Operationalisierung der Safeguard-Anforderungen für den Erhalt ergebnisbasierter Zahlungen durch nachhaltige, nationale REDD+-Programme - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Operationalisierung der Safeguard-Anforderungen für den Erhalt ergebnisbasierter Zahlungen durch nachhaltige, nationale REDD+-Programme

Stand: November 2020

Der REDD+-Mechanismus sieht zum Erhalt von Zahlungen auch die Umsetzungen von Safeguards vor. Mit ihnen wird sichergestellt, dass keine negativen Auswirkungen für Umwelt und Bevölkerung durch REDD+-Maßnahmen entstehen. Das Projekt unterstützt die Partnerländer dabei, Safeguards-Systeme zu operationalisieren. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem die Entwicklung praktischer Leitlinien sowie die Überwachung und Berichterstattung über die Safeguards. In nationalen und subnationalen Durchführungsorganisationen werden dadurch Wissen und Ressourcen aufgebaut. Das Vorhaben hilft zudem dabei, digitale Informationssysteme zu entwickeln, damit relevante Safeguards verschiedener Ebenen an das nationale Safeguards-Informations-System (SIS) übermittelt werden können. Es führt außerdem Lernveranstaltungen durch, die sich unter anderem auf Länderansätze für REDD+-Safeguards und SIS in Afrika konzentrieren.
Vorgängerprojekt(e)
Ökologische und soziale Co-Benefits durch REDD+ in Südostasien

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Aufgrund von COVID-19 wurde das Projekt bis 12/2020 verlängert.

Peru:

  • Keine weiteren Aktivitäten in Peru geplant.

Vietnam:

  • Das Projekt hat mit dem Büro des staatlichen Lenkungsausschusses für das nationale Zielprogramm für nachhaltige Waldbewirtschaftung und REDD+, VNFOREST (unterzeichnet im Januar 2020), einen "Gemeinsamen Aktionsplan" für die Umsetzung der Aktivitäten der Verlängerungsphase vereinbart.
  • Funktionelle Verbesserungen der Online-SIS-Webplattform wurden abgeschlossen.
  • Laufende Beratungen zur: i) Verbesserung der Richtlinien für subnationale REDD+-Safeguards Operationalisierung, Überwachung und Berichterstattung (fast abgeschlossen); ii) Entwicklung praktischer digitaler Dateneingabeformulare, tabellarischer Datenbanksysteme für die Sammlung, Aggregation und Berichterstattung von subnationalen REDD+-Safeguards an das nationale Safeguards-Informationssystem (SIS); iii) Unterstützung der ersten Schulung zur Operationalisierung, Überwachung und Berichterstattung von REDD+-Safeguards.
  • Im Juni 2020 wurde mit der Arbeitsgruppe STWG-SG eine Konsultation über die operativen Richtlinien durchgeführt.
  • Die erste Schulung sowie die Operationalisierung, Überwachung und Berichterstattung über REDD+-Safeguards in Nghe An und Thanh Hoa sollen im Oktober/November 2020 durchgeführt werden.
  • Das Projekt wird Konsultationen auf zentraler und regionaler Ebene über den Antrag von Vietnam auf ergebnisbasierte REDD+-Zahlungen durch den Green Climate Fund (GCF) im Oktober 2020 unterstützen. Das Projekt wird auch die Fertigstellung verwandter Safeguards-Dokumente unterstützen, z.B. den nationalen Umwelt- und Sozialmanagement-Rahmenplan, den Gender-Aktionsplan usw.
  • Ghana:

    • Am 26. Juni 2020 fand eine Sitzung der Arbeitsgruppe "Schutzmaßnahmen" (Safeguards Working Group, SWG) statt, um den Projektarbeitsplan im Hinblick auf die Beschränkungen für COVID-19 zu überprüfen und auch, um sich mit anderen Projekten in Bezug auf Schutzmaßnahmen abzustimmen, die von der Forstkommission und anderen Interessengruppen koordiniert werden.
    • Partizipative Waldüberwachung: Vom 21. bis 25. September 2020 wurde für mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Mitglieder der kommunalen Ressourcenmanagementgebiete im Distrikt Bia sowie Mitarbeitende der Forst- und Wildtierabteilung der Forstkommission, ein gemeindebasiertes Echtzeit-Waldmonitoring organisiert. Die Teilnehmenden wurden darin geschult, wie sie die Smartphone-App „Forest-Link“ für die Echtzeit-Berichterstattung über Waldbeeinträchtigungen in ihrem Gebiet nutzen können.
    • Einsätze laufen: i) Vorbereitung eines HIA-Managementplans: Die Projektion des Transformationspotentials für 2018 bis 2025 wurde für das Kakao-Wald-Hotspot-Interventionsgebiet Juabeso-Bia unter Verwendung von sechs Landnutzungsklassen durchgeführt - geschlossener Wald, offener Wald, Kakao-Agroforst, Kakao-Monokultur, Flächen für Jahreskulturen und Siedlungen. Dies wird derzeit interpretiert und mit einer möglichen Verwaltungsvorschrift versehen. Ein endgültiger Managementplan wird für November 2020 erwartet.
    • ii) Vorbereitung operationeller Richtlinien für die Überwachung von Sicherheitsmaßnahmen auf subnationaler Ebene: Der erste Abschnitt des Leitfadens wurde vorbereitet und der Forstkommission zur Überprüfung vorgelegt. Eine umfassendere Konsultation zum Entwurf ist für Oktober 2020 geplant. Der operationelle Leitfaden besteht aus drei Teilen, die Verfahren im Zusammenhang mit 1) dem Screening von Sicherheitsmaßnahmen in der Phase des Projektentwurfs, 2) der Entwicklung eines Aktionsplans für Sicherheitsmaßnahmen in in der Anfangsphase des Projekts und 3) der Überwachung von Sicherheitsmaßnahmen während der Durchführung von REDD+-Projekten umfassen.
    • iii) Entwicklung einer mobilen Anwendung für die SIS-Webseite: Auf der Grundlage des Entwurfs der entwickelten Vorlage hat ein Berater mit dem Entwurf einer mobilen Anwendung begonnen, die bei der Datenerfassung vor Ort und beim Hochladen auf die SIS-Webseite verwendet werden soll. Die zusammen mit dem Design der mobilen Anwendung entwickelte SIS-Webseite wird im Oktober 2020 lanciert.

    Weiterführende Links

    Projektdaten

    Länder:
    Ghana, Peru, Vietnam

    Durchführungs­organisation:
    SNV Netherlands Development Organisation - Viet Nam

    Partnerinstitution(en):
    • Forestry Commission - Ghana, Ministry of Environment (MINAM) - Peru, Vietnam Administration of Forestry (VNFOREST)

    BMU-Förderung:
    2.352.318,00 €

    Laufzeit:
    12/2015  bis  12/2020


    Internetauftritt(e):



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