Initiative Ressourceneffizienz und Klimaschutz - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Initiative Ressourceneffizienz und Klimaschutz

Stand: September 2021

Schwellenländer weisen ein starkes industrielles Wachstum auf, mit dem steigende Ressourcenverbräuche und Treibhausgasemissionen verbunden sind. Das Vorhaben hat G20-Schwellenländer dabei unterstützt, Maßnahmen und Strategien für gesteigerten Ressourceneffizienz und Klimaschutz zu entwickeln. Dazu stärkte es die Kompetenzen und Kapazitäten von Schlüsselakteuren im öffentlichen und privaten Sektor. Es förderte zudem den Wissens- und Erfahrungsaustausch mit und zwischen G20-Schwellenländern. Aufbauend darauf hat das Projekt die Zielländer dazu beraten, Potenziale für Ressourceneffizienz und Treibhausgasminderung zu identifizieren und zu nutzen. Die entsprechenden Strategien und Programme haben einen indirekten Beitrag zur Umsetzung der nationalen Klimaschutzbeiträge geleistet. In enger Zusammenarbeit mit dem BMU hat das Vorhaben den Beitrag von Ressourceneffizienz für Klimaschutz in internationalen Dialogprozessen und Foren, insbesondere auch im G20-Kontext, beworben und unterstützt.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt ist abgeschlossen.
  • Fortbildungsmaßnahmen mit Schlüsselakteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Mexiko, Argentinien und Indonesien mit über 150 Teilnehmenden haben Bewusstsein und Kapazitäten zur Nutzung von Ressourceneffizienzpotenzialen geschaffen. Die Veranstaltungen wurden u. a. vom Umweltbundesamt, dem International Resource Panel und dem deutschen Zentrum für Ressourceneffizienz unterstützt.
  • In Argentinien, Mexiko und Indonesien wurde ein Training zu Ressourceneffizienz für KMUs durchgeführt, lokale Trainerpools aufgebaut und 135 Unternehmensvertretenden geschult (u. a. Textil- und Lebensmittelbranche). Das Training wurde als Online-Training mit 200 Teilnehmenden durchgeführt und ist über das Wissensportal Green Industry Plattform zugänglich: www.greengrowthknowledge.org/…
  • Diskussionen zum Beitrag von Ressourceneffizienzmaßnahmen zum Klimaschutz haben sich intensiviert. Eine vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg hierfür durchgeführte Studie entwickelte einen methodischen Ansatz, um das Potenzial von Ressourceneffizienzmaßnahmen für THG-Minderung in der Wertschöpfungskette zu quantifizieren.
  • In Argentinien haben Dialoge zwischen Unternehmerinnen und Unternehmern und dem Umwelt- bzw. Wirtschaftsministerium zu einem gemeinsamen Verständnis beigetragen, welche Maßnahmen zur Förderung von Ressourcenschutz zielführend sind. Ein entwickelter Online-Check ermöglicht es Unternehmen, ihre Beiträge zu Ressourcen- und Klimaschutz einzuschätzen. Zusätzlich wurde in Kooperation mit einem Wirtschaftsverband ein Handbuch für Unternehmen zu Ressourceneffizienz entwickelt.
  • Argentinien erarbeitet seit 2020 mit dem VN-Umweltprogramm eine nationale Strategie für nachhaltigen Konsum und Produktion. Als Beitrag dazu wurde eine Hotspotanalyse für Argentiniens Lebensmittelsektor finanziert. Die Studie identifiziert prioritäre Umweltbelastungen von nicht-nachhaltiger Produktion anhand von Umwelt-, Sozial- und Handelsdaten und vermittelt politischen Entscheidungstragenden eine Datengrundlage für eine Neujustierung der nationalen SCP- und Klimapolitik.
  • Eine Studie zu Ressourceneffizienzpotenzialen prioritärer Wirtschaftssektoren des mexikanischen Bundesstaates Guanajuato lieferte wichtige Grundlagen für die Verankerung von Ressourceneffizienz im Regierungsprogramm. Zudem wurde ein Dialog zwischen öffentlichem und dem Unternehmenssektor zu Ressourceneffizienz in Gang gesetzt. Die Studie wird komplementiert durch eine Kurzanalyse, die aufzeigt, welche Vorteile Ressourceneffizienz KMUs bieten kann. Ein mit dem Umweltministerium entwickeltes Handbuch zu Ressourceneffizienz sensibilisiert KMUs und gibt ihnen praktische Hinweise zur Umsetzung von Ressourceneffizienzmaßnahmen.
  • In Indonesien verfolgt das Umweltministerium das Ziel, Ressourceneffizienz stärker in andere Politikbereiche zu integrieren und einen Dialog mit verschiedenen Wirtschaftssektoren zu etablieren. Das Ministerium wurde unterstützt, eine Bestandsaufnahme von Strategien und Gesetzgebungen zu Ressourceneffizienz vorzunehmen und Politikempfehlungen zu formulieren. Des Weiteren wurde ein Stimmungsbild des Privatsektors zu Bedarfen an Kompetenzentwicklung und Förderansätzen als Grundlage für eine öffentlich-private Dialogreihe erhoben. Über UNIDO wurde ein Trainingskurs für Umweltprüfer im Textilsektor entwickelt, der Ressourceneffizienzstandards und -maßnahmen vermittelt.
  • Eine Studienreise für 25 Schlüsselakteure aus dem privaten und öffentlichen Sektor aus elf Schwellenländern im November 2018 bot eine Plattform zum Wissensaustausch und Netzwerken. Der Besuch des Europäischen Ressourcenforums erlaubte den Teilnehmende eine Anbindung an die internationale Debatte.
  • Städte spielen eine immer größere Rolle beim ressourceneffizienten Management von Materialströmen. Das VN Umweltprogramm hat durch Unterstützung des Vorhabens einen Regionalbericht für Lateinamerika zum Materialfußabdruck von Städten und Strategien für intelligentes Materialflussmanagement publiziert, der neue Wege für ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft auf kommunaler Ebene aufzeigt.

Projektdaten

Länder:
Argentinien, Indonesien, Mexiko

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Politische Partner:
  • Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico
  • Ministry of Environment and Sustainable Development - Argentina*
  • State Ministry of National Development Planning (BAPPENAS) - Indonesia

Durchführungspartner:
  • United Nations Environment Programme (UN Environment)
  • United Nations Industrial Development Organization (UNIDO) - Indonesia

BMU-Förderung:
3.000.000,00 €

Laufzeit:
09/2017  bis  02/2021


Internetauftritt(e):

Dokument(e):
Initiative Resource Efficiency and Climate Action (PDF | Englisch | 671 KB)



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