Global Ocean Biodiversity Initiative (GOBI)

Stand: November 2020

Die Mitgliedstaaten des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) haben vereinbart, ökologisch oder biologisch bedeutende Meeresgebiete (EBSAs) in den Weltmeeren zu beschreiben und zu identifizieren. Die Global Ocean Biodiversity Initiative (GOBI) unterstützt die CBD in diesem Prozess. GOBI ist eine internationale Partnerschaft von Organisationen, die sich dafür einsetzen, die wissenschaftlichen Grundlagen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Meeresumwelt voranzutreiben. GOBI-Partner, die von einem speziellen Sekretariat koordiniert werden, unterstützen den EBSA-Prozess, indem sie Methoden entwickeln, neue Daten generieren und ihre neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse verbreiten. Die GOBI unterstützt die Länder auch bei der Erfüllung ihrer nationalen Verpflichtungen und entwickelt durch die Zusammenarbeit zwischen GOBI-Partnern, CBD-Unterzeichnerstaaten und zwischenstaatlichen Organisationen nachhaltige Meeresbewirtschaftungsmaßnahmen. All dies hilft der Gesellschaft den Wert der marinen Biodiversität zu schätzen, und trägt zur verbesserten Beratung hinsichtlich einer Transformationspolitik und zum Aufbau von Kapazitäten bei.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die GOBI-Partnerschaft ist in allen Aspekten des laufenden EBSA-Prozesses eng mit dem CBD-Sekretariat verbunden. Im September 2019 berief die CBD einen regionalen EBSA-Workshop für die nordöstliche Atlantikregion ein. Die Ergebnisse durchliefen die entsprechenden Verfahren bei SBSTTA-23 im November 2019 und werden auf der COP15 im Jahr 2021 weiter geprüft. Wenn alle vorgeschlagenen EBSAs akzeptiert werden, gibt es global insgesamt 338 EBSAs.
  • Die Ergebnisse der Arbeit von GOBI zu wandernden Arten und zur Konnektivität von Ökosystemen wurden auf einer Nebenveranstaltung während der 13. Vertragsstaatenkonferenz der wandernden Arten im Februar 2020 vorgestellt. Das CMS-Sekretariat ist weiterhin ein starker Befürworter der Arbeit von GOBI bei der Entwicklung des MiCO-Systems und in der Entwicklung des IMMA-Prozesses sowie als Hauptnutzer der Seabird Tracking Database – alle Produkte der Arbeit von GOBI im Rahmen dieses IKI-Zuschusses.
  • Die Arbeit von GOBI zur Entwicklung von Schutzstrategien für hydrothermale Entlüftungsöffnungen auf mittelozeanischen Kämmen fließt in die Arbeit der Internationalen Meeresbodenbehörde zur Entwicklung eines regionalen Umweltmanagementplans für den Atlantik ein. GOBI-Forschende haben aktiv an einer Reihe von ISA-Workshops teilgenommen, um dieses REMP voranzutreiben.
  • Die Arbeit von GOBI an der Beschreibung einer Reihe wichtiger Meeressäugergebiete im Indischen und Südpazifischen Ozean schreitet weiter voran. Derzeit sind fünf Fachworkshops abgeschlossen und mehr als 100 IMMAs beschrieben. Ein weiterer Workshop soll vor Projektende stattfinden (sofern COVID-19-Einschränkungen dies zulassen). Alle bisherigen Ergebnisse finden Sie online im IMMA eAtlas.
  • Das von der Duke University u. a. entwickelte MiCO-System (Migratory Connectivity in the Ocean) wird weiterentwickelt und bietet eine immer ausgefeiltere Visualisierung der Bewegung wandernder Meeresspezies. MiCO hat kürzlich den Ocean Awards 2020 in der Kategorie Innovation gewonnen, um „innovative Maßnahmen zur Reduzierung der Belastung der Ozeane einzuführen“.
  • Die Arbeit von GOBI im Costa Rica Thermal Dome (CRTD) und die Initiative, regionale Regierungen zusammenzubringen, um den natürlichen Wert der CRTD anzuerkennen, beginnen Früchte zu tragen. Panama, Costa Rica, Nicaragua, Honduras, El Salvador und Guatemala haben vereinbart, ein internationales Governance-Modell zum Schutz der Nachhaltigkeit der CRTD zu entwickeln. Die Regierungen, vertreten durch den Ministerrat der Zentralamerikanischen Kommission für Umwelt und Entwicklung (CCAD), haben ein offizielles Abkommen über die Ausarbeitung eines gemeinsamen Arbeitsplans zur Aufnahme von CRTD in die regionale Küsten- und Meeresagenda unterzeichnet. Der Implementierungspartner von GOBI, MarViva, und die technischen CCAD-Verbindungsbeamten der Länder werden einen solchen Arbeitsplan in zwei Workshops entwickeln, die von MarViva im Jahr 2020 organisiert werden.
  • Die Bioregionalisierungen für den Südwestpazifik und den Indischen Ozean sind nahezu vollständig, mit Beschreibungen von 72 benthischen und 14 pelagischen Bioregionen im Indischen Ozean sowie 35 benthischen und 16 pelagischen Regionen im Südwestpazifik. Jede Region verfügt über eine Beschreibung, eine Karte und ein qualitatives Ökosystemmodell, das die wichtigsten Belastungen für die Bioregion identifiziert. Vorläufige Ergebnisse werden von SPREP, IOTC und FAO verwendet und Elemente werden in den nächsten zwei Jahren in MSP-Programme in Mauritius, Tansania und Kenia einfließen.

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
weltweit

Durchführungs­organisation:
Seascape Consultants Ltd - United Kingdom

Partnerinstitution(en):
  • Government of the Republic of the Seychelles, Governments of Central America (Honduras & Guatemala), International Seabed Authority (ISA) - Jamaica, Secretariat of the Convention on Biological Diversity (SCBD) - Canada, United Nations Environment Programme (UN Environment) - Canada, United Nations Environment Programme (UN Environment) - United Arab Emirates
  • BirdLife International - Global Office - United Kingdom,Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) - Tasmania/Australia ,Duke University - United States,Instituto Tethys ONLUS - Italy,MarViva Foundation - Costa Rica

BMU-Förderung:
5.190.577,00 €

Laufzeit:
05/2016  bis  04/2021


Internetauftritt(e):



  • Twitter
  • Facebook
  • Google+