Deutsch-Chinesische Umweltpartnerschaft - Phase II - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Deutsch-Chinesische Umweltpartnerschaft - Phase II

Stand: December 2020

Vor dem Hintergrund eines verlangsamten Wirtschaftswachstums verstärkt Chinas 13. Fünf-Jahresplan das Thema Umweltschutz, indem er eine nachhaltige Entwicklung und eine "ökologische Zivilisation" fordert. Die Deutsch-Chinesische Umweltpartnerschaft unterstützt China bei der Ausgestaltung einer wirksamen Umweltpolitik. Dazu gehören gezielter Erfahrungsaustausch und Beratung, beispielsweise zur Vermeidung und Kontrolle von Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung. Das Projekt fördert marktorientierte Ansätze, nachhaltige Produktions- und Konsummuster. Zudem stärkt es institutionelle und individuelle Kapazitäten, um die Einhaltung von Schutzmaßnahmen zu verbessern. Ergänzend trägt es dazu bei, die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 umzusetzen sowie den bilateralen Dialog mit dem chinesischen Umweltministerium und dem chinesischen Umweltbeirat zu fördern.
Vorgängerprojekt(e)
Deutsch-Chinesische Umweltpartnerschaft

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Ministerium für Ökologie und Umwelt der Volksrepublik China (MEE) und das Bundesumweltministerium (BMU) haben die laufende Zusammenarbeit im Rahmen der Deutsch-Chinesisch Umweltpartnerschaft (SGEP) um das Themenfeld Erhaltung der biologischen Vielfalt erweitert. Die IKI finanziert diese strategische Aufstockung vor dem Hintergrund, dass China im Mai 2021 die 15. Vertragsstaatenkonferenz (COP) des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) in Kunming ausrichten wird. Die neu hinzugefügten Maßnahmen unterstützen den Dialog zwischen China und Deutschland über eine nachhaltige und integrative COP sowie einen ehrgeizigen globalen Rahmen für die biologische Vielfalt nach 2020, welcher auf der COP 15 verabschiedet werden soll. Subnationale Pilotprojekte für die Bilanzierung von Ökosystemdienstleistungen (Ecosystem Accounting) und die Modellierung der biologischen Vielfalt tragen zur Politikgestaltung und -umsetzung bei, um letztendlich Chinas Umwelt-Governance-System zu verbessern. Diese Maßnahmen werden gemeinsam mit dem Nanjing Institute of Environmental Sciences des MEE (NIES), der Chinese Research Academy of Environmental Sciences des MEE (CRAES), dem Foreign Environmental Cooperation Center des MEE (FECO) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) durchgeführt. Sie werden vom World Conservation Monitoring Center des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP-WCMC) unterstützt.
  • Das Projekt unterstützt ein breites Spektrum von Arbeitssträngen im Rahmen des bilateralen Dialogs zwischen MEE und BMU und deren nachgelagerten Institutionen. Derzeit konzentriert sich der Austausch auf die Themen Chemikalienmanagement, Prävention und Kontrolle von Bodenverschmutzung, Umweltzeichen sowie Management flüchtiger organischer Verbindungen (VOC).
  • China schlug im Rahmen des 6. Deutsch-Chinesischen Umweltforums (30.-31.10.2019, Peking) eine Intensivierung der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Wasser, Boden, Biodiversität und Umweltkennzeichnung vor. Das Forum wurde von Chinas Vize-Umweltminister ZHAO Yingmin und Bundesumweltministerin Svenja Schulze eröffnet und brachte 290 Vertreter und Vertreterinnen aus chinesischen und deutschen Behörden, Unternehmen, Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen. Es förderte den Austausch über aktuelle Herausforderungen der Umwelt- und Klimapolitik, technologische Lösungen und Kooperationsmöglichkeiten zur effektiven Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens, der UN-Konvention zum Schutz der Artenvielfalt und der 2030-Agenda. Das Projekt organisierte das Forum gemeinsam mit dem IKI-Globalvorhaben "Strategische Umweltdialoge“ und mit Unterstützung u. a. vom IKI-Vorhaben „Deutsch-Chinesische Klimapartnerschaft“.

Projektdaten

Länder:
China

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH - China

Politische Partner:
  • Ministry of Ecology and Environment - China

Durchführungspartner:
  • China Council for International Cooperation (CCICED) - China
  • Foreign Economic Cooperation Office (FECO) - China
  • Ministry of Ecology and Environment - China

BMU-Förderung:
6.500.000,00 €

Laufzeit:
09/2017  bis  09/2021


Internetauftritt(e):



Meldungen zum Projekt

06.11.2020IKI-Schnittstellen-Workshop China 2020
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