Mali - Pilotprogramm für integrative Anpassungsstrategie - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Mali - Pilotprogramm für integrative Anpassungsstrategie

Stand: März 2021

Mali ist gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels besonders verwundbar. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Temperaturen stark ansteigen, Niederschlag unzuverlässiger und die allgemeine Wasserverfügbarkeit abnehmen wird. Dies bringt negative Folgen für wichtige Wirtschaftssektoren mit sich, u.a. Land- und Forstwirtschaft, Viehzucht, Energie und Gesundheit. Gleichzeitig fehlt es an Daten und Kapazitäten, um den nationalen Klimaaktionsplan (PANC) erfolgreich umzusetzen. Das Vorhaben wird gemeinsam durch GIZ und UNDP durchgeführt und unterstützt den malischen meteorologischen Dienst bei der Erhebung verlässlicher Klimadaten. So können Auswirkungen des Klimawandels besser eingestuft und abgefedert werden. Zudem unterstützt das Projekt den malischen Klimafonds, der Anpassung langfristig finanzieren soll und setzt innovative, geschlechtersensible Anpassungsmaßnahmen in den Regionen Kayes und Sikasso um, bspw. zu Wasserkonservierung, agro-pastoralen Praktiken sowie nachhaltiger Waldbewirtschaftung.
Verbundprojekt
Programm zur Unterstützung der Nationalen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in Mali

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Workshops zur Sensibilisierung für Fragen des Klimawandels in den Regionen Kayes und Sikasso.
  • Eine analytische Studie zu den Bedürfnissen von Frauengruppen in den Bereichen Verarbeitungsausrüstung, Gemüseanbau und Mikrokredite wurde abgeschlossen.
  • Einrichtung von Famer Field Schools (FFS) in 30 Dörfern. 600 bis 900 Erzeugerinnen und Erzeuger wurden im Erntejahr 2017 zu angepassten Anbautechniken und verbesserten Saatgutsorten begleitet. Die Auswertung der Farmer Field Schools 2019 ergab folgende Ergebnisse: Es wurden 39 Producer Field Schools eingeführt, von denen 1644 Teilnehmende, darunter 707 Frauen, profitierten. Dazu gehören (i) 17 FFS für 1033 Produzierende, darunter 635 Frauen in Kayes, und (ii) 22 FFF für 611 Produzierende, darunter 72 Frauen in Sikasso.
  • Schulung von 368 Produzierende in der Region Kayes, die an den FFSs teilnahmen (darunter 173 Frauen) in der Schafsmast und Setzlingsproduktion. Die Begünstigten sind auf zwölf Dörfer verteilt und werden durch die Bereitstellung von Ausrüstung (Zäune, Schubkarren, Futter- und Bewässerungsanlagen usw.) für die Einführung von Masteinheiten von 25m2 unterstützt.
  • 2019 wurde in Kayes und Sikasso eine Reihe von Schulungen durchgeführt, die sich mit (1) der Erstellung von Daten unter Verwendung von Messgeräten der Landwirte befassten, (2) der Verbreitung saisonaler Prognosen zur Steuerung der Auswahl von Erntesorten auf der Grundlage von Erntezyklen und Bodentypen , (3) der landwirtschaftliche Kalender für die Durchführung der täglichen Aktivitäten, (4) die Arten von Klimarisiken. Ein erstes Training richtete sich an 43 Agentinnen und Agenten von Mali Météo. Das zweite Training richtete sich an 221 Produzierende. Jedes Dorf wurde mit zwei Regenmessgeräten ausgestattet und für die Erstellung von Klima- und Sozio-Klimainformationen (Dürre- und Hochwassergefährdete Gebiete, Anwesenheit von Schädlingen wie Heuschrecken und Raupen) ausgebildet. Das dritte Training mit Mali Météo befasste sich mit der Verbreitung sozio-klimatischer Informationen unter Verwendung der den 140 Beobachterinnen und Beobachtern bereitgestellten Ausrüstung (d. h. Telefon, Software, Stationen). Das Projekt hat in seinen Interventionsbereichen 70 Beobachtungsstellen (mit einer Fläche von ca. 10 km²) mit zwei Beobachterinnen und Beobachtern pro Standort eingerichtet.
  • 2019 wurden Verwaltungsausschüsse für die acht vom Projekt entwickelten Niederungen eingerichtet. Die Mitglieder dieser Ausschüsse wurden in Managementinstrumenten und der Verwendung von Türverschlüssen für Mikrodämme geschult.
  • Abschluss der Maßnahmen für die neun Gärtnereien, die Ende 2018 begonnen haben. Diese Gärtnereien mit saisonalen Kulturen werden jetzt von etwa 1500 Frauen genutzt. Darüber hinaus wurden Saatgut und Kleingeräte (Gießkannen, Spaten usw.) für den Gemüseanbau an Bäuerinnen in zwölf Gärtnereien geliefert, die im Rahmen des Projekts eingeführt wurden (ca. 2500).
  • Schulung von 244 Bäuerinnen in drei in Gemüseanbautechniken. Frauen in weiteren Regionen sollen im Jahr 2020 geschult werden.
  • 2019 wurden die Arbeiten in der von mobiler Tierhaltung geprägten Region Nioro Tougouné abgeschlossen. Ein 25ha großer Perimeter wurde mit einem Bohrloch mit Solarpumpsystem, einem Impfpark, einem Viehhof und einem Laden ausgestattet. Diese Infrastruktur kommt direkt der gesamten Bevölkerung des Dorfes zugute (1139 Menschen in 184 Haushalten).
  • Fischteiche werden jetzt mit Fisch gefüllt, wovon 607 Menschen (326 Frauen) profitieren. Außerdem wurden weibliche Verwaltungsausschüsse eingerichtet und geschult.
  • Schulung von 100 Imkerinnen und Imkern zur Honigproduktion und Lieferung von Ausrüstung (kenianische Bienenstöcke und Schutzanzüge) in den Projektinterventionsgebieten in der Region Sikasso.

Projektdaten

Länder:
Mali

Durchführungs­organisation:
United Nations Development Programme (UNDP)

Politische Partner:
  • Ministry of the Environment, Sanitation and Sustainable Development - Mali

Durchführungspartner:
  • Agency for Environment and Sustainable Development (AEDD) - Mali
  • Ministry of the Environment, Sanitation and Sustainable Development - Mali

BMU-Förderung:
5.247.695,11 €

Laufzeit:
04/2015  bis  08/2021


Internetauftritt(e):

Video



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