LEAP - Locally Empowered Areas of Protection im West Indischen Ozean - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

LEAP - Locally Empowered Areas of Protection im West Indischen Ozean

Stand: Oktober 2021

Im westlichen Indischen Ozeans sind nur 2,1 Prozent der Fläche ausgewiesene Meeresschutzgebiete. Die Aichi-2020-Ziele und SDG 14 sehen jedoch eine Abdeckung von 10 Prozent vor. Das Projekt verbessert deshalb das Konzept der Locally Managed Marine Areas (LMMA), um es als Erfolgsmodell für Schutzgebiete weiter zu verbreiten und die Aichi-Ziele zu erreichen. Dazu integriert das Vorhaben das Thema Klimaresilienz in das LMMA-Konzept. Zudem führt es mit Unterstützung der lokalen Gemeinden Wiederherstellungsmaßnahmen kritischer Ökosysteme durch. Dadurch erhöht es die positiven Wirkungen von LMMAs auf den Biodiversitätsschutz und die Anpassung an die Klimawandelfolgen. Durch ein regionales Netzwerk von LMMAs sollen bewährte Maßnahmen untereinander geteilt sowie Advocacy gestärkt werden. Durch die Integration des LMMA-Ansatzes in nationale, regionale und internationale Politiken soll dieser als eines der Hauptmodelle für Küsten- und Meeresschutz sowie der Ökosystem-basierten Anpassung etabliert werden.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Auf den Seychellen wurde eine Nationale Arbeitsgruppe (NWG) mit Mitgliedern aus verschiedenen Regierungsstellen und Akteurinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft eingerichtet, um das Projekt zu leiten.
  • Die Projektstandorte wurden festgelegt (Port Launay Marine Park und Baie Ternay Marine Park) und es werden laufende Konsultationen und Erhebungen (sozioökonomisch und ökologisch) auf Standortebene durchgeführt. Die Bewertung der biologischen Vielfalt im Meer wurde Ende des vierten Quartals 2020 abgeschlossen.
  • Die Nationalparkbehörde (SNPA) hat anerkannt, dass eine formelle Struktur auf lokaler Ebene wichtig ist, um ein Co-Management der Meeresnationalparks zu erreichen.
  • Das LEAP-Projekt wurde zur Teilnahme an einem vom Ministerium für Umwelt, Energie und Klimawandel (MACCE) organisierten nationalen Symposium eingeladen, das vom 9. bis 12. November 2020 stattfand. Das LEAP-Projektteam nahm mit einer Präsentation über den für das Projekt erforderlichen Ansatz „Forschung für das Management" teil.
  • In Mosambik schlugen drei gemeinschaftliche Fischereiräte (CCP - die Leitungsgremien der lokal verwalteten Meeresgebiete) Gebiete für die Einrichtung von dauerhaften und temporären Schutzgebieten in drei Gemeinden vor: Natucu, Muindi und Ngoma.
  • Eine Bewertung der Governance auf nationaler Ebene hat begonnen. Die Grüne Liste wurde den wichtigsten Partnerinnen und Partnern auf nationaler und provinzieller Ebene vorgestellt. Es wurde eine Schulung über Naturschutzfinanzierung und Ökosystemmanagement organisiert, die sich an mehrere wichtige Akteurinnen und Akteure in den Provinzen des Landes richtete.
  • Elf Spar- und Darlehensprogramme für Dörfer wurden eingerichtet. Diese haben insgesamt 249 Mitglieder, darunter 205 Frauen. 200 Gemeindegruppen wurden für die Bedeutung und Rolle der Mangroven sensibilisiert. Fünf CCPs wurden in der Aufzucht von Mangroven und geschützten Arten geschult. Es wurden Schulungen für Frauengruppen zum Thema Tintenfischfang durchgeführt, um temporäre Schutzgebiete und Fangverbotszonen zu fördern. Jedes Dorf wurde dabei unterstützt, bestimmte Arten für Aktivitäten zur Verbesserung der Fischerei auszuwählen (z. B. Muscheln, Kaninchenfische, Tintenfische, Kaiserfische). Es wurden Erhebungen zur Wertschöpfungskette in der Fischerei durchgeführt und ergänzende Gartenbaugruppen gegründet, die aus 143 direkten Begünstigten (19 Männer und 124 Frauen) bestehen. Die Hauptkulturen sind Salat, Tomate und Zwiebel.
  • In Kenia und Tansania wurden erste Governance-Workshops organisiert, um herauszufinden, wie das LEAP-Projekt einen Mehrwert für laufende Prozesse und Initiativen in den jeweiligen Ländern schaffen kann. In jedem Land wurden fünf Projektstandorte festgelegt. Die Projektpartner begannen, mit den Partnern vor Ort zusammenzuarbeiten, um den Bedarf und mögliche Unterstützungsbereiche zu ermitteln. Es wurden auch Webinare auf Länderebene durchgeführt, um Fallstudien zu ermitteln, die auf der PANORAMA-Plattform veröffentlicht werden.
  • In Kenia wurden ein Indikatorrahmen und ein Protokoll zur Durchführung einer Bewertung der nachhaltigen Finanzierung entwickelt. Ein erster Bericht über die nachhaltige Finanzierung von LMMAs wurde erstellt und wird die Grundlage für einen umfassenderen Bericht bilden, der einem breiten Publikum zugänglich sein soll.

Projektdaten

Länder:
Kenia, Mosambik, Seychellen, Tansania

Durchführungs­organisation:
International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) - Eastern and Southern Africa Regional Office

Politische Partner:
  • Institute for the Development of Fisheries and Aquaculture (IDEPA) Ministry of the Sea, Inland Waters, and Fisheries
  • Ministry of Environment, Energy and Climate Change - Seychelles
  • Ministry of Forestry and Wildlife - Kenya
  • Ministry of Livestock Development and Fisheries, Fisheries - Tanzania
  • State House, Office of the Vice President - Department of The Blue Economy

Durchführungspartner:
  • Associação do Meio Ambiente (AMA)
  • CORDIO East Africa
  • Nature Seychelles

BMU-Förderung:
4.124.185,00 €

Laufzeit:
04/2019  bis  03/2023




Meldungen zum Projekt

08.06.2020Tag der Ozeane 2020
22.10.2019Seychellen: Schutz der Meeresgebiete
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