Erprobung von Investitions-"Paketen" mit zahlreichen Nutzeffekten zur Wiederherstellung von Wäldern und Landschaften und REDD+ in Ruanda - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Erprobung von Investitions-"Paketen" mit zahlreichen Nutzeffekten zur Wiederherstellung von Wäldern und Landschaften und REDD+ in Ruanda

Stand: November 2020

Ruanda ist ein sehr dicht besiedeltes Land, in dem Waldverlust, Bodenerosion und Rückgang der biologischen Vielfalt eine erhebliche Bedrohung für eine nachhaltige Entwicklung darstellen. Das Projekt fördert die Wiederherstellung von Wäldern und Landschaften und bringt dazu die lokalen Verwaltungen und den Privatsektor zusammen, um innovative Investitionspakete zu entwickeln, diese praktisch anzuwenden und die Ergebnisse zu verbreiten. Hierfür wendet es relevante Standards im Bereich Wald- und Landschaftswiederherstellung und REDD+ an und schafft dadurch die Voraussetzungen für Investitionen in diesem Bereich. Die Pakete werden so gestaltet, dass sie positive soziale, ökonomische und ökologische Wirkungen entfalten, die Kohlenstoffreduzierung beinhalten, aber auch darüber hinausgehen. Dadurch sind die Produkte attraktiv für den lokalen und internationalen Privatsektor, nutzen gleichzeitig der Bevölkerung und generieren Verantwortungsübernahme bei der Partnerregierung.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt unterstützte die Kartierungsübungen zur Kontrolle der Waldbedeckung und Bodenerosion, deren Ergebnisse im Oktober 2019 validiert und im Dezember 2019 abgeschlossen wurden. Es wurde festgestellt, dass Ruanda das Ziel einer Waldbedeckung von 30 % erreicht hat, obwohl die Produktivität der Wälder und die Diversifizierung der Arten noch immer Herausforderungen sind, die es zu bewältigen gilt. www.newtimes.co.rw/… Dies sind wichtige Meilensteine für die Regierung bei der Vorbereitung des Landes auf die Bewertung verschiedener Errungenschaften, die in der Dekade bis 2020 und im Rahmen der Vision 2020 erzielt wurden.
  • Unterstützung der Entwicklung von technischen Ansätzen zur Wiederherstellung der Waldlandschaft (FLR), die dem Umweltminister im Rahmen des Senior Management Meetings vorgestellt und im Dezember 2019 in der sektorübergreifenden Taskforce validiert wurde. Der Bericht wird derzeit einem Peer Review unterzogen und zeitnah veröffentlicht. Veröffentlicht wurde die FLR-Story "Map für Ruanda": iucn.maps.arcgis.com/…
  • Untertützung des Drucks und der Verbreitung von 50 Exemplaren der Broschüre "Richtlinien zur Setzlingsproduktion und Baumpflanzung" im Distrikt Gicubi, um die Fähigkeiten der lokalen Technikerinnen und Techniker in der Waldanpflanzung und -pflege zu erhöhen und zu verbessern.
  • Unterstützung des Entwurfs einer Ausbildungshalle, die im Rahmen der Absicht gebaut werden soll, das Nationale Baumsaatgutzentrum zu unterstützen, um die Qualität seiner Leistungen zu verbessern. Die Schulungshalle wird für die Durchführung der Schulung und die Durchführung der Forschungstreffen genutzt werden.
  • Unterstützung der Sanierung von 492 Parzellen (insgesamt 200 ha) verschiedener Arten im Arboretum Ruhande. Die Hauptaktivitäten konzentrierten sich auf die Erhaltung von Samenquellen und die Säuberung von Feuerschneisen (Straßen) innerhalb des Arboretums.
  • Beitrag zum Bau einer modernen permanenten Baumschule (943m2), die es dem Baumsaatgutzentrum (TSC) ermöglichen wird, Setzlinge von präferierten Arten zu liefern, um die Nachfrage nach Setzlingen für Baumpflanzprogramme zu decken und die an der Wertschöpfungskette des Baumsaatguts beteiligten Akteure in geeigneten Techniken für die Setzlingsproduktion zu schulen.
  • Beitrag im Oktober 2019 zur Ausbildung von 34 Fortbildungsbeauftragten im Distrikt Gicumbi. Die für die Forstwirtschaft zuständigen Technikerinnen und Techniker, die auf Sektorebene tätig sind, wurden mit technischen Fertigkeiten in den Bereichen Baumschulmanagement, Baumpflanzung und Forstwirtschaft sowie der richtigen Art und Weise zur Erbringung von FLR-Beratungsdiensten ausgestattet.
  • Beitrag zur Verbesserung der Qualität des vom TSC gesammelten Saatguts, da der beim TSC eingesetzte örtliche Technikerinnen und Techniker Tag für Tag mit dem Personal zusammenarbeitet und als technischer Coach bei der Handhabung des Saatguts fungiert. 812 kg Saatgut, das zwischen Oktober und Dezember 2019 gesammelt wurde, wurden im Rahmen der Qualitätssicherung inspiziert.

Projektdaten

Länder:
Ruanda

Durchführungs­organisation:
International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) - Eastern and Southern Africa Regional Office

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Agriculture and Animal Resources (MINAGRI) - Rwanda
  • Ministry of Lands and Forestry - Rwanda
  • Rwanda Environment Management Authority (REMA)
  • Rwanda Water and Forestry Authority

BMU-Förderung:
4.159.451,00 €

Laufzeit:
06/2015  bis  09/2020


Internetauftritt(e):



  • Twitter
  • Facebook
  • Google+