Initiative Ressourceneffizienz und Klimaschutz

Stand: November 2020

Schwellenländer weisen ein starkes industrielles Wachstum auf, mit dem steigende Ressourcenverbräuche und Treibhausgasemissionen verbunden sind. Das Vorhaben unterstützt Schwellenländer der G20 dabei, Maßnahmen und Strategien zu entwickeln, mit denen die Ressourceneffizienz gesteigert und der Klimaschutz verbessert wird. Dazu stärkt es die Kompetenzen und Kapazitäten von Schlüsselakteuren im öffentlichen und privaten Sektor. Es fördert zudem den Wissens- und Erfahrungsaustausch mit und zwischen G20-Schwellenländern. Aufbauend darauf berät das Projekt die Zielländer bei der Identifizierung und Erschließung von Potenzialen für Ressourceneffizienz und Treibhausgasminderung. Die entsprechenden Strategien und Programme leisten einen Beitrag zur Umsetzung der nationalen Klimaschutzbeiträge. In enger Zusammenarbeit mit dem BMU unterstützt es die Einbeziehung von Ressourceneffizienz und Klimaschutz in internationale Dialogprozesse, insbesondere im G20-Kontext.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Durch Präsenz- und Onlineschulungen, Studienreisen, Unterstützung von Potenzialstudien und Informations- und Dialogveranstaltungen wird die Förderung von Ressourceneffizienz und Klimaschutz auf nationaler Ebene in drei G20-Ländern im öffentlichen Sektor und der Privatwirtschaft gestärkt. Die Teilnahme an internationalen Veranstaltungen trägt zudem dazu bei, die Potenziale der Ressourceneffizienz für den Klimaschutz in Schwellenländern auch international ins Blickfeld zu rücken.
  • Mehrere Informations- und Fortbildungsmaßnahmen mit Schlüsselakteurinnen und -akteuren en aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Mexiko, Argentinien und Indonesien mit insgesamt über 150 Teilnehmenden haben Bewusstsein und Kapazitäten zur Nutzung von Ressourceneffizienzpotenzialen für den Klimaschutz geschaffen. Die Veranstaltungen wurden u. a. vom Umweltbundesamt (UBA), dem International Resource Panel (IRP) und dem dt. Zentrum Ressourceneffizienz (VDI-ZRE) unterstützt.
  • Eine mit Unterstützung des Vorhabens erstellte Studie zu Ressourceneffizienzpotenzialen in prioritären Wirtschaftssektoren des mexikanischen Bundesstaates Guanajuato lieferte wichtige Grundlagen für die Verankerung von Ressourceneffizienz im Regierungsprogramm („Plan Estatal de Desarrollo Guanajuato 2040“). Zudem wurde durch die Studie ein andauernder Dialog zwischen öffentlichem und dem Unternehmens-Sektor zur Förderung von Ressourceneffizienz in Unternehmen in Gang gesetzt, an dem auch Forschungseinrichtungen teilnehmen.
  • In Argentinien hat der vom Vorhaben unterstützte Dialog zwischen Privatunternehmern und dem Umwelt- bzw. Wirtschaftsministerium gezeigt, dass der Beitrag der Unternehmen zum Ressourcen- und Klimaschutz unerlässlich ist. Ein entwickelter Online-Check bietet Unternehmen an, sich selbst im Hinblick auf Beiträge zu Ressourcen- und Klimaschutz einzuschätzen und mit Politikern zu diskutieren, welche Politikmaßnahmen zur Förderung von industriellem Ressourcenschutz (und Klimaschutz) umsetzbar und zielführend sind.
  • In Indonesien verfolgt die Abteilung Standards des Umweltministers das Ziel, Ressourceneffizienz stärker in andere Politikbereiche zu integrieren. Das Vorhaben hat das Umweltministerium bei einem interministeriellen Workshop für ein erstes Ressourceneffizienz-Mapping unterstützt.
  • Eine viertägige Studienreise für 25 Schlüsselakteure aus dem privaten und öffentlichen Sektor aus elf Schwellenländern im November 2018 bot eine Plattform zum Wissensaustausch und Netzwerken. Der Besuch des Europäischen Ressourcenforums erlaubte den Teilnehmenden eine Anbindung an die aktuelle internationale Debatte.
  • In Argentinien, Mexiko und Indonesien wurde ein vom VDI ZRE entwickeltes Präsenztraining zu Ressourceneffizienz für kleinere und mittlere Unternehmen durchgeführt, pro Land lokale Trainerpools aufgebaut und in 2019-2020 über 100 Unternehmensvertreter aus verschiedenen Branchen geschult (u.a. Textil- und Lebensmittelbranche).
  • Ein öffentlich zugängliches Webinar zu Circular Economy im Oktober 2018 in Kooperation mit der Green Growth Knowledge Plattform (GGKP) mit Fallstudien aus Indien und Indonesien erreichte über 150 Teilnehmende. Ebenfalls über GGKP wurde eine dreiteilige, öffentlich zugängliche Online-Trainingsserie zu Ressourceneffizienz für KMUs vom VDI-ZRE im Februar und März 2020 mit über 200 Teilnehmenden durchgeführt.
  • Beim World Resources Forum im Oktober 2019 diskutierten Teilenehmende aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Erfahrungen mit der Umsetzung von Ressourceneffizienzpolitiken, u. a. aus Indien und Mexiko. Der Workshop „G20 Emerging Economies‘ Perspective on Resource Efficiency: Challenges and Prospects” wurde in Kooperation mit der EU Resource Efficiency Initiative India durchgeführt.

Projektdaten

Länder:
Argentinien, Indonesien, Mexiko

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC) - India
  • Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico
  • United Nations Environment Programme (UN Environment)
  • United Nations Industrial Development Organization (UNIDO) - Burkina Faso

BMU-Förderung:
3.000.000,00 €

Laufzeit:
09/2017  bis  02/2021


Internetauftritt(e):

Factsheet:
Initiative Resource Efficiency and Climate Action (PDF | Englisch | 671 KB)



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