Stärkung der Kohärenz der Klima- und Energiepolitik in Mexiko (CONECC)

Stand: October 2020

Ziel und Maßnahmen

Mexiko liberalisiert derzeit seinen Energiemarkt. In diesem Zuge fördert das Projekt die klimafreundliche Entwicklung des Energiesektors – und unterstützt damit das Partnerland dabei, seinen nationalen Klimaschutzbeitrag (NDC) umzusetzen. Dazu berät das Vorhaben das Energie- und das Umweltministerium in Fach- und Prozessfragen, beispielsweise bei der Entwicklung regulatorischer Instrumente für die Klima- und Energiepolitik. Zudem wird das nationale Daten- und Informationssystem weiterentwickelt, um Energie- und Klimadaten besser zu verzahnen. Ergänzend bindet das Projekt den Privatsektor ein und fördert so den Transfers klimafreundlicher Technologien. Mit seiner Arbeit stärkt es auch die methodischen Grundlagen für klima- und entwicklungsfreundliche Investitionsentscheidungen. Die Erfahrungen, die im Kontext der mexikanischen Energiewende gesammelt werden, werden über internationale Austauschformate diskutiert und mit anderen Ländern geteilt. /

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Aktualisierung der NDCs: Das Vorhaben unterstützt das mexikanische Umweltministerium (SEMARNAT) bei der Überarbeitung des Nationalen Klimaschutzbeitrags (NDC) im Bereich Minderung (Energieeffizienz) und bei der Durchführung eines partizipativen Aktualisierungsprozesses. Neben der Modellierung von Minderungsszenarien für 2030 und 2050, werden auch die positiven sozialen und ökonomischen Nebeneffekte von Klimaschutz quantifiziert.
  • Technologie-Hub in Querétaro: Das Vorhaben unterstützt die Gründung eines Technologie-Hubs zur Förderung von Start-Ups und innovativen Technologieunternehmen aus den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz im Bundesstaat Quéretaro. Damit soll der Aufbau lokaler Wertschöpfungsketten sowie lokal angepasste, innovative und digitale Technologielösungen gefördert werden.
  • Subnational CO₂-Budgets: Aufbauend auf einer Methodik zur Bestimmung nationaler und sektoraler CO₂-Budgets im Stromsektor, werden in den Bundesstaaten Jalisco und Yucatán neue ambitionierte Minderungsziele, die im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel stehen, ermittelt.
  • Positive Nebeneffekte (Co-Benefits) von Klimaschutz: Gemeinsam mit dem mexikanischen Umweltministerium und mehreren subnationalen Regierungen wurden Analysen zu CO-Benefits von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz durchgeführt. Ziel ist es, einen umfassenden Beitrag zur mexikanischen Debatte zur Stärkung des Klimaschutzes im Energiesektor auf nationaler und subnationaler Ebene zu leisten.
  • Nationale Strategie für Elektromobilität (ENME): Das Vorhaben unterstützt das Umweltministerium mit einer Studie zu den klimatischen, wirtschaftlichen, sozialen sowie gesundheitlichen Wirkungen der Nationalen Strategie für Elektromobilität und mit einem Monitoringinstrument zur Quantifizierung dieser Wirkungen.
  • Konferenz „Energiewende und Klimawandel: Aktionen auf subnationaler Ebene“: Gemeinsam mit anderen GIZ Projekten hat das Vorhaben 2020 eine virtuelle Konferenz, an der mehr als 180 Personen teilnahmen, durchgeführt. Dabei wurde die Rolle subnationaler Regierungen für die Energiewende diskutiert sowie deutsche Erfahrungen aus verschiedenen Bundesländern vorgestellt.

Projektdaten

Länder:
Mexiko

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Mexican Agency for International Development Cooperation (AMEXCID)
  • Ministry of Energy (SENER) - Mexico
  • Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico

BMU-Förderung:
4.000.000,00 €

Laufzeit:
09/2017  bis  09/2021


Internetauftritt(e):



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