Finanzielle und technische Unterstützung von ausgewählten KMU in der Gründungsphase, die Produkte/Dienstleistungen im Bereich Emissionsminderung sowie Anpassung anbieten

Stand: July 2020

Ziel und Maßnahmen

Auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) können einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem sie innovative Dienstleistungen und Produkte zur Treibhausgasminderung oder Anpassung an die Folgen des Klimawandels entwickeln und anbieten. Das Projekt verbindet den Aufbau von Wissen und Ressourcen für sozial-integrative und klimafreundliche KMU mit der Förderung von begünstigenden institutionellen Rahmenbedingungen. Die SEED-Initiative (Supporting Entrepreneurs for Environment and Development) unterstützt inklusive und nachhaltig wirtschaftende Unternehmen in unterschiedlichen Phasen – von der Gründungs- zur Wachstums- und Skalierungsphase. Ausgewählte Start-ups erhalten den „Low Carbon Award“, der neben dem Preisgeld auch technische Begleitmaßnahmen umfasst. Über die öffentlichkeitswirksame Preisverleihung sollen Unternehmen zur Nachahmung ermutigt werden. Darüber hinaus bietet das Projekt webbasierte Tools und Plattformen und organisiert Austauschformate zur Anbahnung von Kooperationen mit anderen Sozial- und Umweltunternehmen.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Bis heute wurden zahlreiche Gewinner in öffentlicher Zeremonie mit dem "SEED Low Carbon Award" ausgezeichnet, darunter Gewinner aus Ghana, Indien, Indonesien, Südafrika, Thailand und Uganda. Sie setzen Geschäftsmodelle um, die überwiegend auf den Vertrieb von klimafreundlichen Anwendungen für Beleuchtung und Wärme für lokale, ländliche Haushalte ausgerichtet sind. Die Start-ups erhalten bewährte SEED-Trainingsprogramme (durchgeführt in Zusammenarbeit mit lokalen Business Development Service-Anbietern), um ihre Geschäftsmodelle zu verbessern und auszuweiten. Eine Übersicht der Geschäftsmodelle aller 2019 SEED-Award-Gewinner sowie die Namen der Finalisten sind auf der SEED-Website zu finden: seed.uno/…
  • 2019 wurden in allen sechs Zielländern sogenannte partizipative „Train the Trainers“-Workshops durchgeführt, um Förderprogramme und -instrumente von lokalen Business-Development-Service-Anbietern zu verbessern. Dabei wurden die bewährten SEED-Toolkits und Beratungsansätze durch einen Multiplikator-Ansatz weiterverbreitet.
  • Um den Zugang zu Finanzmitteln für sozial-integrative und klimafreundliche KMU zu verbessern, wurden 2019 in Südafrika und Ghana sogenannte „Practitioner Labs Climate Finance“ durchgeführt. Die Labs fördern die Konzipierung, Entwicklung und Umsetzung von Prototyp-Finanzprodukten und -instrumenten in den Bereichen Klimaanpassung und -minderung. Die Ergebnisse wurden von SEED in einer Publikation zusammengetragen und aufbereitet: seed.uno/…
  • 2018 wurden die Labs bereits in Indien, Ghana und Thailand durchgeführt.
  • 2019 führte SEED einen nationalen Policy-Dialog in Südafrika durch. Insgesamt wurden drei Prototypen entwickelt, die in einer Publikation zusammengetragen sind: seed.uno/… 2020 wird der Prozess in Ghana durchgeführt, 2021 und 2022 in weiteren Zielländern
  • SEED führte vom 21. bis zum 22. Januar 2020 ein SEED-Dialogforum in Bangkok, Thailand, durch. Die Veranstaltung „Beyond Exchange: Empowering Green and Inclusive Partnerships to Promote Eco-Inclusive Entrepreneurship for Sustainable Development“ brachte rund 180 Schlüsselakteure aus Privatwirtschaft (inkl. klima-smarte Unternehmen), Politik, Finanzsektor und Zivilgesellschaft zusammen. seed.uno/…
  • In Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und Organisationen werden aktuell nationale SEED-Hubs in Uganda, Ghana, Südafrika, Indonesien, Indien und Thailand etabliert. Die nationalen Hubs sind direkte Ansprechpartner für KMU vor Ort, bieten lokale Netzwerke und koordinieren die im Projekt anstehenden Aktivitäten im jeweiligen Land.

Projektdaten

Länder:
Ghana, Indien, Indonesien, Südafrika, Thailand, Uganda

Durchführungs­organisation:
adelphi research gemeinnützige GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries/Diverse klimarelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern
  • Global Village Energy Partnership (GVEP),Nexii,United Nations Development Programme (UNDP),United Nations Environment Programme (UN Environment)

BMU-Förderung:
7.340.437,74 €

Laufzeit:
04/2013  bis  12/2022


Internetauftritt(e):

Video



  • Twitter
  • Facebook
  • Google+