Klimaschutz im Verkehr in Costa Rica - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Klimaschutz im Verkehr in Costa Rica

Stand: April 2021

Die Minderung von Treibhausgasemissionen durch Umstellung auf klimafreundlichen Verkehr ist Bestandteil von Costa Ricas NDC. Hierfür bedarf es verbesserter Rahmenbedingungen, modellhafter Maßnahmen und der Einbeziehung der Bevölkerung sowie der Verbreitung von Erfolgskonzepten. Das Projekt stärkt deshalb den rechtlich-institutionellen Rahmen zur Umsetzung einer klimafreundlichen Verkehrspolitik. Darauf aufbauend werden in Kooperation unterschiedlicher Akteure technische und umweltökonomische Lösungsansätze und Finanzierungsmechanismen umgesetzt. Neben der Minderung von Treibhausgasen verbessern die Projektmaßnahmen das öffentliche Verkehrssystem und verringern Staus, Lärm und Schadstoffemissionen. Erfahrungen wie effektive Modelle der Zusammenarbeit zwischen Staat, Kommunen und Privatsektor werden systematisiert und in den regionalen Austausch eingebracht. Die im Projekt erarbeiteten Modelllösungen erzeugen so Nachahmer-Effekte, die zur Minderung der Treibhausgase beitragen.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Vorhaben aktualisierte die Definition der Fahrzeugtypologie für Busse im Öffentlichen Nahverkehr in Costa Rica (www.changing-transport.org/…).
  • Das Vorhaben formulierte Empfehlungen für die Modernisierung des Programmes zur regelmäßigen Fahrzeuginspektion (www.changing-transport.org/…́n_mantenimiento.pdf).
  • Das Vorhaben begleitete die Entwicklung eines Gesetzes, das Rechte und Bestimmungen für den Radverkehr festlegt und Vorgaben für Kommunen und Unternehmen einführt, sowie ein Gesetz zur Förderung der fußgängerfreundlichen Gestaltung des öffentlichen Raumes.
  • Mittels des vom Vorhaben und dem Institut für kommunale Beratung (IFAM) entwickelten Online-Tools íMA (Índices de Movilidad Activa) können Gemeinden die Fußgänger- und Fahrradkompatibilität in ihren Territorien berechnen, um prioritäre Handlungsorte für die Umsetzung von Mobilitätsprojekten zu identifizieren (www.ifam.go.cr/…).
  • Mithilfe des Konzepts 'Taktischer Urbanismus' wurden Interventionen in drei Gemeinden durchgeführt, um integrative Verkehrslösungen zu suchen. Dabei wurden öffentliche Räume temporär verändert, um den Mehrwert eines attraktiven öffentlichen Raums zu demonstrieren.
  • Veröffentlichung der Studie: Finanzierungsoptionen für nachhaltige Mobilität in Costa Rica (www.changing-transport.org/…).
  • Veröffentlichung der Studie: Auswirkungen der geplanten Einführung von Elektrobussen im öffentlichen Personennahverkehr in Costa Rica auf das Stromnetz (sepse.go.cr/…).
  • Veröffentlichung von Empfehlungen zur Ambitionssteigerung bei der Minderung von Treibhausgasemissionen auf Basis der Erfahrungen in Lateinamerika (www.changing-transport.org/…).
  • Durchführung eines virtuellen Seminars zum Eco-Driving im Güterverkehr um private und öffentliche Akteure in Costa Rica zu sensibilisieren und um Weiterbildungselemente für effizientes Fahren in Costa Rica zu verankern (theicct.org/…).

Projektdaten

Länder:
Costa Rica

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Politische Partner:
  • Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica

Durchführungspartner:
  • Ministerium für öffentliche Bauten und Transport (MOPT)
  • Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica

BMU-Förderung:
6.000.000,00 €

Laufzeit:
07/2017  bis  10/2021


Internetauftritt(e):



  • Twitter
  • Facebook
  • Google+
<