Mainstreaming von Biodiversität in der mexikanischen Landwirtschaft - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Mainstreaming von Biodiversität in der mexikanischen Landwirtschaft

Stand: September 2020

Ziel und Maßnahmen

Das Vorhaben zielt drauf ab, den Wert von Biodiversität und Ökosystemleistungen in Entscheidungen und Planungsinstrumente von öffentlichen und privaten Schlüsselakteuren des mexikanischen Agrarsektors zu integrieren. Gemeinsam mit öffentlichen Akteuren, Forschungseinrichtungen, Privatsektor, FAO und UNEP werden Instrumente zum Biodiversitätsschutz und zur Förderung nachhaltiger Landnutzungspraktiken in ausgewählte landwirtschaftliche Produktionssysteme und Wertschöpfungsketten integriert. Lernerfahrungen des Projektes aus Analysen, Konzeption und Anwendung von Anreizen zur Förderung nachhaltiger Landnutzungspraktiken sollen in öffentlichen Politiken verankert und in den Pilotregionen erprobt werden. Bereits existierende Erfahrungen der Integration von Biodiversität in den Landwirtschaftssektor und neue Erkenntnisse, spezifisch für Mexiko, werden aufgearbeitet, systematisiert und dem öffentlichen Sektor, Produzenten, Privatsektor und anderen Akteuren verfügbar gemacht.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Vorhaben hat das mexikanische Landwirtschaftsministerium (SADER) zur Strategie zur Integration der Biodiversität beraten.
  • Es haben Exkursionen in mögliche Pilotregionen stattgefunden, um Fallbeispiele – von kleinbäuerlicher Produktion von alten Maissorten bis hin zu großflächigen Weizenanbau – zu konkretisieren, wie Biodiversität in die Produktivsektoren integriert werden kann. Auf der Basis der Biodiversitätsstrategie wurden Kriterien für die Auswahl der Pilote erarbeitet.
  • Durch Unterstützung des Vorhabens wurde das Thema „Mainstreaming von Biodiversität in die Landwirtschaft“ durch die Eröffnung eines „Zentrums der Integration der Biodiversität in der SAGARPA“ institutionalisiert. Das Zentrum soll dem intersektoralen Austausch für eine nachhaltige Entwicklung des Agrarsektors dienen. Außerdem soll mit dem Zentrum das Abkommen zwischen dem mexikanischen Landwirtschafts- und Umweltministerium umgesetzt werden, nach welchem Agrarsubventionen nicht mehr zur Ausweitung der Agrarfläche in Schutzgebiete und Gebiete mit natürlicher Vegetation beitragen sollen.
  • Die Initiative "Biodiversität und Landwirtschaft" (TEEBAgriFood Mexico) wurde im Februar 2019 unter Beteiligung von 20 Institutionen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt und Gesundheit gestartet. In einem partizipativen Prozess wurden die Schwerpunktbereiche agrosilvopastorale Systeme und Maisproduktion (vergleichende Studie der Externalitäten der industriellen vs. traditionellen Produktion) als politische Prioritäten ausgewählt.
  • Im Jahr 2019 wurde eine multidisziplinäre Forschungseinrichtung ausgewählt, die die Studie für etwa zwölf Monate durchführen wird. Die Ergebnisse zur Bewertung von Biodiversität und Ökosystemleistungen im mexikanischen Agrarsektor werden zu Mai 2020 erwartet.

Projektdaten

Länder:
Mexiko

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Mexican Agency for International Development Cooperation (AMEXCID)
  • Ministry of Agriculture, Livestock, Rural Development, Fisheries and Food (SAGARPA) - Mexico
  • Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico
  • Ministry of Foreign Affairs (SRE) - Mexico
  • National Commission for Research and Utilisation of Biodiversity (CONABIO) - Mexico
  • National Commission of Protected Areas (CONANP) - Mexico
  • Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO)
  • Ministry of Agriculture, Livestock, Rural Development, Fisheries and Food (SAGARPA) - Mexico
  • Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico
  • United Nations Environment Programme (UN Environment)

BMU-Förderung:
5.000.000,00 €

Laufzeit:
12/2016  bis  11/2020


Internetauftritt(e):

Video



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