Ökosystembasierte Anpassungsmaßnahmen für integriertes Küsten- und Meereszonenmanagement - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Ökosystembasierte Anpassungsmaßnahmen für integriertes Küsten- und Meereszonenmanagement

Stand: Dezember 2021

Perus Küste ist besonders verwundbar gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind von einer Vielzahl von Ökosystemleistungen abhängig. Das Projekt integriert ökosystembasierte Anpassungsmaßnahmen (EbA) für Küsten- und Meereszonen auf allen politischen Ebenen in die strategischen Planungs- und Investitionsprozesse. Es erhebt systematisch mithilfe eines Monitoringsystems klimawandelrelevante Information. Darauf aufbauend entwickelt es für ausgewählte Ökosysteme passende Maßnahmen. Das Vorhaben unterstützt die Integration und Umsetzung von EbA in Investitionsprojekte und verbessert so den politisch-rechtlichen Rahmen für ein integriertes Küsten- und Meereszonenmanagement. Die Stärkung der institutionellen Leistungsfähigkeit und die Einbindung lokaler tragen zur Nachhaltigkeit des Vorhabens bei. Zudem stärkt es die Bestrebungen des Umwelt-, Wirtschafts- und Finanzministeriums EbA in sektorübergreifende Haushaltsplanungen zu integrieren.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Anlässlich des Weltozeantags am 8. Juni 2021 organisierte das Umweltministerium das Onlineevent "Ozean: Leben und Lebensunterhalt", um den Austausch von Erfahrungen und bewährten Praktiken zum Schutz von Meeresökosystemen zu fördern.
  • Der vom Projekt entwickelte Online-Kurs "Bewusstes Kochen" wurde erneut angeboten, um bewusstes Einkaufsverhalten und den nachhaltigen und verantwortungsvollen Konsum von Fischereiprodukten zu fördern. In dieser Version wurden Erfahrungen und Kochrezepte aus der Region Ica vorgestellt, einem der Pilotgebiete des Projekts.
  • Das Festival „SOMOS EBAMAR - PAITA 2021“ fand im Juli statt. Ziel war es, auf den Schutz der biologischen Vielfalt der Meere aufmerksam zu machen und das Umweltbewusstsein in der Region zu stärken. Veranstaltet wurde es als Gemeinschaftsinitiative des Umweltministeriums, der Regionalregierung Piura und der Provinzverwaltung von Paita. 300 Schulkinder beteiligten sich mit ihren Kunstwerken am Meereskunstwettbewerb. Darüber hinaus haben Taucher mehr als eine halbe Tonne Müll aus der Bucht von Paita geborgen und weitere 700 Kilo Müll wurden von Frei-willigen am Strand von El Toril gesammelt.
  • Initiativen zur Fortbildung von Kunsthandwerkerinnen und traditionellen Fischern wurden in Zusammenarbeit mit der NRO CooperAcción in Lima unterstützt. Die „EbA Schule“ "ESCUELABE" bildete 32 Kunsthandwerkerinnen im Norden Limas aus, die mit Schilfrohr aus geschützten Feuchtgebieten arbeiten. Sie verfügen nun über die nötigen Kompetenzen zur Verwaltung, Pflege und nachhaltigen Nutzung von Feuchtgebieten. Außerdem wurden 50 handwerkliche Fischer aus Huacho, Lima, darin ausgebildet, an Workshops und Fortbildungen in virtuellen Formaten teilnehmen zu können.

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
Peru

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Politische Partner:
  • Ministry of Environment (MINAM) - Peru

BMU-Förderung:
5.050.000,00 €

Laufzeit:
11/2019  bis  11/2024




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