Finanzielle und technische Unterstützung von ausgewählten KMU in der Gründungsphase, die Produkte/Dienstleistungen im Bereich Emissionsminderung sowie Anpassung anbieten

Stand: Januar 2022

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) leisten signifikante Beiträge zum Klimaschutz, indem sie innovative Dienstleistungen und Produkte zur Treibhausgasminderung oder Anpassung an die Folgen des Klimawandels entwickeln und anbieten. Das Projekt verbindet den Aufbau von Wissen und Ressourcen für sozial-integrative und klimafreundliche KMU mit der Förderung von begünstigenden institutionellen Rahmenbedingungen. Im Rahmen des Corona-Response-Pakets unterstützt das SEED-Projekt inklusive und nachhaltig wirtschaftende Unternehmen von der Gründungs- zur Wachstums- und Skalierungsphase. Ausgewählte Start-ups erhalten den „Low Carbon Award“, der neben dem Preisgeld auch technische Begleitmaßnahmen umfasst. Über die öffentlichkeitswirksame Preisverleihung, webbasierte Tools, virtuelle Plattformen und persönliche Austauschformate werden innovative Geschäftsideen in die Breite getragen und Kooperationen für eine resiliente, grüne und sozial-integrative Wirtschaft gestartet.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt verbindet den Aufbau von Wissen und Ressourcen für sozial-integrative und klimafreundliche kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit der Förderung von begünstigenden institutionellen Rahmenbedingungen und erweitert dieses Angebot mit einer Kombination Green-Recovery-relevanter Themen.
  • Bis heute wurden zahlreiche Gewinnerinnen und Gewinner in öffentlicher Zeremonie mit dem "SEED Low Carbon Award" ausgezeichnet, darunter Teilnehmende aus Ghana, Indien, Indonesien, Südafrika, Thailand und Uganda. Sie setzen Geschäftsmodelle um, die überwiegend auf den Vertrieb von klimafreundlichen Anwendungen für Beleuchtung und Wärme für lokale, ländliche Haushalte ausgerichtet sind. Die Start-ups erhalten bewährte SEED-Trainingsprogramme (durchgeführt in Zusammenarbeit mit lokalen Business Development Service-Anbietern), um ihre Geschäftsmodelle zu verbessern und auszuweiten. Die SEED Low-Carbon Award Gewinner 2021 werden auf der SEEB Website präsentiert (seed.uno/…).
  • Im Zuge der COVID-19 Krise wurden die Projektaktivitäten um ein digitales Unterstützungsprogramm zur Steigerung der Resilienz von KMU in den entsprechenden Zielländern erweitert.
  • Angesichts der COVID-19 Krise wurden die sogenannten partizipativen „Train the Trainers“-Workshops erweitert, um Förderprogramme und -instrumente von lokalen Business-Development-Service-Anbietern zu verbessern. Virtuelle Workshops griffen dabei die entscheidenden Resilienzmechanismen für sozial-integrative und klimafreundliche kleine und mittelständische Unternehmen auf.
  • Um den Zugang zu Finanzmitteln für sozial-integrative und klimafreundliche KMU zu verbessern, wurden 2019, 2020 und 2021 in Südafrika, Ghana, Indonesien, Indien und Thailand sogenannte „Practitioner Labs Climate Finance“ durchgeführt. Die Labs fördern die Konzipierung, Entwicklung und Umsetzung von Prototyp-Finanzprodukten und -instrumenten in den Bereichen Klimaanpassung und -minderung. Für 2022 ist ein zusätzliches Lab in Uganda geplant.
  • Mit dem SEED Climate Finance for SMEs Report wurde veröffentlicht, wie mit Maßnahmen zur Klimafinanzierung die Potenziale von klima-smarten KMU genutzt werden können, um Aktivitäten zu Klimaschutz und -Anpassung zu realisieren.
  • 2019 und 2020 führte SEED nationale Policy-Dialoge in Südafrika und Ghana durch. 2021 wird der Prozess in Indien und Indonesien durchgeführt. Zudem werden 2021 in Kooperation mit Go4SDGs regionale Policy Dialoge in Afrika und Asien durchgeführt.
  • In Zusammenarbeit mit lokalen Akteurinnen und Akteuren sowie Organisationen werden nationale SEED-Hubs in Uganda, Ghana, Südafrika, Indonesien, Indien und Thailand etabliert. Die nationalen Hubs sind direkte Ansprechpartner für KMU vor Ort, bieten lokale Netzwerke und koordinieren die im Projekt anstehenden Aktivitäten im jeweiligen Land.
  • Weiterhin veröffentlichte SEED den Bericht „Mapping Enterprise Resilience to COVID-19“ mit sechs essentiellen Resilienzfaktoren sowie good practises, die besonders resiliente Unternehmen aus dem SEED Programm auszeichnen. Der Bericht zeigt auf, wie Regierungen und weitere Akteure KMU gerade in dieser Krise unterstützen können.

Projektdaten

Länder:
Ghana, Indien, Indonesien, Südafrika, Thailand, Uganda

Durchführungs­organisation:
adelphi research gemeinnützige GmbH

Durchführungspartner:
  • Global Village Energy Partnership (GVEP)
  • Nexii
  • United Nations Development Programme (UNDP)
  • United Nations Environment Programme (UN Environment)

BMU-Förderung:
7.340.437,74 €

Laufzeit:
04/2013  bis  12/2022


Internetauftritt(e):



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