Schutz und nachhaltige Nutzung der Meeresbiodiversität der marinen Ökoregion Benguelastrom - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Schutz und nachhaltige Nutzung der Meeresbiodiversität der marinen Ökoregion Benguelastrom

Stand: Oktober 2021

Das marine Ökosystem Benguelastrom erstreckt sich entlang der Küste von Südafrika, Namibia und Angola und zählt weltweit zu den Regionen mit größter Biodiversität. Die Benguela Current Convention (BCC) schützt die Meeresbiodiversität des Gebietes und integriert sie in ein Konzept für nachhaltige Entwicklung. Dennoch ist das Ökosystem immer stärker bedroht. Deshalb verbessert das Projekt das nachhaltige Management, indem es das entsprechende Know-how der BCC und ihrer Mitglieder weiterentwickelt. Dazu identifiziert es die bedeutsamsten Meeresgebiete (EBSAs) und berät die Projektpartner dabei, ein adäquates Management zu etablieren. Zudem institutionalisiert das Projekt einen regional abgestimmten Ansatz zur Meeresraumplanung (MRP) und setzt ihn um. Erfahrungen, Ergebnisse, Konzepte und Instrumente zum Management von EBSAs und zur MRP werden in der Region und darüber hinaus verbreitet, um sie in nationale, regionale und internationale Politik- und Verhandlungsprozessen zu integrieren.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die drei Baseline-Mapping-Berichte für die wichtigsten marinen Ressourcen und sektoralen Meeresraumnutzungen in der Ökoregion liegen vor.
  • In Südafrika wurde die Entwicklung des Ende 2019 veröffentlichten, nationalen Zustandsberichts zur marinen Biodiversität (opus.sanbi.org/…) unterstützt, der als wichtiger Beitrag zum Baseline-Mapping-Bericht dient. Auf dieser Grundlage wird aktuell der Marine and Coastal Spatial Biodiversity Plan entwickelt.
  • Der Entwurf des Meeresraumplans (MRPs) für die zentrale Küste Namibias wurde auf technischer Ebene finalisiert und befindet sich in der weiteren Abstimmung zwischen den Ministerien.
  • Der Entwurf des MRPs für die zentrale Küstenregion Angolas wurde auf technischer Ebene abgestimmt und von den Direktoren der zuständigen Ministerien genehmigt.
  • Die Entwicklung des südafrikanischen Strategiedokuments für die MRP-Umsetzung, welches den Rahmen und die Richtlinie für die Entwicklung der vier subnationalen Pläne darstellt, liegt vor. Südafrikas erster MRPs wird aktuell von der nationalen Arbeitsgruppe auf Grundlage der jeweiligen Sektorprioritäten entwickelt.
  • In allen drei Ländern wurden nationale und grenzübergreifende Beschreibungen der „ökologisch oder biologisch bedeutsamen Meeresgebiete“ (EBSAs) überarbeitet (16) bzw. neu (12) definiert. Diese finden Eingang in den Raumplanungsprozess und sind Grundlage für die Ausweisung neuer Meeresschutzgebiete. Im März 2020 hat Namibia und im September 2020 Südafrika diese EBSAs bei der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) eingereicht. Angola plant, die neuen und überarbeiteten EBSAs der CBD zu melden.
  • Das regionale Protokoll zu MRP unter der regionalen Benguelastromkonvention wurde von der zuständigen Kommission im Oktober 2018 verabschiedet und dient als regionale Leitlinie zur Umsetzung von MRP.
  • In Namibia wird eine Blue Economy Policy von einem interministeriellen Gremium erarbeitet.
  • Mitte August 2019 hat der angolanische Präsident João Lourenço per Dekret ein 16-köpfiges Ministergremium zu Meeresangelegenheiten etabliert.
  • Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa hat das Gesetz zu MRP im April 2019 unterzeichnet.
  • Ein Film zu Meeresraumplanung „Marine Spatial Planning in a nutshell“ (youtu.be/…) wurde in die lokalen Sprachen Afrikaans, Xhosa, Zulu und Portugiesisch übersetzt.
  • Mehrere Artikel wurden in wissenschaftlichen Zeitschriften und Fachbüchern publiziert (1) doi.org/…; 2) doi.org/…; 3) doi.org/…).

Projektdaten

Länder:
Angola, Namibia, Südafrika

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Politische Partner:
  • Benguela Current Commission (BCC)

Durchführungspartner:
  • Benguela Current Commission (BCC)
  • Department of Agriculture, Forestry and Fisheries - South Africa*
  • Department of Environmental Affairs (DEA) - South Africa*
  • Department of Mineral Resources and Energy (DMRE) - South Africa
  • Ministry of Environment (Ministério do Ambiente) - Angola
  • Ministry of Environment and Tourism (MET) - Namibia
  • Ministry of Fisheries and Marine Resources - Namibia
  • Ministry of Mines and Energy - Namibia
  • Ministry of Works and Transport - Namibia
  • Oil Ministry (Ministério dos Petróleos) - Angola

BMU-Förderung:
10.600.000,00 €

Laufzeit:
08/2014  bis  02/2022


Internetauftritt(e):

Dokument(e):
Marisma - Enabling Sustainable Ocean Use in the Benguela Current Region (englischsprachig | PDF | 3.29MB)



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