Kapazitätsaufbau für verbessertes Küsten- und Meeresmanagement in Westafrika (Mami Wata Projekt) - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Kapazitätsaufbau für verbessertes Küsten- und Meeresmanagement in Westafrika (Mami Wata Projekt)

Stand: Oktober 2021

Die afrikanische Atlantikküste umfasst eine „Exclusive Economic Zone”, in der sich eine große Artenvielfalt und reichhaltige Fischfanggebiete finden. Diese wertvollen Ökosysteme sind durch Überfischung und Verschmutzung gefährdet. Das Projekt nutzt einen integrierten Managementansatz, um in den Mitgliedsstaaten der Abidjan Convention den Umweltschutz von Marine- und Küstenökosystemen, Biodiversität, nachhaltige Ressourcennutzung und langfristige Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen zu verbessern. Dazu wird ein Konzept zur Identifizierung von EBSAs erarbeitet. Zudem unterstützt es bei grenzüberschreitenden Pilotprojekten in Benin, Elfenbeinküste und Ghana, um marine Raumplanungskonzepte für verbesserten Umweltschutz zu erstellen, eine nachhaltigen Entwicklung voranzubringen, die auf Ökosystemdienstleistungen basiert, und Berichte zum Zustand der Meeresumwelt zu verfassen. Mami Wata Partner übernehmen den Kapazitätsaufbau vor Ort.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die Pilotprojekte des Mami Wata Projekts (Benin, Elfenbeinküste und Ghana) haben ihre Arbeit in 2018 und Frühjahr 2019 aufgenommen:
    • In Côte d'Ivoire wird das „Gestion intégrée de l’aire marine et côtière d’Abidjan à Assinie”-Projekt gemeinsam mit dem Centre Ivoirien Antipollution (CIAPOL) durchgeführt. Es umfasst circa 80 Kilometer Küste.
    • In Ghana ist die Environmental Protection Agency federführend für das „Ecosystem Based Approach to an Integrated Marine and Coastal Environment Management”-Projekt. Es umfasst circa 200 Kilometer Küste.
    • Das Pilotprojekt in Benin, GIZMaC („Gestion Intégrée de la Zone Marine et Côti-ère du Bénin“), wird vom Ministère du Cadre de Vie et du Développement Durable umgesetzt. Es umfasst circa 125 Kilometer Küste.
  • Finale Ergebnisse der Pilotprojekte werden in 2021 erwartet, insbesondere zu den Meeresraumplänen. Benin und Côte d'Ivoire haben bereits EBSAs festgelegt. Auch die Berichte über den Zustand der Meeresumwelt werden derzeit mit den Interessengruppen abschließend validiert.
  • Neben der länderspezifischen Arbeit zielt eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Côte d'Ivoire und Ghana darauf ab, einen gemeinsamen Bestand an wirtschaftlich bedeutenden Sardinellen zu schützen und die Verschmutzung der gemeinsamen Aby-Lagune zu bekämpfen.
  • Neben der Arbeit in den drei Pilotprojekten (Benin, Côte d'Ivoire und Ghana), kooperiert Mami Wata eng mit drei sogenannten „Centres of Expertise”, die federführend sind beim Aufbau nationaler und regionaler technischer Kapazität. Die Zentren werden nach Ende der Projektdauer ihre Expertise, Erfahrungen und Netzwerke den Ländern der Region zur Verfügung stellen.
  • Aktuelle Informationen zum Projekt werden auf der Projekt-Website (www.mamiwataproject.org/mami-news/) und dem Twitter-Kanal (twitter.com/…) veröffentlicht.

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
Angola, Benin, Demokratische Republik Kongo, Gambia, Ghana, Guinea, Kamerun, Kap Verde, Kongo, Liberia, Mauretanien, Namibia, Nigeria, Senegal, Sierra Leone, São Tomé und Príncipe, Südafrika, Togo

Durchführungs­organisation:
GRID-Arendal

Politische Partner:
  • Secretariat of the Abidjan Convention - Ivory Coast

Durchführungspartner:
  • Secretariat of the Abidjan Convention - Ivory Coast

BMU-Förderung:
3.498.305,00 €

Laufzeit:
01/2016  bis  12/2021


Internetauftritt(e):



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