Schutz und Integriertes Management von Meeres- und Küstenbiodiversität - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Schutz und Integriertes Management von Meeres- und Küstenbiodiversität

Stand: July 2020

Ziel und Maßnahmen

Die brasilianische Küste zählt zu den weltweit längsten und beheimatet eine einzigartige Biodiversität. Gleichzeitig wird die Meeres- und Küstenzone intensiv genutzt und besiedelt. Das Vorhaben unterstützt in den Regionen Costa dos Corais und Abrolhos einen integrierten Ansatz zur Umweltraumplanung, um nachhaltige Schutz- und Nutzungsformen zu fördern. Zudem realisiert das Projekt Maßnahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Meeres- und Küstenbiodiversität sowie Strategien zum Monitoring der Umweltqualität als Basis für Planungs- und Managementprozesse. In seiner Arbeit setzt es auf den Aufbau von Wissen und Ressourcen sowie Methodenentwicklung. Die Erfahrungen werden national und international verbreitet und tragen zur Stärkung relevanter Politiken bei. Durch seine Arbeit unterstützt das Vorhaben Brasilien bei den SDG-Zielen „Nachhaltige Fischerei“, „Verringerung der Belastungen von Korallenriffen“ und „Ausweitung und Konsolidierung des Meeresschutzsystems“.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Vertreterinnen und Vertreter des Umweltministeriums (MMA), der Schutzgebietsbehörde ICMBio, der Bundesstaaten, kommunalen Umweltverwaltungen und Zivilgesellschaft wurden durch Fortbildungsveranstaltungen zu folgenden Themen ausgebildet: Kommunales Umweltmanagement in Küstenzonen, Meeresraumplanung (Marine Spatial Planning, MSP), Systematisches Planen für Biodiversitätserhalt (Systematic Conservation Planning, SCP), Nachhaltiges Management traditioneller Fischerei, Monitoring der Biodiversität der Mangroven, Erarbeitung nationaler Aktionspläne zum Erhalt bedrohter Arten.
  • Monitoring bedrohter Arten in vier Küsten- und Meeresschutzgebieten, mit einer Fläche von 6.955,24 km².
  • 09.2019 Seminar über Strategien zur Bekämpfung von Meeresmüll.
  • 09.2019 Veröffentlichung des Nationalen Protokolls zur Datenerhebung von Meeresmüll (www.mma.gov.br/…).
  • 10.2019 Workshop zu Fischereilizenzen für traditionelle Kleinfischerinnen und Kleinfischer in Schutzgebieten.
  • 10.2019 Wissenschaftliche Tagung zu „Citizen Science: soziale Beteiligung und wissenschaftliche Forschung“ des Meeresschutzgebiets APA Costa dos Corais mit rund 200 Teilnehmenden.
  • 11.2019 Training von 40 regionalen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Fischereimonitoring in Schutzgebieten.
  • 11.2019 Unterstützung der Erstellung einer Baseline für Monitoringaktivitäten in Bezug auf Auswirkungen der Ölverschmutzung auf die Küstenbiodiversität (Mangroven, Flussmündungen und Strände).
  • 12.2019 1. Workshop zur Erarbeitung einer nationalen Bildungsstrategie zur Küsten- und Meeresregion (Multistakeholder, 60 Teilnehmende aus ca. 10 Küstenbundesstaaten, ca. 20 Institutionen.
  • 03.2020 Planungsworkshop des Netzwerks der Fischerinnen des Extremen Süden Bahias und der Costa dos Corais.
  • 03.2020 Workshops zur Stärkung und potenziellen Erweiterung des Schutzgebietsmosaiks des Extremen Süden Bahias (MAPES).
  • 03.2020 Veröffentlichung Videos zur Umweltbildungskampagne zu Strand- und Korallenschutz (Conduta Conciente - www.youtube.com/…).
  • Mitarbeit an der virtuellen Vernetzungsplattform „Rede TerraMar“ www.facebook.com/…

Projektdaten

Länder:
Brasilien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment - Brazil
  • Chico Mendes Institute for Biodiversity Conservation - Brazil,Leibniz-Zentrum für marine Tropenökologie (ZMT) - Deutschland,Ministry of Environment - Brazil

BMU-Förderung:
6.000.000,00 €

Laufzeit:
08/2015  bis  06/2021


Internetauftritt(e):



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