Schutz der Biodiversität, von Seegrasökosystemen und deren Umweltdienstleistungen - Ernährungssicherung und Sicherung der Resilienz von vulnerablen Küstengemeinden in einem sich ändernden Klima - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Schutz der Biodiversität, von Seegrasökosystemen und deren Umweltdienstleistungen - Ernährungssicherung und Sicherung der Resilienz von vulnerablen Küstengemeinden in einem sich ändernden Klima

Stand: Juli 2021

Seegras ist eine wesentliche Nahrungsquelle für Dugongs und andere Meerestiere und erbringt wichtige Ökosystemleistungen wie Fischereiproduktivität und Kohlenstoffbindung. Seegras-Ökosysteme gehen aufgrund des Drucks durch Küstenentwicklung, Fischerei und Bootsfahrt, Umweltverschmutzung und Klimawandel weltweit zurück. Informationen über ihren Zustand und die von ihnen erbrachten Leistungen fehlen. Das Projekt verringert diese Wissenslücken, indem es lokale NGOs und Gemeinden einbindet. Die NGOs werden in partizipativer Forschung geschult, um sie zu befähigen Daten zu sammeln und wichtige Seegrasgebiete zu identifizieren. Diese Informationen werden verwendet, um Gemeinden und Entscheidungsträger in die Entwicklung von Strategien zum Seegrasschutz einzubinden. Zudem werden alternative Geschäftsmodelle eingeführt, um Lebensgrundlagen zu verbessern und Mittel für den Schutz des Seegrases bereitzustellen. Dadurch wird die Nachhaltigkeit der Seegras-Ökosysteme im Indopazifik verbessert.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Eine Projekt-Website, der „Dugong and Seagrass Hub“, wurde fertiggestellt und ging im März 2021 online (www.dugongseagrass.org). Zur Unterstützung der Website wurden Social-Media-Kanäle auf Twitter (twitter.com/…), Instagram (www.instagram.com/…) und Facebook (www.facebook.com/…) eingerichtet.
  • Zwei Artikel über das Projekt wurden in der November 2020-Ausgabe des Sirenews-Newsletters veröffentlicht (mission.cmaquarium.org/…).
  • Das Projekt setzt Forschungsmethoden ein (zum Beispiel Seagrass-Watch und den standardisierten Dugong Fang-/Beifang-Fragebogen), die von den lokalen Gemeinden in den fünf Standorten umgesetzt werden können. Alle nationalen Partner haben ihr Training zum Dugong Fang-/Beifang-Fragebogen aus der Ferne absolviert, und die Datenerfassung wurde in Indonesien, den Philippinen, Malaysia und Thailand abgeschlossen. Zusätzliches wissenschaftliches Training wird von den technischen Partnern ab 2021 aus der Ferne durchgeführt werden.
  • Die nationalen Partner arbeiten weiterhin mit den lokalen Gemeinden und den politischen Partnern in allen fünf Ländern zusammen und nutzen dabei verschiedene Ansätze, wie zum Beispiel Gemeindeversammlungen vor Ort und Online-Veranstaltungen zur Bewusstseinsbildung.
  • Das Projektteam entwickelt weiterhin Geschäftsmodelle zur Integration von Seegras-Ökosystemdienstleistungen wie zum Beispiel Homestay-Konzepte, Spirulina-Aquakulturen sowie ein Blue-Carbon-Kreditprogramm, die eine zusätzliche Einnahmequelle darstellen können, um die Schutzmaßnahmen der lokalen Gemeinden aufrechtzuerhalten. Die Umsetzung von Geschäftsmodellen ist in Indonesien, Thailand und Timor-Leste im Gange und begann in Malaysia im März 2021.

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Timor-Leste

Durchführungs­organisation:
Secretariat of Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals (CMS) - Abu Dhabi

Politische Partner:
  • Department of Environment and Natural Resources (DENR) - Philippines
  • Ministry of Commerce, Industry and Environment - Timor Leste
  • Ministry of Marine Affairs and Fisheries - Indonesia
  • Phuket Marine Biological Centre - Thailand
  • Sea Turtle and Marine Endangered Species Research Centre - Malaysia

Durchführungspartner:
  • Blue Ventures
  • Marine Research Foundation MARECET

BMU-Förderung:
4.780.000,00 €

Laufzeit:
01/2019  bis  12/2022




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