Schutz der Biodiversität, von Seegrasökosystemen und deren Umweltdienstleistungen - Ernährungssicherung und Sicherung der Resilienz von vulnerablen Küstengemeinden in einem sich ändernden Klima

Stand: August 2020

Ziel und Maßnahmen

Seegraswiesen sind die wichtigste Nahrungsgrundlage für die stark gefährdeten Dugongs (Gabelschwanzseekühe). Zudem sind sie ein wichtiger Kohlenstoffspeicher. Die Ökosysteme sind durch Küstenentwicklung, Entwaldung, nicht-nachhaltige Ressourcennutzung und Umweltzerstörung rückläufig. Derzeit fehlen Informationen zum Status und zur Beschaffenheit der Seegrasökosysteme. Das Projekt trägt dazu bei, diese Wissenslücken zu verkleinern. Zudem fördert es die Integration von Seegrasökosystemen in partizipative Entscheidungsfindung und alternative Geschäftsmodelle, um die Produktivität und Nachhaltigkeit von Seegras und die damit verbundene biologische Vielfalt im Indo-Pazifik zu gewährleisten. Bislang mangelt es an ausreichenden Daten, um eine nachhaltige Finanzierungsstrategie für den Schutz der Seegraswiesen in den fünf Zielländern zu entwickeln. Der Bottom-up-Ansatz des Projekts befähigt die lokalen Gemeinschaften dazu, solche Daten für die Entscheidungsträger vor Ort zu liefern.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Kick-off-Treffen fand in der letzten Januarwoche 2020 unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern aller umsetzenden, technischen und nationalen Partner statt.
  • Das Projekt wird Forschungsmethoden (z. B. Seagrass-Watch und den standardisierten Dugong-Fang-/Beifang-Fragebogen) verwenden, die von den lokalen Gemeinden an den fünf Standorten implementiert werden können, und es werden derzeit Aktivitäten zum Kapazitätsaufbau durchgeführt.
  • Das Projekt begann mit der Entwicklung von Geschäftsmodellen zur Integration von Ökosystemleistungen von Seegras, einschließlich eines Homestay-Konzepts und Spirulina-Aquakulturen, die eine zusätzliche Einnahmequelle darstellen können, um die von den lokalen Gemeinden ergriffenen Schutzmaßnahmen aufrechtzuerhalten.
  • Das Projekt arbeitet aktiv mit lokalen Gemeinschaften und politischen Partnerinnen und Partnern zusammen, baut Beziehungen auf, sensibilisiert für das Projekt und beginnt mit der Diskussion über den Schutz und die Politik von Seegras.
  • Ein Vertreter eines nationalen Partners aus den Philippinen nahm im Dezember 2019 am neunten Sirenensymposium teil, um seine lokalen Bemühungen zum Schutz der Dugong hervorzuheben und darzustellen wie das IKI-Projekt dazu beitragen wird.
  • In Übereinstimmung mit dem oben erwähnten globalen Workshop und dem Treffen der Unterzeichnenden beabsichtigt Thailand auch, einen Fachworkshop zu den geeigneten Schutzmaßnahmen für Dugongs und Seegräser in der Region Koh Libong (Thailand) abzuhalten. Dies wird die IKI-Projektaktivitäten in Thailand ergänzen und kann auch als replizierbares Modell für ortsspezifische Naturschutzworkshops in anderen Ländern dienen.
  • Die politische Unterstützung für den Schutz von Dugong und Seegras ist in Thailand nach wie vor besonders stark und kann dank der Rettung von zwei Dugong-Kälbern, Marium und Jamil, durch die thailändische Regierung öffentlichkeitswirksam präsentiert werden. Der Tot von Marium hervorgerufen durch Plastik im Verdauungstraktzeigt jedoch, dass die Meeresverschmutzung und Plastik eine aufkommende Bedrohung für Dugongs darstellt. Das Projekt versucht demnach auch dieses Risiko zu fokussieren.

Projektdaten

Länder:
Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Timor-Leste

Durchführungs­organisation:
Secretariat of Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals (CMS) - Abu Dhabi

Partnerinstitution(en):
  • Department of Environment and Natural Resources (DENR) - Philippines," Ministry of Commerce, Industry and Environment - Timor Leste", Ministry of Marine Affairs and Fisheries - Indonesia, Phuket Marine Biological Centre - Thailand, Sea Turtle and Marine Endangered Species Research Centre - Malaysia

BMU-Förderung:
4.780.000,00 €

Laufzeit:
01/2019  bis  12/2022




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