Nachhaltigkeitsziele: Unterstützung von Review- und Implementierungsprozessen

Stand: November 2021

Mit der 2030-Agenda hat sich die internationale Staatengemeinschaft einen ehrgeizigen Plan für nachhaltige Entwicklung gesetzt, der eine integrierte Umsetzung erfordert. Strukturen und Kapazitäten für ressortübergreifende, kohärente nationale Politikgestaltungs- und Berichterstattungsprozesse werden den Anforderungen bisher nicht gerecht. Das Projekt stärkt daher im transnationalen „Partners for Review“-Netzwerk den Austausch und das gemeinsame Lernen zu Berichterstattungsmechanismen auf nationaler Ebene und international im High-Level Political Forum (HLPF). In ausgewählten Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützt es nachfrageorientiert Partner in der effektiven Hebelung von Synergien zwischen den SDGs und Strategieprozessen zu Klima (speziell NDCs), Biodiversität, Umwelt und Katastrophenvorsorge. Dies trägt zu kohärenter Politikgestaltung bei und beschleunigt die ambitionierte Umsetzung der Agenda. Erfahrungen und Empfehlungen fließen in Politikpapiere und Beispielsammlungen ein

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Seit Oktober 2017 wurden acht Netzwerktreffen der Initiative „Partners for Review“ (P4R) in Kampala, Tiflis, Berlin, Oaxaca, Hanoi und zuletzt Pandemie-bedingt im Mai und Oktober 2020 sowie Mai 2021 digital als Virtual Networking Days ausgerichtet. Das IKI-Vorhaben ermöglichte zusätzlichen 272 Vertreter*innen aus Regierung, Zivilgesellschaft und Wissenschaft aus über 30 Ländern die Teilnahme am Austausch.
  • P4R veröffentlicht regelmäßig Studien, u.a. die jährliche Auswertung der freiwilligen Staatenberichte beim HLPF, Fallbeispielsammlungen zu nationalen Berichterstattungsprozessen, Berichte zur Anwendung der Ansätze „whole of goverment“ und „whole of society“, sowie zu datenbezogenen Herausforderungen und Chancen bei der Überprüfung der SDGs (www.partners-for-review.de/).
  • Darüber hinaus beteiligte sich das P4R-Sekretariat an verschiedenen globalen und regionalen Veranstaltungen im Rahmen der 2030-Agenda mit Side Events bzw. Redebeiträgen: dem High-level Political Forum (HLPF) sowie den Regionalforen für nachhaltige Entwicklung für Asien/Pazifik, Europa sowie Lateinamerika und Karibik.
  • Das Vorhaben erstellte gemeinsam mit zuletzt vier anderen IKI-Vorhaben insgesamt neun Build Forward Better Briefs. Die einzelnen Ausgaben vertieften die Themen Monitoring, Städte, Tourismus, NDC & Langfriststrategien, Risk Governance, Biodiversität, Capacity Building für Green Recovery und zogen eine Zwischenbilanz über Green Recovery Tracker (www.international-climate-initiative.com/…).
  • Der 2019 veröffentlichte Global Sustainable Development Report (GSDR) unterstreicht die Notwendigkeit der globalen Ambitionssteigerung und gibt Orientierungshilfen zu nachhaltiger Entwicklung und transformativen Entwicklungspfaden. Das Vorhaben unterstützte in Kooperation mit dem IKI-Vorhaben „Strategische Umweltdialoge“ und UNDESA Konsultationsprozesse sowie die Verbreitung und Umsetzung der Empfehlungen des Berichts, zuletzt durch virtuelle Workshopeinheiten vom 01.-10.12.2020 für die Region Lateinamerika und Karibik. An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik, Privatsektor und Zivilgesellschaft übertrugen die Teilnehmer*innen die GSDR-Handlungsoptionen auf den eigenen Arbeitskontext. Durch eine Community of Practice und weitere Dialogformate (Dialogues for Sustainability) wird die Umsetzung der 2030-Agenda in der Region kontinuierlich weiter vorangetrieben (www.we-do-change.org/…).
  • Die Ergebnisse einer Auswertung existierender Instrumente zur Darstellung von Wechselwirkungen zwischen einzelnen SDGs, der 2030-Agenda und dem Pariser Abkommen stehen seit November 2019 auf der IKI-Website zur Verfügung.
  • Im Juni 2019 richteten BMU und BMZ in Berlin die erste nationale Vorbereitungskonferenz für das HLPF aus. Bundesumweltministerin Schulze und Bundesentwicklungsminister Müller diskutierten mit hochrangigen Vertreter*innen aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft, wie das dringend erforderliche, ambitioniertere Umsetzungshandeln erzielt werden kann. Das Vorhaben unterstützt die Durchführung der jährlich stattfindenden Veranstaltung, zuletzt am 02.12.2020 im virtuellen Format.
  • Im April 2019 erfolgte ein Fachaustausch zum Auf- und Ausbau statistischer Systeme und SDG-relevante Implementierung zwischen Umwelt- und SDG-Statistiker*innen aus dem lateinamerikanischen Raum und deutschen bzw. europäischen Akteuren in Zusammenarbeit mit der UN Regionalkommission für Lateinamerika und die Karibik (UNECLAC).

Projektdaten

Länder:
weltweit

Durchführungspartner:
  • Stakeholder Forum for a Sustainable Future
  • United Nations Department for Economic and Social Affairs (UN-DESA)
  • United Nations Economic and Social Commission for Asia and the Pacific (ESCAP) - Thailand
  • United Nations Economic Commission for Latin America and the Caribbean (ECLAC)

BMU-Förderung:
7.000.000,00 €

Laufzeit:
10/2017  bis  05/2022


Internetauftritt(e):



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