Schutzgebietsmanagement als Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und für den Klimaschutz - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Schutzgebietsmanagement als Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und für den Klimaschutz

Stand: Juli 2021

Zwei strategische Ziele der Aichi 2020-Ziele sind die Sicherung der Ökosysteme und Arten sowie der genetischen Vielfalt und die daraus resultierenden Vorteile für die gesamte Menschheit. Das Projekt unterstützt diese beiden Ziele durch die verbesserte Verwaltung von Schutzgebieten. Dazu baut es Kenntnisse und Kapazitäten für ein besseres Management der Gebiete auf und entwickelt die „IUCN Green List“ als internationalen Standard. Die neuen Methoden tragen zum Schutz der Schlüsselgebiete der biologischen Vielfalt und wichtiger Ökosystemleistungen sowie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels bei. Das Vorhaben erstellt und verbreitet ein weltweites Portfolio von Fallstudien, die ein erfolgreiches Management dokumentieren. Durch das IKI-Corona-Response-Paket werden Lösungen für einen "One Health"-Ansatz in die Arbeit mit jedem Partnerland integriert. Die Ergebnisse werden geteilt, um den Dialog über den neuen globalen Rahmen für die biologische Vielfalt nach 2020 zu gestalten.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Im offiziellen Abschlussbericht der COP 13 wird der IUCN Green List Standard als freiwilliger Standard für die Vertragsparteien der CBD empfohlen, um den Fortschritt beim Aichi-Ziel 11 zu messen.
  • Die Verleihung der IUCN Green List Awards wurde am 24. November 2018 während der COP 14 in Ägypten gefeiert, bei der die neu in die IUCN Green List aufgenommenen Schutzgebiete bekannt gegeben wurden. – In 2020 und 2019 wurden insgesamt neun neue Gebiete in die IUCN Green List aufgenommen, so dass es heute insgesamt 49 Gebiete in 15 Ländern gibt. 2020 haben alle vier Projektländer - Kolumbien, Kenia, Peru und Vietnam - durch die direkte Unterstützung des Projekts neue Gebiete in der IUCN Green List (IUCN Green List of Protected and Conserved Areas: iucngreenlist.org). 2021 werden voraussichtlich mindestens 20 weitere neue Gebiete in die IUCN Green List aufgenommen, auch aus Projektländern.
  • Große Fortschritte bei der Entwicklung der Governance-Struktur der PANORAMA-Partnerschaft: IUCN und GIZ verpflichten sich, als leitende Partner zu agieren, mit breiterem institutionellem Engagement von UN Environment, GRID-Arendal, Rare, IFOAM - Organics International und United Nations Development Programme (UNDP).
  • Das Projekt veröffentlichte ein IUCN Green List 'User Manual', welches Richtlinien für die Implementierung der globalen Standards in Partnerländern mit teilnehmenden Schutzgebieten beinhaltet.
  • In jedem der vier Projektländer wurden Expertengruppen für die Bewertung der Green List ausgebildet, um Schutz- und Erhaltungsgebiete anhand des IUCN-Standards für gute Regierungsführung und erfolgreichen Naturschutz zu bewerten.
  • In Kolumbien, Peru, Kenia und Vietnam haben die Bewertungsprozesse für gute Regierungsführung und die damit verbundenen Aktionspläne auf Standortebene dazu beigetragen, dass 11 Schutzgebiete den Status der IUCN Green List erreicht haben und 18 Schutzgebiete sich in der Phase der Antragstellung und Kandidatur für die IUCN Green List befinden.
  • Eine neue IUCN Green List-Website, die alle umsetzenden Länder und Gebiete (einschließlich der Projektländer und -gebiete) zeigt, wurde 2020 gestartet und wird 2021 weiterentwickelt.
  • Im Zuge des Corona Response Package wird die Entwicklung von alternativen Finanzierungsmöglichkeiten für Schutzgebiete erwartet.

Projektdaten

Länder:
Kenia, Kolumbien, Peru, Vietnam

Durchführungs­organisation:
International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) - Switzerland

Politische Partner:
  • Ministry of Agriculture and Rural Development (MARD) - Viet Nam
  • Ministry of Environment, Water and Natural Resources (MEW&NR) - Kenya*
  • Ministry of Environment (MINAM) - Peru
  • Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia

Durchführungspartner:
  • GRID-Arendal
  • UNEP World Conservation Monitoring Centre (WCMC)

BMU-Förderung:
4.368.657,00 €

Laufzeit:
11/2015  bis  12/2022


Internetauftritt(e):

Video



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