Stärkung der Kohärenz der Klima- und Energiepolitik in Mexiko (CONECC)

Stand: September 2020

Ziel und Maßnahmen

Mexiko liberalisiert derzeit seinen Energiemarkt. In diesem Zuge fördert das Projekt die klimafreundliche Entwicklung des Energiesektors – und unterstützt damit das Partnerland dabei, seinen nationalen Klimaschutzbeitrag (NDC) umzusetzen. Dazu berät das Vorhaben das Energie- und das Umweltministerium in Fach- und Prozessfragen, beispielsweise bei der Entwicklung regulatorischer Instrumente für die Klima- und Energiepolitik. Zudem wird das nationale Daten- und Informationssystem weiterentwickelt, um Energie- und Klimadaten besser zu verzahnen. Ergänzend bindet das Projekt den Privatsektor ein und fördert so den Transfers klimafreundlicher Technologien. Mit seiner Arbeit stärkt es auch die methodischen Grundlagen für klima- und entwicklungsfreundliche Investitionsentscheidungen. Die Erfahrungen, die im Kontext der mexikanischen Energiewende gesammelt werden, werden über internationale Austauschformate diskutiert und mit anderen Ländern geteilt. /

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Bestandserfassung: Stakeholder-Interviews und Analyse von Gesetzen, Strategien und Instrumenten der mexikanischen Energie- und Klimapolitik im Hinblick auf ihre Kohärenz. Identifikation von Schnittstellen zwischen beiden Bereichen als Ansatzpunkt für Beratungsaktivitäten des Vorhabens.
  • Beratung auf nationaler Ebene zur Ausgestaltung und Verzahnung einzelner ökonomischer und regulatorischer Instrumente an der Schnittstelle von Klima- und Energiepolitik: (1) Analyse möglicher Wechselwirkungen zwischen dem nationalen System zur Förderung von sauberen Energien mittels Ökostromzertifikaten (Clean Energy Certificates, CELs) und dem geplanten mexikanischen System zum Handel von Emissionszertifikaten (Emissions Trading System, ETS), (2) Beratung zur Erstellung einer Methodologie für die monetäre Bewertung negativer externer Effekte der Stromerzeugung. Gemäß der Gesetzgebung zur mexikanischen Energiewende (Ley de Transición Energética) müssen negative soziale und wirtschaftliche Effekte der Stromerzeugung, die beispielsweise auf die von Kraftwerken verursachte Luftverschmutzung oder auch den Ausstoß von Treibhausgasen zurückzuführen sind, durch die Verursacher kompensiert werden. Im Rahmen einer interministeriellen Arbeitsgruppe an welcher Finanz-, Umwelt- und Energieministerium sowie weitere relevante Institutionen teilnehmen, berät das Vorhaben bei der Erarbeitung einer geeigneten Methodologie.
  • 03/2018: Organisation des ersten intersektoralen Dialogs zwischen den wichtigsten mexikanischen Akteuren des Energiesektors und aus dem Klimaschutzbereich auf nationaler Ebene („Taller de diálogo entre el sector energético y climático“). Gemeinsam wurden konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Institutionen beider Sektoren im Rahmen des Vorhabens erarbeitet. Mit dem Ziel der Verbesserung der Kohärenz von Klima- und Energiepolitik wurden von den Teilnehmern neue Formate des Austauschs und die Arbeit an konkreten Themen von gemeinsamem Interesse, etwa im Bereich der Datenerfassungs- und Monitoringsysteme, vereinbart. Weitere intersektorale Dialoge, die an die erfolgreiche Auftaktveranstaltung anknüpfen sollen, sind geplant.

Projektdaten

Länder:
Mexiko

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Mexican Agency for International Development Cooperation (AMEXCID)
  • Ministry of Energy (SENER) - Mexico
  • Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico

BMU-Förderung:
4.000.000,00 €

Laufzeit:
09/2017  bis  09/2021


Internetauftritt(e):



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