Chinesisch-deutsche Kooperation zum Klimawandel - NDC Umsetzung

Stand: Juni 2021

China steht als weltweit größter Emittent von Treibhausgasen vor vielen Herausforderungen bei der Erreichung seiner national festgelegten Klimaschutzbeiträge (NDC) bis 2030. Das Projekt trägt im Rahmen der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit dazu bei, ambitionierte klimapolitischer Maßnahmen innerhalb des 14. Fünfjahresplans umzusetzen. Konkret unterstützt das Projekt die nationale Regierung sowie die Verwaltungen in ausgewählten Provinzen, indem es Wissen und Ressourcen aufbaut und Kompetenzen stärkt. Wichtige Schwerpunkte des Projekts sind zum einen die nationale Koordinierung der Klimapolitik und Klimagesetzgebung. Zum anderen fördert das Projekt in Provinzen und Städten Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasemissionen, zur Anpassung an den Klimawandel und zur Erschließung von Möglichkeiten der Klimafinanzierung. Die Kooperation umfasst auch die Minderung von Emissionen in Sektoren der Industrie. Der politische Dialog mit Deutschland ist ein wichtiger Baustein des Projekts.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Am 29.01.2021 fand virtuell das Auftaktevent des Projekts im Rahmen der Chinesisch-Deutschen Kooperation zu Klimawandel statt. Besonders herausgehoben wurden die Klimaziele für 2030 und 2060 der chinesischen Regierung sowie die Beschlüsse der EU-Staats- und Regierungschefs zur Emissionsminderung. Am gleichen Tag bestätigte der Lenkungsausschuss des Projekts die Zusammenarbeit mit den Partnerprovinzen Shandong und Innere Mongolei. Trotz ihrer strukturellen Unterschiede zeichnen sich beide durch hohes Potenzial für Emissionssenkungen aus. Auch ein Schwerpunkt auf Emissionsminderung im Zementsektor wurde bestätigt. 2020 hatte die GIZ bereits zwei Studien zum Zementsektor in Auftrag gegeben. Im nächsten Schritt wird die Kooperation mit der chinesischen Cement Association sowie dem Energy Research Institut begonnen.
  • Das Projekt nahm am 13.11.2020 an einem virtuellen Treffen der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) zu den Klimazielen und -maßnahmen deutscher Industrieunternehmen teil. Ziel war es, den Branchendialog und den Austausch von Praktiken zum Klimaschutz in China zu unterstützen, da der Industriesektor angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie vor besonders großen Herausforderungen steht. Gleichzeitig ist er einer der wichtigsten Akteure bei der Erreichung der Klimaziele. An dem Treffen nahmen 23 Vertretende deutscher Unternehmen aus China teil, darunter BASF, Siemens Energy, Otto Fuchs Technology, Wacker Chemicals sowie ThyssenKrupp.
  • Um eine Basis für die Arbeit des Projekts zu schaffen, haben die Konsortialpartner Climate Analytics, NewClimate Institute und Ricardo Energy & Environment fünf Studien zu Dekarbonisierung und Anpassung in der EU, Deutschland und China, sowie eine Sammlung von Fact Sheets in Kooperation mit der GIZ veröffentlicht.

Projektdaten

Länder:
China

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH - China

Politische Partner:
  • Ministry of Ecology and Environment - China

Durchführungspartner:
  • Climate Analytics Australia Ltd.
  • Climate Analytics gGmbH
  • Climate Investment and Finance Association (CIFA) - China
  • National Center for Climate Change Strategy and International Cooperation (NCSC) - China
  • NewClimate - Institute for Climate Policy and Global Sustainability gGmbH

BMU-Förderung:
10.000.000,00 €

Laufzeit:
09/2020  bis  09/2025




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