Schutz und Integriertes Management von Meeres- und Küstenbiodiversität (TerraMar) - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Schutz und Integriertes Management von Meeres- und Küstenbiodiversität (TerraMar)

Stand: Oktober 2021

Die einzigartige Biodiversität der brasilianischen Meeres- und Küstenzone ist durch intensive Nutzung, Besiedlung und Verschmutzung bedroht. Das Projekt unterstützt in den Regionen Costa dos Corais und Abrolhos einen integrierten Ansatz zur Umweltraumplanung, Maßnahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Meeres- und Küstenbiodiversität sowie Strategien zum Monitoring der Umweltqualität als Basis für Planungs- und Managementprozesse, inkl. zur Bekämpfung von Meeresmüll. Hierbei wird auf den Aufbau von Wissen und Ressourcen sowie Methodenentwicklung gesetzt. Projekterfahrungen sowie entwickelte Konzepte und Strategien werden national und international verbreitet und tragen zur Stärkung relevanter Politiken bei. Im Rahmen des Corona-Response-Pakets setzt das Vorhaben ein Pilotprojekt zur Verarbeitung von Plastikmeeresmüll um und analysiert das Marktpotenzial nachhaltiger Wertschöpfungsketten bei der Nutzung der Küsten- und Meeresbiodiversität.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Angesichts der Pandemie führt das Projekt zusätzliche Green-Recovery-Maßnahmen durch, um umweltfreundliche Einkommensperspektiven für die Bevölkerung zu fördern. Neben der Weiterverarbeitung von Meeresmüll unterstützt das Projekt traditionelle Fischerinnen bei der Erstellung und Verwaltung der Webseite Gestor Orgânico Costa dos Corais zur lokalen Vermarktung von Fischprodukten während der Pandemie (costadoscorais.gestororganico.com.br).
  • Über 600 Vertretende des Umweltministeriums (MMA), der föderalen Schutzgebietsbehörde (ICMBio), der Bundesstaaten, der kommunalen Verwaltungen und der lokalen Küstengemeinden wurden zu Themen des Umweltmanagements in Küsten- und Meeresregionen ausgebildet (z. B. kommunales Umweltmanagement in Küsten- und Meeresgebieten, systematische Planung für Biodiversitätserhalt, Monitoring von Mangroven und traditioneller Fischerei, Fischereimanagement). Bislang wurden sieben Küsten- und Meeresschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 10.951 km2 durch Projektmaßnahmen (z. B. Fortbildungen und verbesserte Managementprozesse) gestärkt.
  • Im November 2020 wurde der lokale Managementplan des Schutzgebiets Resex Canavieiras (IUCN Kategorie VI) für die Krabbenart Guaiamum (cardisoma guanhumi) verabschiedet. Das Projekt unterstützte durch Beratung und Fortbildungen die Entwicklung der notwendigen lokalen Kapazitäten zum Monitoring der traditionellen Fischerei und zur Erarbeitung des Managementplans.
  • Zur Förderung von Einkommensmöglichkeiten für Frauen wurden Netzwerke von über 600 Kleinfischerinnen in den Projektregionen gestärkt bzw. gegründet. Der Fokus liegt hierbei auf der nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen, um die Biodiversität zu erhalten. (www.youtube.com/…).
  • Ein nationales Protokoll zur Datenerhebung von Meeresmüll an Stränden wurde mit Unterstützung des Projektes entwickelt. (www.mma.gov.br/…).
  • Virtuelle Workshops, Konsultationen und Webinars zur Erarbeitung einer nationalen Bildungsstrategie zu Umweltmanagement in der Küsten- und Meeresregion sind derzeit in Umsetzung. (Multistakeholder-Ansatz, über 700 Teilnehmende aus allen 17 Küstenbundesstaaten, über 270 Institutionen). Mit Unterstützung des Projekts wurde eine Umweltzonierung für nautische Aktivitäten entwickelt und vom Bundesstaat Pernambuco verabschiedet. Die Umweltzonierung reguliert Tourismus und Fischerei in 58 km² Strand-, Fluß- und Meeresfläche in drei Schutzgebieten: APA de Guadalupe, kommunaler Naturpark Forte do Tamandaré und einem Teil der APA Costa dos Corais (www.youtube.com/…;t=54s)
  • Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans für Korallenschutz (PAN Corais) wurde die Umweltbildungskampagne zu Strand- und Korallenschutz aktualisiert und über ein Webinar mit ICMBio und der NGO Coral Vivo verbreitet (Kampagne: coralvivo.org.br/…).

Projektdaten

Länder:
Brasilien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Politische Partner:
  • Ministry of Environment - Brazil

Durchführungspartner:
  • Chico Mendes Institute for Biodiversity Conservation - Brazil
  • Leibniz-Zentrum für marine Tropenökologie (ZMT) - Deutschland
  • Ministry of Environment - Brazil

BMU-Förderung:
6.588.000,00 €

Laufzeit:
08/2015  bis  06/2022


Internetauftritt(e):



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