REDD - Walderhalt in pazifischen Inselstaaten II

Stand: Oktober 2021

Fidschi, Papua Neuguinea, Salomonen und Vanuatu bereiten sich auf den internationalen UNFCCC-Mechanismus zur Reduzierung von Entwaldung und Waldzerstörung (REDD+) vor. In den pazifischen Inselstaaten sind die Kapazitäten zum Schutz und Erhalt der Wälder trotz der hohen Bedeutung dieser Ökosysteme für die Bevölkerung unzureichend. Das Projekt wird dazu beitragen, dass die Länder ihre REDD-Strategien umsetzen und bis 2020 THG-Emissionen im Forstsektor reduzieren, messen und nach internationalen Standards berichten. Lokale Beispielprojekte informieren die nationalen REDD-Prozesse und demonstrieren, v.a. durch nachhaltige Bewirtschaftung und Wiederherstellung von Waldökosystemen einen vielfältigen Zusatznutzen wie verbesserte Einkommensmöglichkeiten, Resilienz gegen Auswirkungen des Klimawandels und Erhalt der Biodiversität. Der regionale Kapazitätsaufbau im Forstbereich kommt auch anderen kleinen Inselstaaten im Pazifik zugute.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Vorhaben finanzierte ferner die Entwicklung einer digitalen App für Mobiltelefone zur Identifikation von Baumarten in Fidschi, basierend auf dem Buch "Trees of Fiji", das durch die IKI finanziert wurde. Die App wurde am 29. März 2021 offiziell durch den amtierenden Forstminister eingeweiht und ist ab April 2021 der interessierten Öffentlichkeit frei als Download zugänglich.
  • Fidschis Emission Reductions Programme Document wurde im Juli 2019 ohne weitere Auflagen vom Carbon Fund der Waldkohlenstoffpartnerschaft (FCPF) angenommen. Am 1. Februar 2021 unterzeichnete die Regierung Fidschis das vom Vorhaben mit vorbereitete Emission Reductions Payment Agreement (ERPA) mit der FCPF der Weltbank. Mindestens 12,5 Mio.US$ ergebnisbasierte Zahlungen wurden vereinbart für verifizierte reduzierte Treibhausgasemissionen aus Entwaldung und Walddegradierung. Das Abkommen ist für fünf Jahre gültig und stellt einen wichtigen Meilenstein innerhalb Fidschis ambitionierten Programms zur Emmissionsreduzierung dar.
  • In Zusammenarbeit mit dem IKI-Projekt "Das Pariser Abkommen in Aktion: Upscaling von Wald- und Landschaftswiederherstellung zur Erreichung der NDCs" der FAO führte das Projekt vom 7. bis 12. Dezember 2020 ein Webinar über den Zugang zu relevanter Klimafinanzierung durch.
  • Im Oktober 2019 fand die Pacific Week of Agriculture in Apia, Samoa statt. Die Vorstellung des Projekts beim Technical Forestry Meeting wurde mit viel Interesse aufgenommen. Beim Treffen der Heads of Agriculture and Forestry Services und Ministers of Agriculture and Forestry Services konnte das Projekt substanziell zu den Ergebnissen beitragen.
  • In 2019 erklärte der fidschianische Premierminister das ambitionierte Ziel, 30 Millionen Bäume in 15 Jahren pflanzen zu lassen. In Kollaboration mit dem BMZ-finanzierten Projekt "Coping with Climate Change in the Pacific Island Region (CCCPIR)" und dem fidschianischen Forstministerium wurden zur erfolgreichen Umsetzung nationale Richtlinien für Wiederaufforstungsmaßnahmen erarbeitet. (Fertigstellung: März 2021). Auβerdem unterstützte das Vorhaben den Erwerb von Setzlingen einheimischer Baumarten aus nachhaltigen Baumschulen, die von lokalen Gemeinden betrieben werden.

Projektdaten

Länder:
Fidschi, Papua Neuguinea, Salomonen, Vanuatu

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Politische Partner:
  • Ministry of Environment, Climate Change, Disaster Management and Meteorology - Solomon Islands
  • Ministry of Fisheries and Forests (MFF) - Fiji
  • Secretariat of the Pacific Community (SPC)

Durchführungspartner:
  • Live and Learn - Fiji
  • Secretariat of the Pacific Community (SPC)

BMU-Förderung:
5.000.000,00 €

Laufzeit:
07/2015  bis  03/2021


Internetauftritt(e):



  • Twitter
  • Facebook
  • Google+