LEAP - Locally Empowered Areas of Protection im West Indischen Ozean - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

LEAP - Locally Empowered Areas of Protection im West Indischen Ozean

Stand: November 2020

Im westlichen Indischen Ozeans sind nur 2,1 Prozent der Fläche ausgewiesene Meeresschutzgebiete. Die Aichi-2020-Ziele und SDG 14 sehen jedoch eine Abdeckung von 10 Prozent vor. Das Projekt verbessert deshalb das Konzept der Locally Managed Marine Areas (LMMA), um es als Erfolgsmodell für Schutzgebiete weiter zu verbreiten und die Aichi-Ziele zu erreichen. Dazu integriert das Vorhaben das Thema Klimaresilienz in das LMMA-Konzept. Zudem führt es mit Unterstützung der lokalen Gemeinden Wiederherstellungsmaßnahmen kritischer Ökosysteme durch. Dadurch erhöht es die positiven Wirkungen von LMMAs auf den Biodiversitätsschutz und die Anpassung an die Klimawandelfolgen. Durch ein regionales Netzwerk von LMMAs sollen bewährte Maßnahmen untereinander geteilt sowie Advocacy gestärkt werden. Durch die Integration des LMMA-Ansatzes in nationale, regionale und internationale Politiken soll dieser als eines der Hauptmodelle für Küsten- und Meeresschutz sowie der Ökosystem-basierten Anpassung etabliert werden.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt wurde am 16. September 2019 offiziell gestartet. Auf den Seychellen wurde eine nationale Arbeitsgruppe (NWG) mit Mitgliedern aus verschiedenen Regierungsabteilungen und Akteuren und Akteurinnen der Zivilgesellschaft eingerichtet, die das Projekt leiten werden. Die Projektstandorte wurden identifiziert (namentlich Port Launay Marine Park und Baie Ternay Marine Park), und es werden laufende Konsultationen und Erhebungen auf Standortebene (sozioökonomisch und ökologisch) durchgeführt.
  • In Mosambik hat eine Bewertung der Governance auf nationaler Ebene begonnen. Die Grüne Liste wurde bei wichtigen Partnern und Partnerinnen auf nationaler und provinzieller Ebene vorgelegt. Es wurde eine Schulung zu Naturschutzfinanzierung und Ökosystemmanagement organisiert, die sich an mehrere wichtige Interessengruppen der Provinz im Land richtet. Es wurden zehn Spar- und Darlehensprogramme für Dörfer mit 225 direkten Begünstigten eingerichtet, von denen 185 Frauen sind. Etwa 450.000 MZN (umgerechnet 6.200 USD) wurden bereits aktiviert, von denen 1.800 USD als Darlehen zur Unterstützung des lokalen Unternehmertums gewährt wurden. 200 Gemeindegruppen wurden für die Bedeutung und Rolle von Mangroven sensibilisiert; Fünf CCPs (Community Fisheries Council - die Leitungsgremien der lokal verwalteten Meeresgebiete oder LMMAs) wurden in Mangroven-Baumschulen und geschützten Arten geschult. Es wurden Schulungen zur Tintenfischfischerei von Frauengruppen durchgeführt, um vorübergehende Reserven und Zonen ohne Fang zu fördern. Jedes Dorf wurde dabei unterstützt, bestimmte Arten für Aktivitäten zur Verbesserung der Fischerei auszuwählen (z. B. Muscheln, Kaninchenfische, Tintenfische, Kaiserfische). Es wurden Erhebungen zur Wertschöpfungskette der Fischerei durchgeführt und ergänzende Gartenbaugruppen gebildet, die aus 143 direkten Begünstigten (19 Männer und 124 Frauen) bestehen. Die Hauptkulturen sind Salat, Tomate und Zwiebel.
  • In Kenia und Tansania wurde ein erster Governance-Workshop organisiert, um herauszufinden, wie das LEAP-Projekt den laufenden Prozessen und Initiativen in den jeweiligen Ländern am besten einen Mehrwert verleihen kann. In jedem Land wurden Zielstandorte identifiziert (jeweils fünf), und die Projektpartner begannen, mit Partnern auf Standortebene zusammenzuarbeiten, um Bedürfnisse und potenzielle Unterstützungsbereiche zu ermitteln. Es wurden auch Webinare auf Länderebene durchgeführt, um Fallstudien zu identifizieren, die auf der PANORAMA-Plattform veröffentlicht werden.
  • Ein erster Bericht über die nachhaltige Finanzierung von LMMA wurde erstellt und wird die Grundlage für einen umfassenderen Bericht bilden, der darauf abzielt, allgemein zugänglich zu sein.
  • Das Blue Buyout Fund-Konzept der IUCN wurde ebenfalls vom Inkubator der Conservation Finance Alliance ausgewählt und wird derzeit einer weiteren Machbarkeitsbewertung unterzogen.
  • Die ersten Schritte zur Einrichtung des Prozesses der Grünen Liste in Mosambik und auf den WIO-Inseln werden derzeit umgesetzt.

Projektdaten

Länder:
Kenia, Mosambik, Seychellen, Tansania

Durchführungs­organisation:
International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) - Eastern and Southern Africa Regional Office

Partnerinstitution(en):
  • Institute for the Development of Fisheries and Aquaculture (IDEPA) Ministry of the Sea, Inland Waters, and Fisheries
  • Ministry of Environment, Energy and Climate Change - Seychelles
  • Ministry of Forestry and Wildlife - Kenya
  • Ministry of Livestock Development and Fisheries, Fisheries - Tanzania
  • State House, Office of the Vice President - Department of The Blue Economy
  • Associação do Meio Ambiente (AMA)
  • CORDIO East Africa
  • Nature Seychelles

BMU-Förderung:
4.124.185,00 €

Laufzeit:
04/2019  bis  03/2023




Meldungen zum Projekt

08.06.2020Tag der Ozeane 2020
22.10.2019Seychellen: Schutz der Meeresgebiete
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