Indigene und afrokolumbianische Frauen tragen zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei

Stand: October 2020

Ziel und Maßnahmen

In den Departments Chocó und Antioquia im biodiversitätsreichen Nordwesten Kolumbiens leben viele indigene und afrokolumbianische Gruppen. Nationale und regionale Schutzgebiete sind dort insbesondere dem Druck durch die Bergbauindustrie ausgesetzt. Das Projekt unterstützt deshalb die Entwicklung von Strategien zur Landnutzungsplanung von indigenen Territorien. Es stärkt gemeinschaftliche Produktionssysteme und zeigt Möglichkeiten nachhaltiger Nutzung der Artenvielfalt, insbesondere durch Frauen, auf. So wird traditionelles Wissen erhalten und für die Menschen in Wert gesetzt. Zusätzlich bildet das Projekt Indigene aus und stärkt diese. So können sie ihre territorialen Rechte wahrnehmen und sich stärker in Entscheidungsprozesse einbringen. Das Projekt stärkt außerdem das Zusammenwirken von Naturschutzgebieten und Gebieten, die von indigenen und afrokolumbianischen Gruppen bewirtschaftet werden. So trägt es zur Nutzung von Synergien und zu einer nachhaltigen Entwicklung der Region bei./

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt im Nordwesten Kolumbiens führt verschiedene Maßnahmen durch, die der territorialen Kontrolle und Verwaltung der Aktivitäten indigener Gemeinschaften in der Region Chocó dienen.
  • In den indigenen Gemeinden Embera Dóbida, Emberá Eyábida, Embera Tule und Embera Senú wurden mehrere Workshops zu Lebensplänen und internen Regelungen durchgeführt. Lebenspläne und interne Regelungen sind Planungsstrategien zur Landnutzung, die ethnische Ansätze beinhalten und eine nachhaltige Nutzung und Verwaltung von Stammesgebieten anstreben.
  • Zudem wurde ein Treffen zur Stärkung der mit ethnischen Schutzgebieten befassten Akteurinnen und Akteuren (Behörden der indigenen und afro-kolumbianischen Gemeinschaften, Partnerinstitutionen) durchgeführt.
  • Außerdem wurde mit der Analyse des Bedarfs der indigenen Gebiete in Bezug auf geographische Informationen begonnen, um ein allgemeines Planungs- und Managementsystem auf der Grundlage geographischer Informationen für die indigenen Gemeinschaften von Antioquia zu schaffen.
  • Darüber hinaus begann das Projekt mit der Zusammenstellung und Überarbeitung der Resolutionen über Reservate und Informationen, die durch verschiedene Projekte der Organisation sowie durch den Beschluss des Obersten Rates der Indigenenorganisation von Antioquia gewonnen wurden, um die Modalitäten des Prozesses im ICCA-Register (ICCA - Indigenous and Community Conserved Areas) zu definieren.

Projektdaten

Länder:
Kolumbien

Durchführungs­organisation:
Asociación de Cabildos Indígenas y Autoridades Tradicionales de Antioquia – OIA

Partnerinstitution(en):
  • Organisation of the Indigenous People of Antioquia (OIA) - Colombia
  • Parques Nacionales Naturales de Colombia
  • The Peruvian Amazon Research Institute (IIAP) - Peru

BMU-Förderung:
961.332,00 €

Laufzeit:
06/2019  bis  12/2021




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