Die Global Peatlands Initiative: Bewertung, Erfassung und Erhaltung von Torfkohlenstoff - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Die Global Peatlands Initiative: Bewertung, Erfassung und Erhaltung von Torfkohlenstoff

Stand: Mai 2021

Moore bedecken nur drei Prozent der globalen Landmasse, speichern aber fast 30 Prozent des im Boden gebundenen Kohlenstoffs, etwa doppelt so viel wie der globale Waldbestand. Doch sie sind zunehmend durch Ausbeutung bedroht. Das Projekt (Global Peatlands Initiative) analysiert den Zustand und die Bedeutung von Mooren für den globalen Kohlenstoffkreislauf. Es verbessert den Wissensstand, Datenzugang und erstellt einen Hotspot-Atlas und Plattform zu Moordegradierung. Die Global Peatlands Initiative baut so Ressourcen und Know-how von Interessenvertretern aus, um den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Mooren zu stärken. Sie identifiziert Lücken in globalen und nationalen Strategien und ihre Projektpartner entwickeln Strategien und Ansätze um den Verlust von Mooren effektiver anzugehen. Das Projekt ermöglicht die Vernetzung von Wissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern und Interessenvertretern. Alle Mitglieder der Initiative verpflichten sich zu Multiplikator-Maßnahmen.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Ein „High Level Global Peatlands Initiative“-Partnertreffen fand vom 21.-23.03.2018 in Brazzaville statt. Im Rahmen dieses Treffens unterzeichneten die Umweltminister der DR Kongo, Republik Kongo und Indonesien die "Erklärung von Brazzaville" (Brazzaville Declaration), die u.a. eine enge Zusammenarbeit beim Schutz der Moore in den drei Ländern vorsieht.
  • Die Förderung des Projekts "Global Peatlands Initiative – GPI" durch das BMU wurde auf einer hochrangigen Veranstaltung im Rahmen des Global Landscapes Forums in Bonn, mit Beteiligung der indonesischen Umweltministerin (Siti Nurbaya Bakar) offiziell angekündigt.
  • Im März 2020 fand ein Workshop zur Kartierung und zum Monitoring von Torfgebieten statt, bei dem auch die Publikation "Moorkartierung und Monitoring: Empfehlungen und technischer Überblick" vorgestellt wurde.
  • Im Mai 2020 wurden Onlineseminare über den Wirkungsbereich des Projekts und den Stand des Wissens über Kartierung, Herausforderungen und Möglichkeiten für die Verwaltung von Torfgebieten in Peru abgehalten.
  • Im Juli 2020 fand ein Onlineseminar mit Chile statt: "Schutz und nachhaltige Nutzung von Torfgebieten als naturbasierte Lösungen für den Klimawandel: internationale Erfahrungen", um eine nationale Roadmap für das Management von Torfgebieten aufzustellen und die Unterstützung der GPI-Partner und Partnerinnen zu mobilisieren.
  • Gemeinsam mit den Vizeministern Perus und Indonesiens, dem Generaldirektor der Republik Kongo und dem Leiter der Torfabteilung der Demokratischen Republik Kongo wurde eine Global Landscapes Forum-Konferenzsitzung mit dem Internationalen Zentrum für tropische Torfgebiete abgehalten, um die Akteure und Akteurinnen darüber zu informieren, warum Torfgebiete für die Ernährungssicherheit von Bedeutung sind. Wissenschaftler, Wissenschaftlerinnen und Gemeinden tauschten Wissen und Erfahrungen aus.
  • GPI hielt im September 2020 ein Onlineseminar zum Thema "Kanadas Torfgebiete: Auf dem Weg zu einer nationalen Bewertung zur Förderung der Zusammenarbeit und zur Schaffung/Stärkung eines Netzwerks von Torfexperten und -expertinnen in Kanada" ab.
  • Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), die Universität Newcastle und das Internationale Tropenmoorzentrum richteten eine GPI-Arbeitsgruppe (Tropical Peatlands Research Working Group) unter dem gemeinsamen Vorsitz von Mark Reed und Dianna Kopansky ein, um die Zusammenarbeit bei der Erarbeitung von zentralen Ergebnissen und gemeinsamen Vorschlägen zur Forschungsfinanzierung und Ausbildung zu fördern.
  • Die GPI unterstützt Chile bei der Umsetzung der nationalen Roadmap für die Erhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung von Torfgebieten und im Zusammenhang mit der Einbeziehung von Torfgebieten in das chilenische NDC.
  • Im Oktober 2020 fanden zwei Veranstaltungen beim Global Landscapes Forum mit Fokus auf Biodiversität zum Thema "Moore: A Super Nature Based Solution" statt.
  • GPI und das peruanische Umweltministerium planen das Treffen der 4. GPI-Partner Mitte 2021 in Peru.

Projektdaten

Länder:
Demokratische Republik Kongo, Indonesien, Kongo, Peru

Durchführungs­organisation:
United Nations Environment Programme (UN Environment) - Kenya

Politische Partner:
  • Ministry of Environment (MINAM) - Peru
  • Ministry of Environment and Forestry (KLHK) - Indonesia
  • Ministry of Environment and Sustainable Development - DR Congo
  • Ministry of Tourism and Environment - Republic Congo
  • Peat Restoration Agency (Badan Restorasi Gambut - BRG) - Indonesia
  • Peruvian Trust Fund for National Parks and Protected Areas (PROFONANPE)

Durchführungspartner:
  • Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO)

BMU-Förderung:
1.999.567,00 €

Laufzeit:
02/2018  bis  06/2023


Internetauftritt(e):



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