Operationalisierung der Safeguard-Anforderungen für den Erhalt ergebnisbasierter Zahlungen durch nachhaltige, nationale REDD+-Programme

Stand: August 2020

Ziel und Maßnahmen

Der REDD+-Mechanismus sieht zum Erhalt von Zahlungen auch die Umsetzungen von Safeguards vor. Mit ihnen wird sichergestellt, dass keine negativen Auswirkungen für Umwelt und Bevölkerung durch REDD+-Maßnahmen entstehen. Das Projekt unterstützt die Partnerländer dabei, Safeguards-Systeme zu operationalisieren. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem die Entwicklung praktischer Leitlinien sowie die Überwachung und Berichterstattung über die Safeguards. In nationalen und subnationalen Durchführungsorganisationen werden dadurch Wissen und Ressourcen aufgebaut. Das Vorhaben hilft zudem dabei, digitale Informationssysteme zu entwickeln, damit relevante Safeguards verschiedener Ebenen an das nationale Safeguards-Informations-System (SIS) übermittelt werden können. Es führt außerdem Lernveranstaltungen durch, die sich unter anderem auf Länderansätze für REDD+-Safeguards und SIS in Afrika konzentrieren.
Vorgängerprojekt(e)
Ökologische und soziale Co-Benefits durch REDD+ in Südostasien

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt wurde bis 09/2020 verlängert.
  • Keine weiteren Aktivitäten in Peru geplant.
  • Vietnam: Das Projekt hat mit dem Büro des staatlichen Lenkungsausschusses für das nationale Zielprogramm für nachhaltige Waldbewirtschaftung und REDD+, VNFOREST (unterzeichnet im Januar 2020), einen "Gemeinsamen Aktionsplan" für die Umsetzung der Aktivitäten der Verlängerungsphase vereinbart.
  • Laufende Beratungen zur: i) Verbesserung der Richtlinien für subnationale REDD+-Safeguards Operationalisierung, Überwachung und Berichterstattung; ii) Entwicklung praktischer digitaler Dateneingabeformulare, tabellarischer Datenbanksysteme für die Sammlung, Aggregation und Berichterstattung von subnationalen REDD+-Safeguards an das nationale Safeguards-Informationssystem (SIS); iii) funktionelle Verbesserungen der Online-Webplattform des SIS.
  • Zugehörige geplante Konsultationssitzungen mit der technischen Arbeitsgruppe für REDD+-Safeguards zu den oben genannten Themen haben sich aufgrund von COVID-19 seit Mitte Februar 2020 verzögert.
  • Ghana: REDD+-Arbeitsplan 2020 mit der ghanaischen Direktion der Forstkommission vereinbart.
  • Berater eingestellt, um die Entwicklung von Richtlinien für subnationale REDD+-Safeguards zu unterstützen. Dieser Auftrag umfasst die Verbesserung des bestehenden subnationalen Indikatorensatzes für die Safeguards, um sicherzustellen, dass relevante und ausreichende Daten/Informationen zur Verfügung stehen, um zu zeigen, dass Ghana die Cancun-Safeguards addressiert, einhält und dies gleichzeitig mit den Anforderungen des FCPF und des GCF im Rahmen des REDD+-Programms Ghanas zu harmonisiert.
  • Dies wird auch eine Überprüfung der Methoden, Verfahren und Systeme für die Sammlung von Daten/Informationen über die subnationale Umsetzung der REDD+-Safeguards und die Berichterstattung an das nationale SIS umfassen. Der Beginn dieser Aufgabe wurde durch die COVID-19-Pandemie verzögert.
  • Die Überarbeitung des Juabeso-Bia Hotspot Intervention Area Management Plans (HIAMP) auf der Grundlage von Beiträgen von Interessengruppen, wurde eingeleitet. Eine wichtige Arbeit am HIAMP umfasst die Vorhersage von Landnutzungsänderungen zwischen 2020 und 2025 auf der Grundlage der besten verfügbaren Dynamiken und Treiber der Landnutzungsänderungen in der Ziellandschaft. Dadurch wird die gezielte Vorgabe von Politiken und Maßnahmen für bestimmte Bereiche der Landschaft mit klaren Ergebnissen gewährleistet.
  • Es ist notwendig geworden, den im Rahmen des Projekts entwickelten partizipativen Wald-Monitoring-Leitfaden mit dem Gesamtrahmen für das Wald-Monitoring im Landschaftsmaßstab zu integrieren, der im Rahmen des P4F-Fonds "Partnership for Productivity, Protection and Resilience in Cocoa Landscapes" (3PRCL) entwickelt wird. Das Waldmonitoring-Rahmensystem zielt darauf ab, die satellitengestützte Fernerkundung von Waldlandschaften mit den Waldüberwachungsaktivitäten der kommunalen Ressourcenverwaltungsgebiete und der Strafverfolgung durch die Forstkommission zu integrieren.

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
Ghana, Peru, Vietnam

Durchführungs­organisation:
SNV Netherlands Development Organisation - Vietnam

Partnerinstitution(en):
  • Forestry Commission - Ghana, Ministry of Environment (MINAM) - Peru, Vietnam Administration of Forestry (VNFOREST)

BMU-Förderung:
2.352.318,27 €

Laufzeit:
12/2015  bis  12/2020


Internetauftritt(e):



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