Public-private-people-Partnerships - ein Konzept zur Vereinbarkeit biologischer Vielfalt und Nutzungsinteressen in Küstenwäldern

Stand: Juni 2021

Wälder werden von häufig von konkurrierenden Landnutzungen bedroht. Dazu gehören beispielsweise der Ausbau von Infrastruktur, die Landwirtschaft, die Nachfrage nach Land oder die Abhängigkeit der lokalen Bevölkerung von Feuerholz. Das Projekt arbeitet mit Gemeinden, Regierungsbehörden und dem Privatsektor zusammen. Gemeinsam engagieren sie sich für eine Wiederherstellung von Ökosystemen, ein nachhaltiges Ressourcenmanagement und die Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialstandards in Politik und Entwicklungsplänen. Die Projektarbeit trägt dazu bei, Wald- und Mangrovenökosysteme zu schützen und wiederherzustellen. Umwelt- und Sozialstandards schützen diese Ökosysteme vor den Auswirkungen großer Investitionsvorhaben. Die Standards werden über Public-Private-People Partnerschaften (PPPPs) etabliert. Zudem adressiert das Vorhaben neue Treiber der Ökosystemzerstörung, wie zum Beispiel die Holzkohleproduktion, und stärkt das politische Engagement lokaler Gemeinden.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Durch die Entwicklung und Umsetzung von sechs Waldmanagementplänen verbessert das Projekt derzeit das Management von über 30.000 Hektar Wald- und Mangrovenflächen. Drei Managementpläne sind fertiggestellt und von den lokalen Behörden abgenommen, das Projektteam unterstützt nun deren Umsetzung.
  • Mehr als 65.000 Baumsetzlinge wurden bisher an den unterschiedlichen Projektstandorten gepflanzt.
  • Bisher wurden mehr als 3.500 Hektar Wald wiederhergestellt.
  • Das Projekt hat bislang 13 verschiedene Institutionen für das gemeinsame Management der natürlichen Ressourcen im Landkreis Kwale zusammengebracht (Regierungsinstitutionen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Verbände, Vereine, private Ranch)
  • Schulungen für Vertreterinnen und Vertreter der nationalen Umweltbehörde zu internationalen Best Practices bei der Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen haben im April 2019 und November 2020 stattgefunden; an über 250 Gemeindemitglieder konnten sie ihr neu erworbenes Wissen als Multiplikatoren bereits weitergeben.
  • Ein zweites Training der Community Scouts fand im März 2021 statt. Die Community Scouts ergänzen die Überwachung durch die Ranger des kenianischen Forstdienstes, um Waldzerstörung in relevanten Waldgebieten zu verhindern.
  • Die Projektinterventionen und -erfolge werden über den monatlichen und halbjährlichen Newsletter von den verschiedenen WWF-Kenia-Zielgruppen weit verbreitet und sind gut mit anderen Projekten und regionalen Programmen verbunden.
  • Das Projekt hat außerdem eine eigene Website, die den Fortschritt der IKI-Projektimplementierung live zeigt und zum genauen Monitoring verwendet wird (sites.google.com/…).
  • Auf der Projektwebsite werden auch regelmäßig einige der durchgeführten Projektaktivitäten vorgestellt. In den letzten Monaten zum Beispiel die Schulungen für Bäuerinnen und Bauern zu nachhaltiger Landwirtschaft und Agroforstwirtschaft, die METT-Bewertung oder die Validierung des Dzombo Hill Participatory Forest Management Plans (sites.google.com/…).

Projektdaten

Länder:
Kenia

Durchführungs­organisation:
World Wide Fund for Nature (WWF) - Germany

Politische Partner:
  • Kenya Forest Service
  • Kenya Marine and Fisheries Research Institute (KMFRI)
  • Kwale County Government
  • Ministry of Agriculture - Kenya
  • Ministry of Environment and Forestry - Kenya
  • National Environment Management Authority (NEMA-KENYA) - Kenya

Durchführungspartner:
  • Kenya Marine and Fisheries Research Institute (KMFRI)
  • World Wide Fund for Nature (WWF) - Kenya

BMU-Förderung:
2.999.555,00 €

Laufzeit:
11/2018  bis  10/2022


Internetauftritt(e):



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