Nachhaltige und klimafreundliche Palmölproduktion und -beschaffung - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Nachhaltige und klimafreundliche Palmölproduktion und -beschaffung

Stand: September 2020

Ziel und Maßnahmen

Im Rahmen von Nachhaltigkeitsplattformen und Partnerschaftsabkommen in ausgewählten Pilotregionen werden die Stakeholder in enger Zusammenarbeit mit Partnern entlang der Lieferkette dabei unterstützt, nachhaltige und klimafreundliche Anbaupraktiken unter Kleinbauern zu verbreiten, Flächenerträge zu steigern und Zertifizierung zu erreichen. In beiden Ländern profitieren Kleinbauern, Ölmühlen und die Regierung von Schulungs-Programmen. In Indonesien werden Stakeholder einer Pilotregion einen Landnutzungsplan mit geschützten sowie potenziell für die Palmölentwicklung geeigneten Gebieten - wie degradiertem Land - erarbeiten. Um die Nachfrage nach diesen Produkten in Deutschland zu steigern, wird das Projekt Beschaffungsrichtlinien für Kommunen, Länder und die Bundesregierung entwickeln, um Produkte mit zertifiziertem Palmöl zu beschaffen. Der Durchführungspartner Deutsche Umwelthilfe e.V. wird Verbraucherplattformen adressieren, um das Bewusstsein für nachhaltiges Palmöl zu erhöhen.
Vorgängerprojekt(e)
Nachhaltige Palmölproduktion für Bioenergie

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

Indonesien:

  • Das Vorhaben arbeitet mit UNDP und TNC zusammen, um die Umsetzung der Ost-Kalimantan-Erklärung für Nachhaltige Plantagenwirtschaft durchzusetzen. Dabei sollen 640.000 ha Wald vor der Umwandlung in industrielle Plantagen bewahrt werden. Der Bezirksregierung werden dafür Waldschutzflächen außerhalb der Staatswaldflächen vorgeschlagen.
  • Das Planungsministerium BAPPENAS, unterstützt vom Projekt, entwickelt technische Richtlinien für einen jurisdiktionalen Ansatz in der Palmölerzeugung. Dieser beinhaltet Policies für den Schutz von Flächen mit hohem ökologischen Erhaltungswert in Raumordnungsplänen und Vergabe von Unternehmenslizenzen.
  • Im September 2019 schlossen der Gouverneur der Provinz Ost-Kalimantan und der Präsident des Regierungsbezirks East-Kutai ein Kooperationsabkommen mit der GIZ zur Unterstützung von Kleinbauern im nachhaltigen Ölpalmanbau.
  • Vier der vom Vorhaben unterstützten Gemeinden in Ost-Kalimantan haben in der Raumordnungsplanung 9.400 ha als Schutzgebiete ausgewiesen, von denen 1.400 ha zuvor für Ölpalmplantagen ausgewiesen waren. Die Palmöl-Kleinbauern-Kooperativen dieser Gemeinden bewirtschaften 2.700 haund werden vom Projekt auf die Zertifizierung durch die Siegelorganisationen ISPO und RSPO vorbereitet.
  • Mit Unterstützung des Vorhabens können zunehmend Daten zu Flächennutzung und Palmölproduktion auf der Website des Regierungsbezirks East-Kutai eingesehen werden: data.kutaitimurkab.go.id

Thailand:

  • Thailand verbraucht einen Großteil seines produzierten Palmöls selbst. Für nachhaltiges Palmöl herrscht weder bei Händlern noch bei Verbrauchern ein Bewusstsein. Das Vorhaben hat mehrere Maßnahmen ergriffen die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam zu machen.
  • Eine Online-Kampagne zu nachhaltigem Palmöl über soziale Medien wie Facebook und LinkedIn wurde gestartet.
  • Deutschland: Hannover geht als Vorreiterkommune für nachhaltiges Palmöl voran. Eine Kooperation zwischen der Deutschen Umwelthilfe und Hannover zielt auf Beschaffung von Palmölprodukten ausschließlich aus zertifiziertem Anbau. Hannover schließt zukünftig als erste Modelkommune in Deutschland konventionelles Palmöl vom Einkauf strikt aus.
  • Die DUH ruft weitere deutsche Städte, Gemeinden und Kommunen auf, sich kostenfrei zu nachhaltigem Palmöl in der öffentlichen Beschaffung beraten zu lassen. Die Termine finden im Rahmen der „Tour des Palmölbotschafters“ ab Ende 2020 bis August 2021 statt. Anmeldungen sind ab sofort unter: Kickler@duh.de willkommen.

Projektdaten

Länder:
Indonesien, Thailand

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Agriculture - Indonesia, Ministry of Agriculture and Cooperatives - Thailand
  • Deutsche Umwelthilfe e.V.

BMU-Förderung:
5.200.000,00 €

Laufzeit:
09/2018  bis  09/2022


Internetauftritt(e):



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