Schutzgebiete und andere gebietsbezogene Schutzmaßnahmen auf lokaler Regierungsebene - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Schutzgebiete und andere gebietsbezogene Schutzmaßnahmen auf lokaler Regierungsebene

Stand: April 2020

Ziel und Maßnahmen

Kommunale Schutzgebiete können einen wesentlichen Beitrag zu Biodiversitäts- und Klimaschutz in Südamerika leisten. Jedoch sind sie bisher nur selten als Schutzgebietskategorie institutionalisiert, und ihr Potenzial wird bisher wenig beachtet. Das Projekt erhöht die Anzahl an Lokalregierungen in den Partnerländern, die kommunale Schutzgebiete und andere gebietsbasierte Schutzmaßnahmen nachhaltig betreiben. Dazu baut es entsprechendes Wissen und Ressourcen in den Lokalregierungen auf. Es stärkt zudem Multiplikator-Strukturen, die die Lokalregierungen mit Informationen und technischen Leistungen unterstützen. Auf zwischenstaatlicher Ebene ermöglicht das Projekt einen Erfahrungsaustausch zwischen den Ländern über rechtliche Instrumente und Rahmenbedingungen. Darüber hinaus macht es die Projekterfahrungen international bekannt. Virtuelle Lern- und Kommunikationsformen sollen dazu mit bestehenden Plattformen und Netzwerken verknüpft werden. So erreicht das Projekt auch Länder, die nicht direkt beteiligt sind.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Beispiele erfolgreichen Managements lokaler Schutzgebiete wurden in den vier Ländern identifiziert: drei Beispiele pro Land werden dokumentiert und auf den Internetseiten von ICLEI (sams.iclei.org/…) und PANORAMA (panorama.solutions/…) veröffentlicht.
  • In Brasilien wurden 01/ 2019 sechs Kommunen in einem Pilotworkshop in der Methodik zur Integration von Ökosystemdienstleistungen in das Management lokaler Schutzgebiete und anderer gebietsbezogener Schutzmaßnahmen geschult. Die Stadt Florianópolis wendete dies bei der Erstellung ihres kommunalen Plans zum Schutz und nachhaltigen Nutzung des atlantischen Küstenregenwaldes an. sams.iclei.org/…
  • In Ecuador wurden Regularien zur neuen Umweltgesetzgebung erarbeitet, welche die rechtliche Situation lokaler Schutzgebiete und anderer gebietsbasierter Schutzmaßnahmen regeln. Die dezentralen autonomen Regierungen verfügen dadurch über verbesserte Voraussetzungen zur Einrichtung und Bewirtschaftung eigener Schutzgebiets-Subsysteme.
  • Das Projekt unterstützte die Anerkennung des Biosphärenreservats Chocó Andino de Pichincha 06/2018 (issuu.com/…).
  • Vertreterinnen der dezentralen autonomen Regierungen nahmen 05/2017 an der ersten Regionalkonferenz des Projekts in Sao Paulo (sams.iclei.org/…) teil, wo sie sich u.a. über das Biosphärenreservat Mata Atlântica informierten.
  • 10/2018 stellten sie den Teilnehmern der zweiten Regionalkonferenz des Projekts (sams.iclei.org/…) vor, wie sie in ihrem Biosphärenreservat Dialog, Allianzen und Zusammenarbeit ermöglichen, die Biodiversität erhalten und Vorteile für die lokale Bevölkerung bringen.
  • In Kolumbien erstellte die Projekt-Arbeitsgruppe mit Vertretern von Lokalregierungen Beiträge für die Anerkennung sog. „Komplementärer Naturschutzstrategien“ und unterstützte die Publikation „Voces de la gestión territorial“ (www.humboldt.org.co/…). Die Lokalregierungen wurden erstmalig in den Dialog zur Gestaltung der regionalen Schutzgebietssysteme einbezogen und bestehende munizipale Schutzgebietssysteme katalogisiert. Die Erfahrungen wurden dem Umweltministerium für die Ausarbeitung der neuen Schutzgebietspolitik zur Verfügung gestellt.
  • In Peru organisierte das Projekt 02/2019 einen regionalen Expertenworkshop zur Anerkennung „anderer effektiver gebietsbasierter Schutzmaßnahmen“ entsprechend Definition des Übereinkommens über die biologische Vielfalt und einer Handreichung von IUCN: sams.iclei.org/…

Projektdaten

Länder:
Brasilien, Ecuador, Kolumbien, Peru

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment (MINAM) - Peru, Ministry of Environment - Brazil, Ministry of Environment - Ecuador, Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia
  • ICLEI South America Secretariat - Brazil,International Union for Conservation of Nature (IUCN) - Brazil

BMU-Förderung:
4.700.000,00 €

Laufzeit:
12/2016  bis  11/2020


Internetauftritt(e):



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