Die Global Peatlands Initiative: Bewertung, Erfassung und Erhaltung von Torfkohlenstoff

Stand: November 2020

Das Projekt analysiert den Zustand und die Bedeutung von Mooren für den globalen Kohlenstoffkreislauf. Es verbessert den Wissensstand, Datenzugang und erstellt einen Hotspot-Atlas und Plattform zu Moordegradierung. Die Global Peatlands Initiative baut Kapazitäten von Interessenvertretern aus, um den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Mooren zu stärken. Lücken in globalen und nationalen Strategien werden identifiziert, und Projektpartner entwickeln Strategien und Ansätze um den Verlust von Mooren effektiver anzugehen. Dabei wird auf Innovationen sowie auf Süd-Süd-Kooperation zurückgegriffen. In den Pilotländern Peru, Indonesien, der Republik Kongo und der Demokratischen Republik Kongo unterstützt das Projekt die Erreichung der national festgelegten Beiträge (NDCs) zum Pariser Klimaabkommen. Optionen zur Reduktion der Moordegradierung werden entwickelt und die Nachhaltigkeit der Moor-Bewirtschaftung durch Erhaltung, Wiederherstellung und nachhaltige Strategien verbessert.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Ein „High Level Global Peatlands Initiative“-Partnertreffen fand vom 21.-23.03.2018 in Brazzaville statt. Im Rahmen dieses Treffens unterzeichneten die Umweltminister der DR Kongo, Republik Kongo und Indonesien die "Erklärung von Brazzaville" (Brazzaville Declaration), die u.a. eine enge Zusammenarbeit beim Schutz der Moore in den drei Ländern vorsieht.
  • Die Förderung des Projekts "Global Peatlands Initiative – GPI" durch das BMU wurde auf einer hochrangigen Veranstaltung im Rahmen des Global Landscapes Forums in Bonn, mit Beteiligung der indonesischen Umweltministerin (Siti Nurbaya Bakar) offiziell angekündigt.
  • Im März 2020 fand ein Workshop zur Kartierung und zum Monitoring von Torfgebieten statt, bei dem auch die Publikation "Moorkartierung und Monitoring: Empfehlungen und technischer Überblick" vorgestellt wurde.
  • Im Mai 2020 wurden Onlineseminare über den Wirkungsbereich des Projekts und den Stand des Wissens über Kartierung, Herausforderungen und Möglichkeiten für die Verwaltung von Torfgebieten in Peru abgehalten.
  • Im Juli 2020 fand ein Onlineseminar mit Chile statt: "Schutz und nachhaltige Nutzung von Torfgebieten als naturbasierte Lösungen für den Klimawandel: internationale Erfahrungen", um eine nationale Roadmap für das Management von Torfgebieten aufzustellen und die Unterstützung der GPI-Partner und Partnerinnen zu mobilisieren.
  • Gemeinsam mit den Vizeministern Perus und Indonesiens, dem Generaldirektor der Republik Kongo und dem Leiter der Torfabteilung der Demokratischen Republik Kongo wurde eine Global Landscapes Forum-Konferenzsitzung mit dem Internationalen Zentrum für tropische Torfgebiete abgehalten, um die Akteure und Akteurinnen darüber zu informieren, warum Torfgebiete für die Ernährungssicherheit von Bedeutung sind. Wissenschaftler, Wissenschaftlerinnen und Gemeinden tauschten Wissen und Erfahrungen aus.
  • GPI hielt im September 2020 ein Onlineseminar zum Thema "Kanadas Torfgebiete: Auf dem Weg zu einer nationalen Bewertung zur Förderung der Zusammenarbeit und zur Schaffung/Stärkung eines Netzwerks von Torfexperten und -expertinnen in Kanada" ab.
  • Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), die Universität Newcastle und das Internationale Tropenmoorzentrum richteten eine GPI-Arbeitsgruppe (Tropical Peatlands Research Working Group) unter dem gemeinsamen Vorsitz von Mark Reed und Dianna Kopansky ein, um die Zusammenarbeit bei der Erarbeitung von zentralen Ergebnissen und gemeinsamen Vorschlägen zur Forschungsfinanzierung und Ausbildung zu fördern.
  • Die GPI unterstützt Chile bei der Umsetzung der nationalen Roadmap für die Erhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung von Torfgebieten und im Zusammenhang mit der Einbeziehung von Torfgebieten in das chilenische NDC.
  • Im Oktober 2020 fanden zwei Veranstaltungen beim Global Landscapes Forum mit Fokus auf Biodiversität zum Thema "Moore: A Super Nature Based Solution" statt.
  • GPI und das peruanische Umweltministerium planen das Treffen der 4. GPI-Partner Mitte 2021 in Peru.

Projektdaten

Länder:
Demokratische Republik Kongo, Indonesien, Kongo, Peru

Durchführungs­organisation:
United Nations Environment Programme (UN Environment) - Kenya

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment (KLHK) - Indonesia
  • Ministry of Environment (MINAM) - Peru
  • Ministry of Environment and Sustainable Development (DRC)
  • Ministry of Tourism and Environment (ROC)
  • Peat Restoration Agency (Badan Restorasi Gambut - BRG) - Indonesia
  • Peruvian Trust Fund for National Parks and Protected Areas (PROFONANPE)
  • Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO)

BMU-Förderung:
1.999.567,00 €

Laufzeit:
02/2018  bis  01/2021


Internetauftritt(e):



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