Förderung des Monitorings von Biodiversität und Klimawandel in der Region Selva Maya - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Förderung des Monitorings von Biodiversität und Klimawandel in der Region Selva Maya

Stand: September 2020

Ziel und Maßnahmen

Die Selva Maya ist die größte zusammenhängende Tropenwaldfläche Zentralamerikas und besitzt mit 23 verschiedenen Ökosystemen eine sehr hohe Biodiversität. Fortschreitende Landwirtschaft, Waldbrände, illegaler Holzeinschlag und illegaler Handel mit Flora und Fauna führen zu Fragmentierung und Übernutzung der Regenwaldfläche. Für gezielte Schutz- und Anpassungsmaßnahmen sind verlässliche und regional vergleichbare Monitoringdaten notwendig. Das Projekt fördert deshalb regional koordinierte Monitorings von Biodiversität und Klimawandel in der Selva Maya. Die Ergebnisse sollen in politische Entscheidungsprozesse einfließen und so zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung beitragen. Zudem fördert das Vorhaben grenzüberschreitende Monitoringansätze, indem es politische und institutionelle Rahmenbedingungen für regionale Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch stärkt. Gleichzeitig unterstützt es Monitoringinstitutionen, Ergebnisse zielgruppenorientiert aufzuarbeiten und effektiv zu kommunizieren.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die drei Länder der Selva Maya nutzen die Monitoring-Software SMART (www.smartconservationtools.org), um das Management ihrer Schutzgebiete zu verbessern und möchten das erfolgreiche System auch über die Grenzen der Selva Maya hinaus nutzen. Weiterhin unterstützen sich die nationalen Institutionen gegenseitig bei der Stärkung ihrer technischen Kapazitäten in diesem Thema.
  • Die regionale Arbeitsgruppe zum Monitoring von Wasserstellen und der assoziierten Wildtierfauna erarbeitet derzeit ihren zweiten trinationalen Monitoringbericht und stärkt die notwendigen Strukturen, um ihre Arbeit auch nach Projektende weiterführen zu können.
  • Die Nutzung von Luftqualitätsdaten hat einen umfassenden Prozess in Gang gebracht, bei dem guatemaltekische Gemeinden ihr Abfallmanagement verbessern, um die Gesundheit der lokalen Bevölkerung zu schützen. Dieses positive Beispiel führte dazu, dass auch weitere Akteure Interesse zeigten, in ihrem Gebiet Luftqualitätsdaten zu erheben.
  • Unterstützt vom Projekt erarbeiten die drei Partnerländer die Integrale Strategie „Selva Maya 2030“, mit der die Länder die natürlichen und kulturellen Werte der Selva Maya stärken und so zu einer nachhaltigen Entwicklung der Region beitragen wollen.

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
Belize, Guatemala, Mexiko

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Central American Integration System (SICA)
  • Ministry of Environment and Natural Resources (MARN) - Guatemala
  • Ministry of Forestry, Fisheries and Sustainable Development (MFFSD) - Belize
  • National Commission for Research and Utilisation of Biodiversity (CONABIO) - Mexico
  • University of Belize (UB) - Belize
  • Wildlife Conservation Society (WCS) - Guatemala

BMU-Förderung:
5.000.000,00 €

Laufzeit:
08/2016  bis  07/2021


Internetauftritt(e):

Video



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