Globaler Klimaschutzfonds - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Globaler Klimaschutzfonds

Stand: Oktober 2021

Um die Erderwärmung und damit die Folgen des Klimawandels zu begrenzen, bedarf es Investitionen in Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und Maßnahmen, die den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen vermindern. Der Globale Klimaschutzfonds (GCPF ) stellt diese Mittel in Entwicklungs- und Schwellenländern bereit. Sie werden entweder als direkte Investitionen den Projekten vor Ort oder den lokalen Finanzinstitutionen zur Verfügung gestellt. Letztere geben die Gelder in Form von Krediten an kleine und mittlere Unternehmen sowie private Haushalte weiter. Der GCPF ist in Luxembourg registriert und wird von der responsAbility Investments AG verwaltet. Der Fonds erhöht die Wirkung öffentlicher Gelder, indem er zusätzliche Mittel öffentlicher und privater Investoren in klimafreundliche Projekte mobilisiert.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Projekt in Umsetzung
  • Auf Initiative des BMUB und der KfW hat der GCPF sich inzwischen zu einem öffentlich-privaten Gemeinschaftsprojekt entwickelt. Unter den Anteilseignern finden sich das britische Wirtschafts- und Energieministerium (BEIS), das dänische Außenministerium (DANIDA), ein schweizerischer Investor und Fondsmanager (responsAbility), die privatwirtschaftlich-ausgerichtete Entwicklungsbank der Weltbankgruppe (IFC), die österreichische Entwicklungsbank (OeEB), die niederländische Entwicklungsbank (FMO), die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe (ÄVWL) und die niederländische Privatbank ASN.
  • Der GCPF mobilisierte als strukturierter Fonds mit unterschiedlichen Risikoklassen bis zum zweiten Quartal 2016 ca. 392 Millionen USD für Investitionen in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien (EE/RE). Davon wurden bereits ca. 284 Millionen USD in Form von verbilligten Darlehen an Partnerbanken in den Zielländern weitergegeben, um das klimafreundliche Kreditgeschäft zu fördern. Dadurch werden beispielsweise Unternehmen finanziert, die solarbetriebene Bewässerungspumpen für Kleinbauern in Indien vertreiben.
  • Insgesamt beträgt das Minderungspotenzial der ausgelegten GCPF-Kredite ca. 7 Millionen tCO2äq. und verteilt sich auf zwölf Länder. Es handelt sich dabei mehrheitlich um Energieeffizienzmaßnahmen in Gebäuden und kleineren Anlagen für Erneuerbare Energien in kleinen und mittelständischen Unternehmen.
  • Unter den Projekten des GCPF sind auch Direktinvestionen, beispielsweise ein Photovoltaik-Kraftwerk in Südafrika mit einer jährlichen Stromerzeugung von bis zu 1,8 Gigawattstunden.
  • Eine Fazilität für technische Beratungsmaßnahmen zählt inzwischen zahlreiche Projekte, um zusätzliche Investitionen für den Klimaschutz vorbereitend zu unterstützen. Dies geschieht vor allem durch Machbarkeitsstudien, Umweltverträglichkeitsprüfungen, Baugenehmigungen oder der Entwicklung neuer und an den lokalen Verhältnissen ausgerichteter EE/RE-Kreditprodukte.
  • Im September 2016 organisierte der Fonds die erste "GCPF-Akademie", um den Wissensaustausch über bewährte Praktiken unter den lokalen Finanzinstituten zu fördern.

Projektdaten

Länder:
Bangladesch, Brasilien, Ecuador, Honduras, Indien, Mongolei, Nicaragua, Sri Lanka, Südafrika, Türkei, Ukraine, Vietnam

Durchführungs­organisation:
KfW Entwicklungsbank

Politische Partner:
  • Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries/Diverse klimarelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern

Durchführungspartner:
  • Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries/Diverse klimarelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern

BMU-Förderung:
66.500.000,00 €

Laufzeit:
seit  12/2009


Internetauftritt(e):

Dokument(e):
The International Climate Initiative (IKI) Contributes to Mobilizing Climate Finance (PDF, 216 KB, englisch))



  • Twitter
  • Facebook
  • Google+
<