Finanzielle und technische Unterstützung von ausgewählten KMU in der Gründungsphase, die Produkte/Dienstleistungen im Bereich Emissionsminderung sowie Anpassung anbieten - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Finanzielle und technische Unterstützung von ausgewählten KMU in der Gründungsphase, die Produkte/Dienstleistungen im Bereich Emissionsminderung sowie Anpassung anbieten

Stand: November 2020

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) leisten signifikante Beiträge zum Klimaschutz, indem sie innovative Dienstleistungen und Produkte zur Treibhausgasminderung oder Anpassung an die Folgen des Klimawandels entwickeln und anbieten. Das Projekt verbindet den Aufbau von Wissen und Ressourcen für sozial-integrative und klimafreundliche KMU mit der Förderung von begünstigenden institutionellen Rahmenbedingungen. Im Rahmen des Corona-Response-Pakets unterstützt das SEED-Projekt inklusive und nachhaltig wirtschaftende Unternehmen von der Gründungs- zur Wachstums- und Skalierungsphase. Ausgewählte Start-ups erhalten den „Low Carbon Award“, der neben dem Preisgeld auch technische Begleitmaßnahmen umfasst. Über die öffentlichkeitswirksame Preisverleihung, webbasierte Tools, virtuelle Plattformen und persönliche Austauschformate werden innovative Geschäftsideen in die Breite getragen und Kooperationen für eine resiliente, grüne und sozial-integrative Wirtschaft gestartet.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Bis dato wurden zahlreiche Gewinnerinnen und Gewinner in öffentlicher Zeremonie mit dem "SEED Low Carbon Award" ausgezeichnet, darunter Teilnehmende aus Ghana, Indien, Indonesien, Südafrika, Thailand und Uganda. Die Start-ups erhalten bewährte SEED-Trainingsprogramme (durchgeführt in Zusammenarbeit mit lokalen Business Development Service-Anbietern), um ihre Geschäftsmodelle zu verbessern und auszuweiten. Im Zuge der COVID-19 Krise wurden die Projektaktivitäten um ein digitales Unterstützungsprogramm zur Steigerung der Resilienz von KMU in den entsprechenden Zielländern erweitert.
  • Angesichts der COVID-19 Krise wurden die sogenannten partizipativen „Train the Trainers“- Workshops erweitert, um Förderprogramme und -instrumente von lokalen Business-Development-Service-Anbietern zu verbessern. Virtuelle Workshops griffen dabei die entscheidenden Resilienzmechanismen für sozial-integrative und klimafreundliche kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) auf. Zusätzlich führte der SEED Indien Hub einen virtuellen co-creation Workshop durch. Hierbei entwickelten Business Development Service-Anbieter (BDS-Anbieter) aus Indien Ideen, wie sie aktuellen Herausforderungen von KMU angemessen begegnen können.
  • Um den Zugang zu Finanzmitteln für sozial-integrative und klimafreundliche KMU zu verbessern, wurden 2019 in Südafrika und Ghana sogenannte „Practitioner Labs Climate Finance“ durchgeführt. Die Labs fördern die Konzipierung, Entwicklung und Umsetzung von Prototyp-Finanzprodukten und -instrumenten in den Bereichen Klimaanpassung und -minderung. Die Ergebnisse wurden von SEED in einer Publikation zusammengetragen und aufbereitet. 2018 wurden die Labs bereits in Indien, Ghana und Thailand durchgeführt.
  • 2019 führte SEED einen nationalen Policy-Dialog in Südafrika durch. Insgesamt wurden drei Prototypen entwickelt, die in einer Publikation zusammengetragen sind. 2020 wird der Prozess in Ghana durchgeführt, 2021 und 2022 in weiteren Zielländern.
  • SEED führte vom 21. bis zum 22. Januar 2020 ein SEED-Dialogforum in Bangkok, Thailand, durch. Die Veranstaltung „Beyond Exchange: Empowering Green and Inclusive Partnerships to Promote Eco-Inclusive Entrepreneurship for Sustainable Development“ brachte rund 180 Schlüsselakteurinnen und - akteuren aus Privatwirtschaft (inkl. klima-smarte Unternehmen), Politik, Finanzsektor und Zivilgesellschaft zusammen (seed.uno/…).
  • In Zusammenarbeit mit lokalen Akteurinnen und Akteuren sowie Organisationen werden aktuell nationale SEED-Hubs in Uganda, Ghana, Südafrika, Indonesien, Indien und Thailand etabliert. Die nationalen Hubs sind direkte Ansprechpartner für KMU vor Ort, bieten lokale Netzwerke und koordinieren die im Projekt anstehenden Aktivitäten im jeweiligen Land.
  • Weiterhin veröffentlichte SEED den Bericht „Mapping Enterprise Resilience to COVID-19“ mit sechs essentiellen Resilienzfaktoren sowie good practices, die besonders resiliente Unternehmen aus dem SEED Programm auszeichnen. Zudem zeigt der Bericht auf, wie Regierungen und weitere Akteure KMU gerade in dieser Krise unterstützen können.

Projektdaten

Länder:
Ghana, Indien, Indonesien, Südafrika, Thailand, Uganda

Durchführungs­organisation:
adelphi research gemeinnützige GmbH

Partnerinstitution(en):
  • N.N.
  • Global Village Energy Partnership (GVEP)
  • Nexii
  • United Nations Development Programme (UNDP)
  • United Nations Environment Programme (UN Environment)

BMU-Förderung:
7.340.437,00 €

Laufzeit:
04/2013  bis  12/2022


Internetauftritt(e):



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