Public-private-people partnerships - ein Konzept zur Vereinbarkeit biologischer Vielfalt und Nutzungsinteressen in Küstenwäldern

Stand: Februar 2021

Wälder werden von häufig von konkurrierenden Landnutzungen bedroht. Dazu gehören beispielsweise der Ausbau von Infrastruktur, die Landwirtschaft, die Nachfrage nach Land oder die Abhängigkeit der lokalen Bevölkerung von Feuerholz. Das Projekt arbeitet mit Gemeinden, Regierungsbehörden und dem Privatsektor zusammen. Gemeinsam engagieren sie sich für eine Wiederherstellung von Ökosystemen, ein nachhaltiges Ressourcenmanagement und die Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialstandards in Politik und Entwicklungsplänen. Die Projektarbeit trägt dazu bei, Wald- und Mangrovenökosysteme zu schützen und wiederherzustellen. Umwelt- und Sozialstandards schützen diese Ökosysteme vor den Auswirkungen großer Investitionsvorhaben. Die Standards werden über Public-Private-People Partnerschaften (PPPPs) etabliert. Zudem adressiert das Vorhaben neue Treiber der Ökosystemzerstörung, wie zum Beispiel die Holzkohleproduktion, und stärkt das politische Engagement lokaler Gemeinden.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Durch die Entwicklung und Umsetzung von sechs Waldmanagementplänen verbessert das Projekt derzeit das Management von 24.000 Hektar Wald- und Mangrovenflächen.
  • Mehr als 40.000 Baumsetzlinge wurden bisher an den unterschiedlichen Projektstandorten gepflanzt.
  • Die letzten Pflanzungen fanden im Juli 2020 im Projektgebiet Shimba Hills statt. Sicherheitsmaßnahmen einschließlich der Richtlinien des kenianischen Gesundheitsministeriums zu Covid-19 wurden befolgt: Die Teilnehmenden erhielten Einweg-Gesichtsschutzmasken, Handdesinfektionsmittel und Seife, außerdem wurde für Social Distancing gesorgt.
  • Bisher wurden mehr als 3500 Hektar Wald wiederhergestellt. Das Projekt hat bislang 13 verschiedene Institutionen für das gemeinsame Management der natürlichen Ressourcen im Landkreis Kwale zusammengebracht (Regierungsinstitutionen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Verbände, Vereine, private Ranch).
  • Erste Schulungen für Vertreterinnen und Vertreter der nationalen Umweltbehörde zu internationalen Best Practice bei der Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen haben stattgefunden.
  • Die Projektinterventionen und -erfolge werden über den monatlichen und halbjährlichen Newsletter von den verschiedenen WWF-Kenia-Zielgruppen weit verbreitet und sind gut mit anderen Projekten und regionalen Programmen verbunden.
  • Der neueste Newsletter 'Forest Yetu' (Unser Wald) wurde im September 2020 veröffentlicht und gibt einen Überblick über die wichtigsten Projektergebnisse. Es werden drei Geschichten erzählt, wie Bürgerinnen und Bürger von Kwale durch das Projekt profitieren: www.wwfkenya.org/…

Projektdaten

Länder:
Kenia

Durchführungs­organisation:
World Wide Fund for Nature (WWF) - Germany

Politische Partner:
  • Kenya Forest Service
  • Kenya Marine and Fisheries Research Institute (KMFRI)
  • Kwale County Government
  • Ministry of Agriculture - Kenya
  • Ministry of Environment and Forestry - Kenya
  • National Environment Management Authority (NEMA-KENYA) - Kenya

Durchführungspartner:
  • Kenya Marine and Fisheries Research Institute (KMFRI)
  • World Wide Fund for Nature (WWF) - Kenya

BMU-Förderung:
2.999.555,00 €

Laufzeit:
11/2018  bis  10/2022


Internetauftritt(e):



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