Integrierte Luftreinhaltung und Minderung des Klimawandels im Rahmen des Weltbank-Programms Pollution Management and Environmental Health (PMEH)

Stand: September 2020

Ziel und Maßnahmen

Millionen Menschen weltweit sterben jährlich an den Folgen von Luftverschmutzung, die hauptsächlich durch Feinstaub, v.a. aus Industrie und Verkehr, verursacht wird. Es handelt sich um kurzlebige klimawirksame Schadstoffe (SLCP), die ca. 40% zur Erderwärmung beitragen. Am Beispiel der Partnerstädte unterstützt das Vorhaben die Entwicklung effektiver Politiken, integrierten Luftreinhalteplänen (LRP) und THG-Minderungsplänen. Es ergänzt das Weltbank-Programm PMEH mit Kapazitätsaufbau sowie der Entwicklung von Institutionen und Normen und die nationalen Klimaschutzbeiträge (NDC) werden somit bei der Umsetzung unterstützt. Die Datengrundlage (Emissionsinventare, Luftmessungen) für LRP wird verbessert und rechtliche Grundlagen sowie ausgewählte kommunale Landnutzungspläne werden überprüft und angepasst. Fortbildungen für Entscheider und Wissenstransfer zwischen Deutschland und PMEH-Partnerländern unterstützen die LRP-Entwicklung und THG-Minderungsmaßnahmen weiterer PMEH-Partnerländer.
Verbundprojekt
World Bank Group’s Pollution Management and Environmental Health (PMEH) Multi-Donor Trust Fund

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Nachfrageorientierte Unterstützung des BMU im Pollution Management and Environmental Health (PMEH)-Steuerungskomitee.
  • Dokumentation der Projektarbeit in Vietnam von 2018 Deutsch: www.dw.com/de/hanoi-der-kampf-gegen-dicke-luft/av-45832898.
  • In Südafrika wurde der Luftreinhalte-Plan für Tshwane (Pretoria) fertig gestellt und wartet nun auf die Verabschiedung durch den Stadtrat.
  • Die Städte Johannesburg und Tshwane (Südafrika) werden zusammen mit dem Stockholm Environment Institute (SEI) bei der Modellierung ihrer Emissionen und der Entwicklung von Gegenmaßnahmen unterstützt
  • Ein Journalistentraining zum Thema Luftreinhaltung wurde in Hanoi und Ho Chi Minh City durchgeführt. Die Qualität der Berichterstattung über das Thema in Vietnam konnte dadurch bereits merklich verbessert werden. – Die Themen Luftverschmutzung und Luftreinhaltung konnten durch zahlreiche Veranstaltungen stärker in die Öffentlichkeit gebracht werden: z.B. auf einem awareness raising Workshop an einer großen Schule in Hanoi, einen Stakeholder Consultation Workshop in Hanoi, eine Vorstellung auf dem Deutschland-Tage in Hanoi im November 2018, Air Awareness Week“ Ende April/Anfang Mai 2019 in Hanoi, sowie Projektvorstellungen auf der Better Air Quality Asia Konferenz im November 2018 in Malaysia, dem Transport Month Symposium in Johannesburg Ende 2019 sowie durch die World Environment Day Festivitäten.
  • Vorträge des Projektes auf dem „Sustainable Transport Month“ Symposium in Johannesburg im Oktober 2019 wurden gut aufgenommen.
  • Stakeholder-Konsultationen für die Überarbeitung des Nationalen Umweltschutzgesetzes in Vietnam Ende 2019 durchgeführt.
  • Das Umweltministerium Vietnams nimmt mit Unterstützung des Projekts Luftreinhaltung erstmals in das derzeit in Revision befindliche nationale Umweltschutzgesetz auf.
  • Das Projekt erstellte eine Machbarkeitsstudie zu kleinräumiger Biogasproduktion in Townships in Tshwane (Pretoria), die eine wesentliche Minderung von Methan-Emissionen aus Müllkippen erwirken könnte.

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
Südafrika, Vietnam

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Department of Environmental Affairs (DEA) - South Africa, Ministry of Natural Resources and Environment (MONRE) - Viet Nam
  • Ministry of Environment MoE - Egypt,Ministry of Natural Resources and Environment (MONRE) - Viet Nam

BMU-Förderung:
3.000.000,00 €

Laufzeit:
09/2017  bis  12/2020


Internetauftritt(e):



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