Indigene und afrokolumbianische Frauen tragen zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Indigene und afrokolumbianische Frauen tragen zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei

Stand: Juli 2021

In den Departments Chocó und Antioquia im biodiversitätsreichen Nordwesten Kolumbiens leben viele indigene und afrokolumbianische Gruppen. Nationale und regionale Schutzgebiete sind dort insbesondere dem Druck durch die Bergbauindustrie ausgesetzt. Das Projekt unterstützt deshalb die Entwicklung von Strategien zur Landnutzungsplanung von indigenen Territorien. Es stärkt gemeinschaftliche Produktionssysteme und zeigt Möglichkeiten nachhaltiger Nutzung der Artenvielfalt, insbesondere durch Frauen, auf. So wird traditionelles Wissen erhalten und für die Menschen in Wert gesetzt. Zusätzlich bildet das Projekt Indigene aus und stärkt diese. So können sie ihre territorialen Rechte wahrnehmen und sich stärker in Entscheidungsprozesse einbringen. Das Projekt stärkt außerdem das Zusammenwirken von Naturschutzgebieten und Gebieten, die von indigenen und afrokolumbianischen Gruppen bewirtschaftet werden. So trägt es zur Nutzung von Synergien und zu einer nachhaltigen Entwicklung der Region bei./

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt im Nordwesten Kolumbiens führt verschiedene Maßnahmen durch, die der territorialen Kontrolle und Verwaltung der Aktivitäten indigener Gemeinschaften in der Region dienen.
  • Das Projekt hat Strategien entwickelt, um die Arbeit auch während der aktuellen COVID-19-Pandemie fortzusetzen. So wurden beispielsweise die indigenen Gemeinschaften darin bestärkt, Technologien zu nutzen. Auch wurden neun indigene Umweltführerinnen und Umweltführer eingestellt, die Schulungsaktivitäten, Workshops, Treffen und andere Aktivitäten in ihren Gemeinden veranstalten können. Bislang wurden acht Trainingsworkshops in acht Gemeinschaften durchgeführt. Darüber hinaus wurden drei Treffen der lokalen Patrouillen abgehalten und vierzehn Workshops zu Lebensplänen und internen Regelungen durchgeführt. Lebenspläne und interne Regelungen sind Planungsstrategien zur Landnutzung, die ethnische Ansätze beinhalten und eine nachhaltige Nutzung und Verwaltung von Stammesgebieten anstreben.
  • Insgesamt wurden bisher 30 Treffen zu Lebensplänen und internen Regelungen mit den vier indigenen Völkern Embera Dóbida, Emberá Eyábida, Embera Tule und Embera Senú veranstaltet.
  • Das methodische Design für die Trainingsworkshops zum Thema Empowerment und Erhaltung der Biodiversität für Frauen wurde entwickelt.
  • Eine vorläufige Verbreitungsstrategie wurde erstellt.
  • Eine Versammlung des Indigenen Rates wurde abgehalten, um die vorläufigen Ergebnisse vorzustellen.
  • Die Eintragung in das ICCA-Register (ICCA - Indigenous and Community Conserved Areas) wurde abgeschlossen.
  • Die Informationen, die benötigt werden, um die Geodatenbank zu speisen, stammen aus der Arbeit von Fachkräften und Workshops, die in den Gemeinden abgehalten wurden.
  • Zudem wurde ein Treffen zur Stärkung der mit ethnischen Schutzgebieten befassten Akteurinnen und Akteuren (Behörden der indigenen und afro-kolumbianischen Gemeinschaften, Partnerinstitutionen) durchgeführt.

Projektdaten

Länder:
Kolumbien

Durchführungs­organisation:
Asociación de Cabildos Indígenas y Autoridades Tradicionales de Antioquia – OIA

Politische Partner:
  • Corporación Autónoma Regional para el Centro de Antioquia (CORANTIOQUIA)
  • Parques Nacionales Naturales de Colombia
  • The Pacific Environmental Research Institute "JOHN VON NEUMANN" (IIAP)

BMU-Förderung:
961.332,00 €

Laufzeit:
06/2019  bis  12/2021




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