Klimafreundliche Technologien und Capacity Development zur Umsetzung der nationalen Abfallpolitik in Brasilien (ProteGEER) - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Klimafreundliche Technologien und Capacity Development zur Umsetzung der nationalen Abfallpolitik in Brasilien (ProteGEER)

Stand: December 2020

Brasilien hat 2010 eine fortschrittliche Abfallpolitik verabschiedet. Dennoch nehmen die Treibhausgasemissionen aus dem Abfallsektor weiter zu. Das Vorhaben verbessert die Rahmenbedingungen zur Nutzung der Klimaschutzpotenziale in diesem Bereich. Dafür werden klimarelevante Kriterien in Vorschriften, Regularien, Gesetze usw., die die Ministerien erlassen, integriert. Ergänzend werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommunen und des Privatsektors geschult und Entscheidungshilfen für die Gemeinden bereitgestellt, damit diese klimawirksame Abfallwirtschaftsmaßnahmen planen und umsetzen („Capacity Development“). Das Vorhaben unterstützt die Integration von klimafreundlichen Abfallwirtschaftsmaßnahmen in Studiengänge sowie den Aufbau eines deutsch-brasilianischen Forschungs- und Beratungsnetzwerks. So trägt es dazu bei, eine klimagerechte und innovative Abfallpolitik nachhaltig zu verankern.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die Ausschreibung des Industrieverbandes des Bundessstaates Rio de Janeiro FIRJAN (Federação de Industrias - RJ) zu innovativen Energieeffizienzlösungen in der Wasser-, und Abwasser- und Abfallwirtschaft vom Januar 2020 enthält Kriterien zur Treibhausgas-Reduktion bei Abfallwirtschaftsmaßnahmen - basierend auf der Beratung des Projektes.
  • Bei der Veranstaltung Connected Smart Cities (9. - 10. September 2020) präsentierte das Projekt die Entscheidungshilfen „Integrierte Technologiekombinationen und Kosten" sowie „THG-Emissionen in der Abfallwirtschaft"
  • Die gemeinsam mit der Partneruniversität UERJ (Universidade Estadual do Rio de Janeiro) organisierten Onlineseminare sind weiterhin online abrufbar:

    • Energetische Verwertung von Siedlungsabfällen.
    • Zehn Jahre Nationale Abfallpolitik
    • Abfall und Klima(schutz).

  • Die Pilotgemeinde Campo Verde hat mit den durch die Unterstützung des Projektes eingeworbenen Mitteln des MMA (ca. 800.000 EUR) die erste technische Ausrüstung für Abfallanlagen beschafft.
  • Die Strukturierung des Abfallzweckverbands Convale (Pilot im Bundesstaat Ceará) trägt mit der Ausschreibung der Konzession des Abfallwirtschaftssystems die ersten Früchte.
  • In Zusammenarbeit mit sechs Partnerhochschulen wurden 20 Forschungsprojekte zu nachhaltiger Abfallwirtschaft bei verschiedenen Trägern in Brasilien (CAPES, FINEP und FDD) und in Deutschland (BMBF, DAAD und PREVENT) eingereicht.
  • Kooperationsvereinbarungen wurden mit neun Partneruniversitäten und der Landesforschungsanstalt des Bundesstaates Ceará (NUTEC) unterzeichnet.
  • Zwölf Pilotgemeinden in Pernambuco, Mato Grosso und Ceará, wurden zu den Themen Abfalltarife, integrierte Technologiekombinationen und Kosten sowie THG-Emissionen in der Abfallwirtschaft fortgebildet, konkrete Szenarien für die Gemeinden wurden erarbeitet.
  • Das Kreislaufwirtschaftskonzept wurde in die Veröffentlichung einer Ausschreibung des Umweltministeriums für Investitionszuschüsse im Abfallbereich (ca. 7 Mio. Euro) integriert.
  • Die öffentliche Anhörung zum PLANSAB (Nationaler Plan für die sanitäre Grundversorgung) wurde im April abgeschlossen. Klimakriterien wurden integriert.
  • Die gemeinsam mit MDR und MMA entwickelte Plattform „Finanzierungsmöglichkeiten für die kommunale Abfallwirtschaft" ist bereits online.

  • Projektdaten

    Länder:
    Brasilien

    Durchführungs­organisation:
    Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

    Politische Partner:
    • Ministry of Regional Development - Brazil

    Durchführungspartner:
    • Ministry of Environment - Brazil
    • Ministry of Regional Development - Brazil
    • Technische Universität Braunschweig

    BMU-Förderung:
    5.000.000,00 €

    Laufzeit:
    05/2017  bis  04/2021


    Internetauftritt(e):

    Video



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