Netzunabhängige Erneuerbare Energien für industrielle Anwender in Subsahara Afrika - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Netzunabhängige Erneuerbare Energien für industrielle Anwender in Subsahara Afrika

Stand: Oktober 2021

In Subsahara-Afrika ist häufig der Mangel an zuverlässiger und kostengünstiger Stromversorgung eine Herausforderung für die Industrie. Reserve-Dieselgeneratoren sind weit verbreitet. Das Projekt erprobt Geschäftsmodelle für erneuerbare Energien (EE) in Industriebetrieben. Erneuerbare Energien, die fossile Back-up-Systeme ersetzen, sind unabhängig von Einspeisetarifen und kostengünstiger als fossile Eigenerzeugung. Damit entlasten sie gleichermaßen die Stromversorgungs- und die Industrieunternehmen. Das Projekt demonstriert die Wirtschaftlichkeit der Anlagen in Pilotvorhaben. In jedem Zielland werden Unternehmen bei der Entwicklung von EE-Projekten an Industriestandorten unterstützt und replizierbare Geschäftsmodelle vorgestellt. Die veröffentlichte Leistungsmessung der Anlagen soll die Transparenz erhöhen und die wahrgenommenen Investitionsrisiken verringern. Die Dokumentation der Geschäftsmodelle und die Bereitstellung von Toolkits sollen Unternehmen zu Nachahmung animieren.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt hat Länderstudien zu netzunabhängigen erneuerbare Energien (EE) für die Eigennutzung in Industrie- und kommerziellen Betrieben in den vier Partnerländern Kenia, Ghana, Nigeria und Südafrika veröffentlicht. Die Berichte befassen sich mit dem Strommarkt, den politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen, den Tarifen und dem Marktpotenzial für saubere Eigenanlagen jedes Landes mit einem starken Fokus auf Finanzierung.
  • Es wurden wirtschaftliche und finanzielle Instrumente zur Bewertung geeigneter Finanzierungsstrukturen von EE-Anlagen entwickelt und veröffentlicht.
  • Zur Auswahl von Pilotprojekten wurden Missionen in allen Projektländern durchgeführt, Projektauswahlkriterien definiert und Online-Seminare zur Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen durchgeführt. In Kenia wurden bereits drei Projekte ausgewählt. Auch in Ghana ist die Projektauswahl vorangeschritten. In Nigeria und Südafrika werden Projekte zur Due Diligence vorselektiert.
  • Weitere Informationen, einschließlich der Länderstudien, der Instrumente und der Projektauswahl, sind auf der Projektwebsite verfügbar.

Projektdaten

Länder:
Ghana, Kenia, Nigeria, Südafrika

Durchführungs­organisation:
United Nations Environment Programme (UN Environment)

Politische Partner:
  • Department of Trade and Industry (DTI) – South Africa
  • Federal Ministry of Environment - Nigeria
  • Ministry of Energy - Ghana
  • Ministry of Energy and Petroleum, Directorate for Renewable Energy - Kenya
  • Ministry of Environment, Science, Technology and Innovation (MESTI) - Ghana
  • Ministry of Environment and Forestry - Kenya
  • South African National Energy Development Institute (SANEDI)

Durchführungspartner:
  • Frankfurt School of Finance & Management gGmbH

BMU-Förderung:
3.489.949,00 €

Laufzeit:
04/2019  bis  03/2023


Internetauftritt(e):



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