Deutsch-Chinesische Klimapartnerschaft - Phase III

Stand: December 2020

China hat sich mit seinem nationalen Klimaschutzbeitrag (NDC) verpflichtet, bis 2030 den Scheitelpunkt der CO2-Emissionen sowie eine Transformation zu einer klimaverträglichen Volkwirtschaft zu erreichen. Das Projekt trägt zum Erreichen der NDCs Chinas bei, indem es die Partner beim Aufbau eines ganzheitlichen Klimaschutzsystems unterstützt. Es fördert den Wandel zu einem nachhaltigen Energiesystem, das auf Energieeffizienz und erneuerbaren Energien basiert, sowie den Übergang zu einer „Low Carbon Economy“. Das Projekt unterstützt den bilateralen Politikdialog zwischen dem BMU und dem chinesischen Umweltministerium (MEE ) und fördert durch zielgerichtete Beratung den gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Aktivitäten auf lokaler Ebene stärken Kapazitäten bei der effektiven Umsetzung von integrierten Klimaschutzansätzen. Aus dem Dialog abgeleitete Kooperationsthemen (beispielsweise Süd-Süd-Kooperation) werden unter anderem zur IKI-Portfolioentwicklung aufbereitet.
Vorgängerprojekt(e)
Deutsch-chinesische Klimapartnerschaft Deutsch-chinesische Klimapartnerschaft und Zusammenarbeit zu erneuerbaren Energien

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die 10. Umwelt- und Klima-Arbeitsgruppe zwischen dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und dem Chinesischen Ministry of Ecology and Environment (MEE) fand, mit Unterstützung des Vorhabens, erfolgreich im Mai 2020 virtuell statt.
  • Das Projekt führte 2019 und 2020 sechs Kapazitätsaufbaumaßnahmen durch, die den Teilnehmenden Werkzeuge vermittelten, um auf lokaler Ebene Klimaschutz umzusetzen. Zielgruppe waren Energieabteilungen von Stadtregierungen sowie lokale Beratungs- oder Forschungseinheiten. 2019 war das Thema klimafreundliche Wärmeversorgung. Im Sommer 2019 fanden zwei Maßnahmen in den Städten Changzhi (Provinz Shanxi) und Zhengzhou (Provinz Henan) statt, im Winter 2019 eine Studienreise nach Deutschland und Österreich. Aufgrund der COVID-19-Pandemie fanden die Maßnahmen 2020 als Online-Seminare statt. Themen waren „Grüne wirtschaftliche Erholung im Energiesektor“, „Systemintegration erneuerbarer Energien“ und „Energieleitplanung“. Insgesamt nahmen 194 Personen an allen Fortbildungen teil.
  • Das Projekt erstellte 2019 einen Aktionsplan für klimafreundliche Wärmeerzeugung für die Stadt Xintai (Provinz Shandong). Die Stadt setzte viele der Maßnahmen bereits im Jahr 2020 um, z. B. energetische Sanierung und Bioenergie im Fernwärmenetz.
  • Das Projekt veröffentlichte Fachpublikationen, unter anderem zum deutschen Energiestatistiksystem, der deutschen Kommunalrichtlinie (siehe Link 1), zur Methodik der Erstellung städtischer Energie- und Klimakonzepte (siehe Link 2) und über Strukturwandel und Energiewende in deutschen Energieregionen.
  • Das Projekt unterstützte verschiedene Fachkonferenzen, beispielsweise mit Beiträgen zu deutschen Erfahrungen in der NDC-Umsetzung, Klimagesetzgebung, Klimafinanzierung, integrierten Energieplanung oder im Strukturwandel und der Energiewende in Industriegebieten. Der Austausch deutscher und chinesischer Experten im Januar 2018 zu Methodik und Ausgestaltung der Projektmaßnahmen zur Förderung der kommunalen Energiewende, führte zu einer ersten zielgerichteten Lokalisierung deutscher Erfahrungen, zum besseren Verständnis verschiedener Perspektiven und zu einem Überblick über potenzielle Synergien mit anderen Akteuren.
  • Das Projekt organisierte am 19. Dezember 2018 in Peking einen Workshop über die Erstellung von langfristigen Strategien für Klimaschutz in China. Experten von Climate Analytics, NCSC, Energy Research Center, State Information Center und Renmin University nahmen daran teil.
  • Zur Vorbereitung einer Reihe von Trainings zum Kapazitätsaufbau zur klimafreundlichen Energiewende auf kommunaler Ebene fand am 20.03.19 ein Kick-off-Workshop gemeinsam mit dem chinesischen Partner Energy Research Institute (ERI) und dem mit der Konzeption und Durchführung beauftragten Auftragnehmer RENAC (The Renewables Academy AG) statt. Die Trainings sollen den Teilnehmern aus Stadtregierungen und -behörden im Energiebereich eine Reihe flexibler Werkzeuge vermitteln, wie sie auf lokaler Ebene Klimaschutz umsetzen können. Die ersten drei Workshops konzentrieren sich auf klimafreundliche Wärmeversorgung.
  • Im Rahmen der Energiekomponente des Projekts wurden die ersten zwei Capacity-Building-Trainings für chinesische Lokalregierungen zum Thema Low-Carbon Renewable Energy Heating abgehalten. Insgesamt 131 Teilnehmer/innen von diversen Lokalregierungen der jeweiligen Provinzen haben teilgenommen. Bei beiden Trainings wurde sehr eng mit lokalen Experten und Organisationen zusammengearbeitet, um die Inhalte bestmöglich an den lokalen Bedarf anzupassen, was zum Erfolg der Veranstaltungen sehr beitrug.

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
China

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH - China

Politische Partner:
  • Ministry of Ecology and Environment - China

Durchführungspartner:
  • Ministry of Ecology and Environment - China

BMU-Förderung:
5.000.000,00 €

Laufzeit:
09/2017  bis  10/2020


Internetauftritt(e):



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