Schutz und nachhaltige Nutzung der Meeresbiodiversität der marinen Ökoregion Benguelastrom - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Schutz und nachhaltige Nutzung der Meeresbiodiversität der marinen Ökoregion Benguelastrom

Stand: December 2020

Das marine Ökosystem Benguelastrom erstreckt sich entlang der Küste von Südafrika, Namibia und Angola und zählt weltweit zu den Regionen mit größter Biodiversität. Die Benguela Current Convention (BCC) schützt die Meeresbiodiversität des Gebietes und integriert sie in ein Konzept für nachhaltige Entwicklung. Dennoch ist das Ökosystem immer stärker bedroht. Deshalb verbessert das Projekt das nachhaltige Management, indem es das entsprechende Know-how der BCC und ihrer Mitglieder weiterentwickelt. Dazu identifiziert es die bedeutsamsten Meeresgebiete (EBSAs) und berät die Projektpartner dabei, ein adäquates Management zu etablieren. Zudem institutionalisiert das Projekt einen regional abgestimmten Ansatz zur Meeresraumplanung (MRP) und setzt ihn um. Erfahrungen, Ergebnisse, Konzepte und Instrumente zum Management von EBSAs und zur MRP werden in der Region und darüber hinaus verbreitet, um sie in nationale, regionale und internationale Politik- und Verhandlungsprozessen zu integrieren.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die drei Baseline-Mapping-Berichte für die wichtigsten marinen Ressourcen und sektoralen Meeresraumnutzungen in der Ökoregion liegen vor.
  • In Südafrika wurde die Entwicklung des Ende 2019 veröffentlichten, nationalen Zustandsbericht zur marinen Biodiversität maßgeblich unterstützt und dient als wichtiger Beitrag zum Baseline-Mapping-Bericht.
  • Der Entwurf des Meeresraumplans für die zentrale Küste Namibias wurde auf technischer Ebene abgestimmt und liegt vor.
  • Der Entwurf des Meeresraumplans für die zentrale Küstenregion Angolas wurde auf technischer Ebene abgestimmt und von den Direktoren der wichtigsten Ministerien genehmigt.
  • Die Entwicklung des südafrikanischen Strategiedokuments für die Umsetzung von Meeresraumplanung (MRP), welches den Rahmen und die Richtlinie für die Entwicklung der vier subnationalen Meeresraumpläne darstellt, befindet sich in der finalen Abstimmung auf technischer und politischer Ebene. Der erste marine Raumplan wird aktuell von der nationalen Arbeitsgruppe entwickelt.
  • In allen drei Ländern wurden nationale und grenzübergreifende EBSA („ökologisch oder biologisch bedeutsame Meeresgebiete“) Beschreibungen überarbeitet (16) bzw. neu (12) definiert. Diese finden Eingang in den Raumplanungsprozess und sind ebenso Grundlage für die Ausweisung neuer Meeresschutzgebiete. Für Namibia konnten schon zwei neue EBSAs und fünf bereits identifizierte EBSAs überarbeitet werden. Im März 2020 hat Namibia diese EBSAs bei der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) eingereicht. Angola und Südafrika planen ebenso, die neuen und überarbeiteten EBSAs bei der CBD einzureichen.
  • Das regionale Protokoll zu Meeresraumplanung unter der regionalen Benguelastromkonvention (BCC) wurde von der Kommission der BCC im Oktober 2018 verabschiedet und dient als regionale Leitlinie zur Umsetzung von Meeresraumplanung.
  • In Namibia wurde in 2019 eine Blue Economy Policy von einem interministeriellen Gremium erarbeitet, die einen übergeordneten Rahmen für Meeresraumplanung darstellt.
  • Mitte August 2019 hat der angolanische Präsident João Lourenço ein Dekret zur Etablierung eines 16-köpfigen Gremiums auf Ministerebene zu Meeresangelegenheiten erlassen, welches seine Arbeit bereits aufgenommen hat.
  • Im Juli 2019 haben Mitglieder der südafrikanischen Arbeitsgruppe für Meeresraumplanung eine Studienreise nach Deutschland und Schweden durchgeführt.
  • Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa hat das MRP-Gesetz Ende April 2019 unterzeichnet und damit den rechtlichen Rahmen für MRP geschaffen.
  • In den drei Zielländern wurden Trainingsworkshops zu Meeresraumplanung mit starker Beteiligung aller relevanten Sektor-Ministerien durchgeführt.
  • Das Projekt hat die Bildung von nationalen und regionalen interministeriellen Arbeitsgruppen zu EBSAs und Meeresraumplanung unterstützt.

Projektdaten

Länder:
Angola, Namibia, Südafrika

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Benguela Current Commission (BCC)
  • Benguela Current Commission (BCC)
  • Department of Agriculture, Forestry and Fisheries - South Africa*
  • Department of Environmental Affairs (DEA) - South Africa*
  • Department of Mineral Resources and Energy (DMRE) - South Africa
  • Ministry of Environment (Ministério do Ambiente) - Angola
  • Ministry of Environment and Tourism (MET) - Namibia
  • Ministry of Fisheries and Marine Resources - Namibia
  • Ministry of Mines and Energy - Namibia
  • Ministry of Works and Transport - Namibia
  • Oil Ministry (Ministério dos Petróleos) - Angola

BMU-Förderung:
10.600.000,00 €

Laufzeit:
08/2014  bis  02/2022


Internetauftritt(e):

Factsheet:
Marisma - Enabling Sustainable Ocean Use in the Benguela Current Region (englischsprachig | PDF | 3.29MB)



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