Feuchtgebiete als wichtige Pfeiler für Biodiversitäts- und Klimaschutz - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Feuchtgebiete als wichtige Pfeiler für Biodiversitäts- und Klimaschutz

Stand: April 2020

Ziel und Maßnahmen

Übergeordnetes Projektziel ist das verbesserte Management von Feuchtgebieten für Biodiversitäts- und Klimaschutz durch die Institutionalisierung eines Ökosystemansatzes und effektive Umsetzung des National Plan for Conservation of Aquatic Ecosystems (NPCA). Spezifische Projektziele sind: 1. Die Einführung eines Ökosystemansatzes in drei ausgewählten Ramsar-Gebieten in zwei Bundesstaaten; 2. Der Aufbau eines Überwachungssystems einschließlich Ramsar Site Management Effectiveness-Tracking-Tool (R-METT); und 3. Kapazitätsaufbau und Stärkung der indischen Institutionen für Feuchtgebiets-Management. Das Projekt konzentriert sich auf das Schließen von Management- und Kapazitätslücken. Dies soll zu einem besseren Schutz der Biodiversität von Feuchtgebieten und ihrer Ökosystemleistungen führen und im Weiteren die Klimaresilienz von Feuchtgebieten stärken sowie die Lebensbedingungen der Menschen im Einzugsbereich der ausgewählten Standorte verbessern.
Vorgängerprojekt(e)
Nachhaltiges Management von Küsten- und Meeresschutzzonen, Indien

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das indische Umweltministerium veröffentlichte kürzlich die Richtlinien zur Umsetzung der 2017 in Kraft getretenen „Wetlands-Conservation-and-Management-Rules“. Das Projekt trägt direkt zu deren Umsetzung in den Bundesstaaten Himachal Pradesh, Odisha und Tamil Nadu bei.
  • Die Erhaltung bzw. Wiederherstellung von Feuchtgebieten wurde als eine der transformativen Ideen im Rahmen des 100-Tage-Programms der im Mai 2019 neu gewählten indischen Regierung aufgenommen. 130 Feuchtgebiete im ganzen Land wurden für Maßnahmen zur Einführung eines integrierten Managementkonzepts in den nächsten 5 Jahren identifiziert. Dazu gehören auch die vier Ramsar-Standorte, in denen das Projekt umgesetzt wird. Die mit Unterstützung des Projekts entwickelten Instrumente für die Bewertung von Feuchtgebieten, der ökosystembasierte Planungsansatz, Monitoringsysteme sowie Schulungsprogramme sind allgemeingültig und können auf andere Feuchtgebiete übertragen werden.
  • Die Ramsar-Konvention erkennt das Wetlands Inventory, Assessment and Monitoring System (WIAMS) als wesentliches Instrument für Planungsprozesse und das Management von Feuchtgebieten an. Um WIAMS an den indischen Kontext anzupassen und zu optimieren, organisierte das Projekt vom 23. bis 24. Juli 2019 einen Expert/innen-Workshop in Neu Delhi.
  • Am 26. und 27. August 2019 organisierte das Projekt gemeinsam mit der Tamil Nadu-Forstbehörde einen Workshop zum Thema "Integriertes Management des Point Calimere Ramsar-Standortes" in Nagapattinam (Tamil Nadu), an dem Forst-Beamt/innen, wissenschaftliche Expert/innen und Vertreter/innen weiterer Fachbehörden teilnahmen.
  • Vom 18. bis 20. September 2019 organisierte das Projekt eine Schulung zum Thema "Multi- Stakeholder-Engagement für das integrierte Management von Feuchtgebieten" für die Manager/innen der vier Projektstandorte und Beamt/innen der bundesstaatlichen Feuchtgebietsbehörden.
  • Vom 11. bis 13. November 2019 fand eine Schulung zum Thema "Rapid Assessment of Wetland Ecosystem Services (RAWES)", für Ramsar-Standortmanager/innen statt.
  • Für den Projektstandort Renuka ji (Himachal Pradesh) wurde ein illustratives Factsheet mit Infografiken zur Darstellung der Werte, Nutzen und Gefahren für das Feuchtgebiet für die Kommunikation mit lokalen Interessenvertreter/innen erstellt.

Projektdaten

Länder:
Indien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • " Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC) - India"
  • "Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC) - India",Wetlands International South Asia (WISA)

BMU-Förderung:
4.000.000,00 €

Laufzeit:
09/2018  bis  08/2022




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