Ökosystembasierte Anpassung und Waldwiederaufbau in vulnerablen ländlichen Gemeinden des Biologischen Korridors in der Karibik - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Ökosystembasierte Anpassung und Waldwiederaufbau in vulnerablen ländlichen Gemeinden des Biologischen Korridors in der Karibik

Stand: Januar 2022

Die Ökosystemvielfalt in der Karibik gehört zu den höchsten weltweit. Die Region und deren wertvolle Ökosysteme sind jedoch sehr stark durch die Auswirkungen des Klimawandels und menschliche Übernutzung bedroht. Das Projekt erhöht mit Maßnahmen ökosystembasierter Anpassung (EbA) die Widerstands- und die Anpassungsfähigkeit von Menschen und Ökosystemen in den Partnerländern. Gleichzeitig verbessert es so die Lebensgrundlagen der ländlichen Bevölkerung. In partizipativen Prozessen entwickelt das Vorhaben strategische EbA-Pläne, auf deren Grundlage gezielt Maßnahmen zur Aufforstung und Bodenverbesserung durchgeführt werden. Es unterstützt Landwirte bei der Anwendung angepasster Produktionstechniken und der Optimierung von Wertschöpfungsketten landwirtschaftlicher, agroforstlicher und silvopastoraler Systeme. Dazu schult und vernetzt es Schlüsselakteure und unterstützt sie bei der Planung von EbA-Maßnahmen. Das Projekt fördert außerdem das Mainstreaming von EbA in lokalen und nationalen Plänen.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die Schulungen von Partnerinnen und Partnern sowie Zielgruppen zu Multiakteurspartnerschaften (MAP) für den Aufbau von lokaler EbA-Governance wurden in Online-Workshops vertieft. Weitere Schwerpunkte waren in diesen die Grundlagen von ökosystembasierter Anpassung und die Vorbereitung der Kontext-Analysen.
  • Ende September wurden Weiterführende MAP-Workshops in den Projektgebieten der Welthungerhilfe (Thiotte, Haiti), sowie bei ENDA Dominicana und Centro Naturaleza in der Dominikanischen Republik durchgeführt.
  • Die enge inhaltliche Zusammenarbeit mit dem Sekretariat des CBC wird weitergeführt. Neben regelmäßigen Austauschtreffen finden gemeinsame Geländebesuche statt, zum Beispiel in den Norden Haitis im März 2021, um die Zusammenarbeit mit den haitianischen Partnern und das gemeinsame Lernen zu fördern.
  • Nach Erstellung der Guidelines sind inzwischen die Kontext- und Vulnerabilitätsanalysen in Durchführung, welche als Grundlage der EbA-Planentwicklung dienen. Dies schließt die Erarbeitung von thematischen Karten, partizipativen Erhebungen von Daten im Feld und Akteurs-Analysen ein. GIS-Schulungen zur Validierung und Nutzung der Daten sowie Erstellung von relevanten Karten wurden bei einigen Partnerinnen und Partner nun auch in Präsenz durchgeführt.
  • Erste Pilotparzellen zu den konkreten Agroforstansätzen und zur Untersuchung von Ökosystemleistungen werden angelegt. Hierbei werden Synergien zu anderen Projekten des Konsortiums genutzt. Nationale und erste internationale Forschungskooperationen werden angestoßen.
  • Workshops zu Kommunikation und M&E und Accountability (zum Beispiel zu Core-Humanitarian-Standards und Complaints and Response Mechanisms/Feedback Mechanismen) wurden durchgeführt und konkrete Arbeitspläne erstellt. Die übergreifende Kommunikationsstrategie wurde abgestimmt und wird nun für die lokalen Bedingungen mit den Partnerinnen und Partnern für jede Region spezifiziert.

Projektdaten

Länder:
Dominikanische Republik (Dom Rep), Haiti, Kuba

Durchführungs­organisation:
Centro Oriental de Ecosistemas y Biodiversidad (BIOECO)

Politische Partner:
  • Ministry of Environment and Natural Resources - Dominican Republic
  • Ministry of Science, Technology and the Environment (CITMA) - Cuba
  • Ministry of the Environment - Haiti

Durchführungspartner:
  • Centro para la Educación y Acción Ecológica, Naturaleza, CEDAE
  • OroVerde - Die Tropenwaldstiftung

BMU-Förderung:
19.999.576,00 €

Darin enthaltene Vorbereitungsphase:

172.354,80 €

Laufzeit:
11/2019  bis  10/2027


Video



  • Twitter
  • Facebook
  • Google+
<