
  • Artikel im Journal „Golden Age“ zum UNESCO Welterbenominierungsprozess im Rahmen von CADI in Turkmenistan. (turkmenistan.gov.tm/…)

Projektdaten

Länder:
China, Iran, Kasachstan, Mongolei, Turkmenistan, Usbekistan

Durchführungs­organisation:
Universität Greifswald / University of Greifswald

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Agriculture - Kazakhstan
  • State Committee of Turkmenistan for Environmental Protection and Land Resources / Staatliches Komitee von Turkmenistan für Umweltschutz und Landressourcen
  • State Committee on Forestry of the Republic of Uzbekistan / Staatliches Komitee für Forstwesen der Republik Usbekistan
  • Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) Subregional Office for Central Asia (Turkey)
  • Michael Succow Foundation / Michael Succow Stiftung

BMU-Förderung:
3.778.468,00 €

Laufzeit:
07/2016  bis  12/2021


Internetauftritt(e):



  • Twitter
  • Facebook
  • Google+