Indigene und afrokolumbianische Frauen tragen zum Erhalt der biologischen Vielfalt im Nordwesten Kolumbiens bei - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Indigene und afrokolumbianische Frauen tragen zum Erhalt der biologischen Vielfalt im Nordwesten Kolumbiens bei

Stand: July 2020

Ziel und Maßnahmen

Das Projekt hat den Schutz der Biodiversität im nordwestlichen Teil Kolumbiens (Chocó und Antioquia) zum Ziel, einer Region mit verschiedenen Besonderheiten: In dieser Region leben viele indigene Gruppen sowie Menschen afrikanischer Herkunft. Außerdem sind viele nationale und regionale Schutzgebiete dem Druck durch die Bergbauindustrie ausgesetzt. Das Projekt unterstützt deshalb die Umweltplanung von indigenen Reservaten zeigt Möglichkeiten nachhaltiger Nutzung von Biodiverstität, insbesondere durch Frauen, auf, um traditionalles Wissen zu schützen und für die Menschen in Wert zu setzen. Das Projekt stärkt außerdem die Zusammenarbeit von durch indigene und Menschen afrikanischer Abstammung bewirtschafteten Gebieten und Naturschutzgebieten, um zur Nutzung von Synergien und einer nachhaltigen Entwicklung der Region beizutragen.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt im Nordwesten Kolumbiens führt verschiedene Maßnahmen durch, die der territorialen Kontrolle und Verwaltung der Aktivitäten indigener Gemeinschaften in der Region Chocó dienen.
  • In den indigenen Gemeinden Embera Dóbida, Emberá Eyábida, Embera Tule und Embera Senú wurden mehrere Workshops zu Lebensplänen und internen Regelungen durchgeführt. Lebenspläne und interne Regelungen sind Planungsstrategien zur Landnutzung, die ethnische Ansätze beinhalten und eine nachhaltige Nutzung und Verwaltung von Stammesgebieten anstreben.
  • Zudem wurde ein Treffen zur Stärkung der mit ethnischen Schutzgebieten befassten Akteure (Behörden der indigenen und afro-kolumbianischen Gemeinschaften, Partnerinstitutionen) durchgeführt.
  • Außerdem wurde mit der Analyse des Bedarfs der indigenen Gebiete in Bezug auf geographische Informationen begonnen, um ein allgemeines Planungs- und Managementsystem auf der Grundlage geographischer Informationen für die indigenen Gemeinschaften von Antioquia zu schaffen.
  • Darüber hinaus begann das Projekt mit der Zusammenstellung und Überarbeitung der Resolutionen über Reservate und Informationen, die durch verschiedene Projekte der Organisation sowie durch den Beschluss des Obersten Rates der Indigenenorganisation von Antioquia gewonnen wurden, um die Modalitäten des Prozesses im ICCA-Register (ICCA - Indigenous and Community Conserved Areas) zu definieren.

Projektdaten

Länder:
Kolumbien

Durchführungs­organisation:
Asociación de Cabildos Indígenas y Autoridades Tradicionales de Antioquia – OIA

Partnerinstitution(en):
  • Organisation of the Indigenous People of Antioquia (OIA) - Colombia, Parques Nacionales Naturales de Colombia, The Peruvian Amazon Research Institute (IIAP) - Peru

BMU-Förderung:
961.332,00 €

Laufzeit:
06/2019  bis  12/2021




Meldungen zum Projekt

05.06.2020Kolumbien: Hotspot der Artenvielfalt
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