Klimaschutz in der mexikanischen Städtepolitik (CiClim) - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Klimaschutz in der mexikanischen Städtepolitik (CiClim)

Stand: July 2020

Ziel und Maßnahmen

Die Städtepolitik in Mexiko steht vor großen Herausforderungen: Das Land ist mit schnell fortschreitender Urbanisierung und Zersiedlung konfrontiert, die mit ansteigenden Treibhausgasemissionen und Eingriffen in Ökosysteme einhergehen. Eine klimagerechte Stadtentwicklungspolitik ist notwendig, um Emissionen zu reduzieren, Ökosystemleistungen zu erhalten und Umweltbelastungen zu verringern. Das Projekt berät daher sektorübergreifend Akteure auf nationaler, bundesstaatlicher und lokaler Ebene in den folgenden Bereichen: klimarelevante Stadtplanung, Erhalt von Ökosystemleistungen in Städten und im Umland sowie nachhaltige städtische Mobilität. In Pilotstädten werden klimagerechte Konzepte und Anleitungen auf ihre Praktikabilität überprüft. Die Ergebnisse aus der Praxis und der Erfahrungsaustausch mit anderen Ländern dienen der Weiterverbreitung der Ansätze und Erfahrungen (Up-Scaling).

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Folgende fünf Pilotstädte in Mexiko wurden ausgewählt:

    • Hermosillo, Hauptstadt des Bundesstaats Sonora
    • León, wichtigste Stadt im Bundesstaat Guanajuato
    • Mérida, Hauptstadt des Bundesstaats Yucatán
    • Morelia, Hauptstadt des Bundesstaats Michoacán
    • Tlaquepaque, Teil der Metropolregion Guadalajara & Hauptstadt des Bundesstaats Jalisco

  • Organisation des internationalen Forums zu grüner Infrastruktur und Klimawandel am 22. und 23.03.2018 in Mexiko Stadt (iki-alliance.mx/…)
  • Integration von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, nachhaltige Mobilität und Ökosystemleistungen in den Stadtentwicklungsplan von Morelia.
  • Etablierung einer digitalen Plattform für grüne Infrastruktur und städtische Mobilität gemeinsam mit der mexikanischen Universität UNAM und Projektpartnern.
  • Die ökonomische Bewertung von Ökosystemleistungen in drei Naturschutzgebieten in Morelia, León und Mérida hat begonnen. Berücksichtigt werden u.a. die Beiträge zu Klimaregulierung, Wasserinfiltrierung, Luftqualität und die Minderung der Auswirkungen von Naturereignissen wie Überschwemmungen und extremer Hitze. Ziel ist eine bessere Berücksichtigung von Ökosystemleistungen in Planungsprozessen und politischen Entscheidungen. --„CiClim-Städte treten in die Pedale für eine emissionsarme Entwicklung“: Mehr als 2000 Radnutzenede wurden in den fünf Programmstädten zu Gründen und Barrieren der Radnutzung befragt. Die hierfür entwickelte Methodik ist einfach und kostengünstig, sodass diese von anderen Stadtregierungen oder der Zivilgesellschaft leicht repliziert werden kann. Darauf aufbauend folgte die Weiterbildung von über 100 kommunalen Schlüsselakteurinnen und -akteuren in Strategien zur Steigerung des Radverkehrs.
  • Das Vorhaben berät mehr als 130 Personen in zehn ländlichen Kommunen zu Geschäftsmodellen für die bessere Vermarktung regionaler Produkte, dem angemessenen Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft sowie nachhaltigem Waldmanagement. Somit leistet das Vorhaben einen Beitrag zur effizienteren Ressourcennutzung und nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung in städtischen Randgebieten. Ein Beratungsschwerpunkt ist dabei das Reservat Cuxtal nahe Mérida/Yucatán mit einem hohen indigenen Bevölkerungsanteil.

  • Projektdaten

    Länder:
    Mexiko

    Durchführungs­organisation:
    Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

    Partnerinstitution(en):
    • Mexican Agency for International Development Cooperation (AMEXCID)
    • Ministry for Agricultural, Territorial and Urban Development (SEDATU) - Mexico
    • Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico

    BMU-Förderung:
    4.500.000,00 €

    Laufzeit:
    08/2017  bis  06/2021


    Internetauftritt(e):



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