Schutz und Integriertes Management von Meeres- und Küstenbiodiversität

Stand: April 2020

Ziel und Maßnahmen

Das Vorhaben unterstützt in zwei prioritären Regionen (Costa dos Corais und Abrolhos) einen integrierten Ansatz zur Umweltraumplanung in der Meeres- und Küstenzone, um nachhaltige Schutz- und Nutzungsformen zu fördern. Neben der Umweltraumplanung setzt das Projekt Maßnahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Meeres- und Küstenbiodiversität sowie Strategien zum Monitoring der Umweltqualität als Basis für Planungs- und Managementprozesse um. Die Erfahrungen werden national und international verbreitet und tragen zur Stärkung relevanter Politiken auf lokaler und nationaler Ebene bei. Das auf Kapazitätsaufbau und Methodenentwicklung ausgerichtete Projekt wirkt komplementär zum Projekt der Global Environment Facility zur Ausweisung von marinen Schutzgebieten in Brasilien (GEF-Mar) und unterstützt das Land bei der Erfüllung der Aichi Ziele 6 (nachhaltige Fischerei), 10 (Verringerung der Belastungen von Korallenriffen) und 11 (Ausweitung und Konsolidierung des Meeresschutzsystems).

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Über 500 Vertreter/innen des Umweltministeriums (MMA), der Schutzgebietsbehörde ICMBio, der Bundesstaaten, kommunalen Umweltverwaltungen und Zivilgesellschaft wurden durch 16 Fortbildungsveranstaltungen zu folgenden Themen ausgebildet: Kommunales Umweltmanagement in Küstenzonen, Meeresraumplanung (Marine Spatial Planning, MSP), Systematisches Planen für Biodiversitätserhalt (Systematic Conservation Planning, SCP), Nachhaltiges Management traditioneller Fischerei, Monitoring der Biodiversität der Mangroven, Erarbeitung nationaler Aktionspläne zum Erhalt bedrohter Arten
  • Monitoring bedrohter Arten in 4 Küsten- und Meeresschutzgebieten, mit einer Fläche von 6.955,24 km²
  • 07.2019 – Workshop zur Erarbeitung von Fischereimanagementplänen im Schutzgebiet RESEX Canavieiras
  • 07.2019 – Lokale Workshops zur Erstellung eines Netzwerks für Fischerinnen der Region Costa dos Corais
  • 07.2019 – Lokale Workshops zur Stärkung eines Netzwerks von Fischerinnen des Extremen Süden Bahias mit Fokus auf good practices für nachhaltige Wertschöpfungsketten, v.a. für Fischereiprodukte und Rechte von indigenen und traditionellen Völkern (bis 02.2020)
  • 07.2019 – erfolgreiche öffentliche Anhörung für eine Umweltzonierung von nautischen Aktivitäten (v.a. Fischerei und Tourismus) für 3 Küstenkommunen Pernambucos (über 5.600 ha Wassereinzugsgebiet und Küstengewässer). Die Verabschiedung per bundesstaatliches Dekret wird in den nächsten Monaten erwartet
  • 09.2019 – Seminar über Strategien zur Bekämpfung von Meeresmüll
  • 09.2019 – Veröffentlichung des Nationalen Protokolls zur Datenerhebung von Meeresmüll (www.mma.gov.br/…)
  • Mitarbeit an der virtuellen Vernetzungsplattform „Rede TerraMar“

Projektdaten

Länder:
Brasilien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment - Brazil
  • Chico Mendes Institute for Biodiversity Conservation - Brazil,Leibniz-Zentrum für marine Tropenökologie (ZMT) - Deutschland,Ministry of Environment - Brazil

BMU-Förderung:
6.000.000,00 €

Laufzeit:
08/2015  bis  06/2021


Internetauftritt(e):



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