Förderung und Messung Nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster (SCP) für eine kohlenstoffarme Wirtschaft in Schwellenländern (Advance SCP) - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Förderung und Messung Nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster (SCP) für eine kohlenstoffarme Wirtschaft in Schwellenländern (Advance SCP)

Stand: August 2021

Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Herstellung von Produkten reduzieren die Emissionen von Treibhausgasen. Das Projekt trägt dazu bei, nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster in acht Schwellenländern in Südostasien, Afrika und Lateinamerika zu etablieren. Orientierung bietet das „Zehn-Jahres-Rahmenprogramm zu Nachhaltigem Konsum und Produktion“ der Vereinten Nationen. Dazu unterstützt das Vorhaben die Entwicklung und Einführung von Nachhaltigkeits-Informationssystemen (SIS), die eine Grundlage für informierte Konsumentscheidungen bilden. So werden der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen verringert und die Ressourceneffizienz entlang der Wertschöpfungsketten verbessert. Die einzelnen Projektaktivitäten konzentrieren sich darauf, Institutionen zu stärken, technische Fortbildungen durchzuführen, Wissenstransfer zu ermöglichen und integrative, politische Lösungsvorschläge zu entwickeln. Das Projekt sucht außerdem nach Möglichkeiten für die Entwicklung von NAMAs.
Verbundprojekt
Förderung und Messung Nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster (SCP) für eine kohlenstoffarme Wirtschaft in Schwellenländern (Advance SCP)

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

    Global:
    • Das Advance-SCP-Projekt trägt maßgeblich zu verschiedenen globalen Outputs des One Planet Consumer Information Programme for Sustainable Consumption and Production (CI-SCP) bei.
    • In 2020 waren die „Guidelines for providing Product Sustainability Information“ die am meisten heruntergeladenen Publikation von der OnePlanet-Network-Webseite und hunderte Unternehmen in Lateinamerika, Afrika und Asien wurden anhand dieser geschult.
    • Der Bericht über die Erstanwendung der „Guidelines for providing Product Sustainability Information (Ready to Drive the Market)“ mit 28 Unternehmen und Zertifizierungseinrichtungen wurde auf der UNEP Vollversammlung am 11. März 2019 vorgestellt. Fallstudien hierzu werden auf der Consumer Information Programme Webseite veröffentlich (siehe Link).
    • Eine Studie über die soziale Wirkung von Produkten wurde Ende 2018 in einem Online-Seminar vorgestellt, dessen Aufnahme auf der Consumer-Information-Programme-Webseite zur Verfügung steht. Das Projekt unterstützt die Ausarbeitung einer Veröffentlichung mit dem Titel „Consumer Information Tools and Climate Change: Facilitating low-carbon choices in Tourism, Buildings and Food Systems“. Ende 2018 hat ein Workshop in Paris stattgefunden um hierzu Beiträge von verschiedenen Akteuren des One Planet Network zusammenzutragen.
    Äthiopien:
    • Eine Studie zu Öko-Label-Zertifikationen im Kaffee-Sektor wurde dem Ministerium für Umwelt, Wälder und Klimawandel (MoEFCC) übergeben.
    • Ein Handbuch für Umweltclubs an Schulen wurde vom Beauftragten der EFCC im August 2019 in Addis Abeba vorgestellt und Kopien an über 100 Teilnehmende verteilt. Die englische Version des Handbuchs steht auf der Projektwebseite zur Verfügung.
    Chile:
    • Im April 2019 wurde ein Stakeholder-Workshop organisiert, um die Methodologie zur Berichterstattung von Minderungsaktionen auf der Huelle-Chile-Plattform vorzustellen.
    • Im November 2018 hat das Umweltministerium einen Workshop abgehalten um die Ergebnisse des Nationalen Plans für nachhaltige öffentliche Beschaffung vorzustellen (siehe Link).
    • Die Informationsplattform für Konsumenten „Mi Código Verde“ stellt Informationen über die meistverbreiteten Lebensmittelkennzeichnungen in Supermärkten zur Verfügung (siehe Link).
    Marokko:
    • Eine Studie zum Ökologischen Fußabdruck im Tourismussektor in Marrakesch, sowie eine NAMA „Towards a climate friendly accomodation sector through energy efficiency and renewable energy“ wurde abgeschlossen.
    Peru:
    • In Zusammenarbeit mit dem peruanischen Ministerium für Wirtschaft wurde das Online-Seminar „The importance of using life-cycle methodologies to foster a circular economy“ organisiert, in dessen Rahmen die zweite Phase des Projektes vorgestellt wurde.
    • Die UNEP und die Pontificial Catholic University of Peru organisierten eine Schulung zum Thema „Life Cycle Analysis“ vom 23/09 bis09/10, an welchem Vertretende von drei Ministerien teilnahmen.
    Ecuador und Brasilien:
    • Fünf Workshops zur Anwendung der „Guidelines for Providing Product Sustainability Information“ wurden durchgeführt.
    Umwelt-Allianz von Amerika:
    • Während des XXII. Forums der Umweltminister von Lateinamerika und der Karibik luden die drei Gründungsminister (Kolumbien, Costa Rica und Mexiko) andere LAC-Länder ein, der "Alianza Ambiental de America" beizutreten. 2020 traten Paraguay und Ecuador offiziell bei, welche die erste regionale Initiative zur Entwicklung eines gemeinsamen Kennzeichnungsprogramms darstellt. Beide Länder erhielten technische Unterstützung, um der Alianza Ambiental de America beizutreten und ein Umweltsiegelprogramm auf nationaler Ebene zu entwickeln (im Fall von Paraguay) bzw. umzusetzen (im Fall von Ecuador).

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
Brasilien, Chile, Ecuador, Marokko, Paraguay, Peru, Äthiopien

Durchführungs­organisation:
United Nations Environment Programme (UN Environment)

Politische Partner:
  • Environment, Forest and Climate Change Commission (EFCCC) - Ethiopia
  • Ministry of Energy, Mines, Water and Environment (MEMEE) - Morocco
  • Ministry of Environment (MINAM) - Peru
  • Ministry of Environment (MMA) - Chile
  • Ministry of Tourism - Morocco

Durchführungspartner:
  • Ministry of Energy, Mines, Water and Environment (MEMEE) - Morocco
  • Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MEFCC) – Ethiopia*
  • Ministry of Environment (MINAM) - Peru
  • Ministry of Environment (MMA) - Chile
  • Ministry of Tourism - Morocco

BMU-Förderung:
3.739.878,00 €

Laufzeit:
01/2016  bis  12/2022


Internetauftritt(e):



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